Spruce Meadows: Deutscher Sieg im Rolex Grand Prix

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Philipp Weishaupt zeigte im Rolex Grand Prix in Spruce Meadows keine Nerven und holte sich die Siegprämie von einer Million Dollar. (© www.rolexgrandslam.com)

Das CSI5* Masters in Spruce Meadows war am Sonntag fest in deutscher Hand. Der Sieg im Rolex Grand Prix ging nach Deutschland. Auch im Nationenpreis konnte sich die deutsche Leistung sehen lassen.

1,70 Meter hoch, 43 Konkurrenten, eine Million Kanada-Dollar und ein Sieger – Philipp Weishaupt. Der 32-Jährige behielt am Sonntag auf seinem Holsteiner Schimmelhengst Convall die Nerven und blieb als einziger Starter ohne Fehler im zweiten Umlauf, 65,09 Sekunden. Das bedeutete am Ende des Tages den Sieg des eine Million Dollar-Springens. Schon beim Fünfsterne-Sommerturnier im Juli war der Bereiter im Stall Beerbaum dem Sieg dicht auf den Fersen. Musste aber dem Weltranglistenersten Kent Farrington den Vortritt lassen. Dieser wurde auch für den Großen Preis als Favorit hoch gehandelt, schließlich gewann er schon am Freitag die Qualifikationsprüfung und betonte kurz darauf, sich voll auf einen Sieg am Sonntag konzentrieren zu wollen. Für ihn endete der Tag heute nur auf Rang 27.

Wie schon beim CHIO Aachen hatte die Portugiesin Luciana Diniz das Nachsehen und wurde Zweite auf ihrer Olympiastute Fit for Fun, mit der sie einen Abwurf in 63,82 Sekunden im zweiten Umlauf hatte. Dritter wurde der Amerikaner und Weltcupsieger Mclain Ward auf seiner belgischen Warmblut Stute Azur. Er hatte ebenfalls einen Abwurf in 65,73 Sekunden.

Nach Weishaupts mega Coup ist Marco Kutscher der zweitbeste Deutsche. Er beendete das Turnier auf Rang sieben mit seinem elfjährigen Carinue-Sohn Clenur. Patrick Stühlmeyer und der Oldenburger Hengst Lacan qualifizierten sich nicht für den zweiten Umlauf, Rang 16. Christian Ahlmann und Holger Wulschner landeten abgeschlagen auf den Rängen 36 und 38.

Vorjahressieger Scott Brash und seine 16-jährige Stute Ursula schafften es ebenfalls nicht in den zweiten Umlauf. Auch nicht mit dem nötigen Quäntchen Glück gesegnet war der Aachen-Sieger Gregory Wathelet (BEL). Hätte er nach Aachen auch die Etappe in Spruce Meadows gewonnen, wäre er dem Rolex Grand Slam ein Stückchen näher gekommen. Jetzt kann Philipp Weishaupt seine Chance nutzen und nach dem hochgehandelten Grand Slam-Erfolg greifen.

Deutsche im Nationenpreis gut

Nicht nur im Großen Preis präsentierten sich die Deutschen in Form. Das Team aus Philipp Weishaupt, Marco Kutscher, Holger Wulschner und Patrick Stühlmeyer beendete den Nationenpreis auf dem dritten Platz hinter den USA und Brasilien.

Streichergebnis im zweiten und entscheidenden Umlauf war Weishaupt auf dem Hannoveraner Solitär. Der Salito-Sohn stoppte einmal am Wassergraben und hatte noch diverse Springfehler, das Konto war am Ende mit 16 Strafpunkten gefüllt. Marco Kutscher und Clenur sowie Patrick Stühlmeyer mit Lacan hatten jeweils einen Abwurf. Einzig Marco Kutscher und der Holsteiner Cha Cha Cha blieben ohne Fehler.

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