Genf: Kent Farrington fährt Major Sieg ein

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Kent Farrington mit Gazelle, Sieger im Großen Preis beim CSI5* von Valence 2017. (© RB Presse)

Der Weltranglistenführende Kent Farrington wurde seiner Favoritenrolle heute einmal mehr gerecht. Mit Gazelle sprang er zum Major Sieg.

Höher, schneller, besser – die elfjährige Stute Gazelle hat ihrem Namen heute alle Ehre gemacht. Die Kashmir van Schuttershof-Tochter sprang im Stechen mal auf groß los, dann wurde es wieder eng vorm Absprung und dabei hielt der im Sattel sitzende Amerikaner Kent Farrington durchgehend das Tempo hoch. Alles kein Problem für die flinke Stute. 44,96 Sekunden galt es zu schlagen, aber kein anderes Paar kam an die beiden heran. Das bedeutete nicht nur eine Gewinnsumme von umgerechnet 342.259 Euro, sondern auch die Eintrittskarte in den Rolex Grand Slam-Zirkus. Die Karten sind wieder neu gemischt, hatten zuletzt Gregory Wathelet (BEL), Aachen-Sieger, und Philipp Weishaupt, Calgary-Sieger, die Chance in Genf ihren zweiten Major-Sieg in Folge einzufahren. Das hat nicht geklappt. Dafür hat der Amerikaner nun die Chance auf die eine Million Euro Gewinngeld, sofern er denn die nächsten beiden Rolex-Etappen gewinnt. Das hat bislang nur Scott Brash 2015 geschafft.

Theoretisch müsste Farrington im März nächsten Jahres im niederländischen ‚s-Hertogenbosch gewinnen und anschließend nochmal beim CHIO Aachen.

Zweiter wurde heute der Schwede Henrik von Eckermann, der mit der elfjährigen Westfalen Stute Mary Lou 45,49 Sekunden brauchte und dabei Farrington dicht auf den Fersen war. Ärgern dürfte sich Gregory Wathelet, der mit der schicken Cornet Obolensky-Tochter Coree Dritter wurde. Der Belgier war nichtmal eine Sekunde langsamer als Konkurrent und Sieger Farrington. Mit der Stute hatte Wathelet bereits den Großen Preis von Aachen gewonnen.

Für den zweiten Titelanwärter Philipp Weishaupt war die Reise heute schon früh zu Ende. Bereits im ersten Umlauf hatte der zehnjährige Diamant de Semilly-Sohn Asathir zwei Abwürfe sowie einen Zeitfehler. Nach dem Sieg in Calgary (CAN) hatten die Besitzer von Convall entschieden, den Schimmelhengst verkaufen zu wollen. Turnierstarts wurden bis aufs Weitere abgesagt und Weishaupt sah man mit seinen Nachwuchspferden auf Turnieren. Dann ritt er den Schimmel zuletzt wieder in kleineren Prüfungen und man hatte die Hoffnung, das Paar wenigstens heute wieder zusammen zu sehen. Stattdessen ritt Weishaupt Asathir, dem es noch an Erfahrung und Routine in so schweren Springen mangelt.

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  1. Anja Sieg

    Warum erwähnen Sie eigentlich nicht, dass Vielseitigkeitsikone Michael Jung, der auch S-Dressuren reiten kann, in diesem Springen mit fischerSolution auf Platz 11 bester Deutscher war?


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