Doha: Maikel van der Vleuten und Verdi in Topform

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Zuverlässig war Maikel van der Vleutens Verdi schon immer. Aber in den letzten Wochen dreht der 15-jährige KWPN-Hengst so richtig auf. So auch heute beim Global Champions Tour-Finale in Doha. (© LGCT/Grasso)

Zuverlässig war Maikel van der Vleutens Verdi schon immer. Aber in den letzten Wochen dreht der 15-jährige KWPN-Hengst so richtig auf. So auch heute beim Global Champions Tour-Finale in Doha.

Am Donnerstag Abend sicherten sie sich in überzeugender Form das 1,50/1,55 Meter-Springen mit Stechen, zugleich erste Wertung des Global Champions League-Finales. Mit 37,73 Sekunden lieferte das Mannschaftswelt- und -europameisterpaar die schnellste Zeit. Nachdem sie erst neulich das Weltcup-Springen von Verona für sich entschieden hatten, bestätigte van der Vleuten: „Im Moment fühlt Verdi sich sehr gut an. Darüber bin ich sehr glücklich! In dieser großen Arena kann ich seine große Galoppade voll nutzen.“ Das nächste Mal wird der Niederländer dazu am Samstag Gelegenheit haben, denn dann geht es um das große Geld im GCT Grand Prix. Vorerst musste Maikel van der Vleuten sich mit 30.360 Euro zufrieden geben. Aber das ist ja auch nicht zu verachten.

Forlap ist wieder da

Platz zwei in dem Springen ging an Gregory Wathelet auf dem inzwischen zwölfjährigen Belgier Forlap mit ebenfalls fehlerlosen 37,85 Sekunden. Dieses Paar verbindet eine besondere Geschichte. Als junges Pferd hatte Gregory Wathelet den Querlybet Hero-Sohn an den internationalen Sport herangeführt. Dann wurde Forlap wie so viele talentierte Pferde zu dem Zeitpunkt an Alexander Onischenko verkauft, der ihn Cassio Rivetti zum Reiten gab. Zwischendurch ging der Wallach auch erfolgreich unter Daniel Deußer, ehe er wieder zu Onischenko wechselte. Doch als dieser Schwierigkeiten mit den Behörden bekam und all seine Pferde an Paul Schockemöhle abgeben musste, nutzte Gregory Wathelet seine Chance und kaufte Forlap einige Wochen später. Zunächst selbst, inzwischen steht der Belgier aber im Besitz der Nybor Pferde GmbH & Co. KG, der unter anderem auch Wathelets Aachen-Siegerin Coree und einige Pferde von Marcus Ehning gehören. Wathelet sagte nach seinem Kauf vor nun rund einem Jahr: „Ich werde ihn langsam aufbauen und hoffe, ihn für die größeren Springen im kommenden Jahr fit zu haben.“ Das hat ja geklappt!

Dritter wurde der Brasilianer mit Wohnsitz in Europa, Eduardo Menezes, auf dem elfjährigen, ebenfalls belgisch gezogenen Nonstop-Sohn Galip. Der ging bis vor wenigen Wochen noch unter der Britin Emily Moffitt und deren Trainer Ben Maher. Mit Eduardo Menezes ist es das erste Turnier für den Wallach.

Auf Platz vier landete ein alter Bekannter: Meredith Michaels-Beerbaums Fibonacci mit seiner neuen Reiterin Lillie Keenan (USA). Die beiden haben sich offensichtlich gut angefreundet, wie sie heute mit einer fehlerfreien 39,93 Sekunden-Runde demonstrierten.

Die Deutschen

Den deutschen Reitern in diesem Springen fehlte das nötige Quäntchen Glück. Marco Kutscher und Chaccorina hatten ebenso vier Fehler wie Daniel Deußer und Cornet sowie Christian Ahlmann und Taloubet Z. Bei Philip Houston und Loewenherz wurden es acht Strafpunkte, ebenso bei Janne Friederike Meyer und Goja. Christian Kukuk und Limonchello schieden aus. Nicola Pohl und Copain gaben auf.

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Zanotelli im Glück

Das Fünf-Sterne-Springen am Freitag wurde zur Beute des Brasilianers Marlon Módolo Zanotelli, der nach dem Schritt in die Selbstständigkeit zusammen mit seiner Frau Angelica Augustsson wieder ganz oben ist. In dem Fall war es der 13-jährige Diamant de Semilly-Sohn Extra van Essene, der den ebenfalls in Europa beheimateten Südamerikaner souverän zum Sieg trug in dem 1,45/1,50 Meter-Springen mit Stechen.

Zweiter wurde der Niederländer Harrie Smolders auf dem 13-jährigen Nabab de Reve-Sohn Zinius vor Lauren Hough und Waterford.

Das beste deutsche Ergebnis lieferte Daniel Deußer auf Tobago Z. Der neunjährige Tangelo van de Zuuthoeve-Sohn war fehlerfrei, aber sein Reiter ließ es ruhig angehen. Platz fünf war das Ergebnis.

Ebenfalls im Geld waren heute Christian Kukuk und Limonchello. Nicola Pohl und Copain schlugen sich wacker mit einem Zeitfehler im Normalparcours. Bei Marco Kutscher und Chaccorina kamen acht Fehler heraus. Bei Janne Friederike Meyer und Indi waren es 13. Und Philip Houston gab mit Chaquilot auf.

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