Paris: Letzte große Entscheidung an Lorenzo de Luca

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Lorenzo de Luca und Halifax van het Kluizebos (© Stefano Grasso(LGCT)

Mit den Italienern ist diese Saison jederzeit zu rechnen! Das zeigte sich auch heute wieder zum Abschluss der Global Champions Tour-Etappe von Paris.

Stephex Stables-Reiter Lorenzo de Luca hatte nicht nur maßgeblichen Anteil an den beiden Nationenpreissiegen der Italiener in Rom und St. Gallen, er reitet auch sonst von Erfolg zu Erfolg. So, wie heute in Paris. Im Sattel seiner persönlichen Rakete, des zehnjährigen Heartbreaker-Sohnes Halifax van het Kluizebos legte de Luca eine Zeit hin, die von keinem der anderen zehn Paare im Stechen zu schlagen war. De Luca sagte neulich in einem Interview, Halifax liege ihm besonders am Herzen, weil er ihn selbst ausgebildet hat. Da hat er einen guten Job gemacht. In dieser Saison hat der Fuchs zwar noch keinen Großen Preis bei den Global Tour-Etappen gewonnen, dafür aber Rahmenspringen in Cannes, Miami und Mexiko Stadt. 1

Platz zwei für Bosti

Und immerhin haben de Luca und Halifax heute zwei Olympiasieger hinter sich gelassen. Roger-Yves Bost ist bekannt dafür, dass er einen Bleifuß hat im Stechen. Und mit seinem aktuellen Spitzenpferd Sydney une Prince, einer elfjährigen französischen Baloubet du Rouet-Tochter, hat er ein Pferd mit allen Möglichkeiten unter dem Sattel. Einzig, an den Siegern kamen die beiden heute nicht vorbei. Obwohl „Bosti“ wirklich alles versucht hat. Sydney tat ihr Bestes und sprang fehlerfrei, aber 36,32 Sekunden genügten bei weitem nicht, um die 35,89 Sekunden des Siegerpaares zu toppen.

Dafür reichte es, wenn auch knapp, um den Briten Ben Maher auf Abstand zu halten. Der hatte ein neues Pferd unter dem Sattel, die 13-jährige OS-Stute Quilata v. Quidam de Revel-Latus. Sie kam auf dem Gestüt Lewitz zur Welt und wechselte dann in russischen Besitz. Zunächst wurde sie von Natalia Simona international vorgestellt, ehe sie zu der auch in Europa recht bekannten russischen Nachwuchsreiterin Maria Madenova ging. Die war mit Quilata einige Male gut platziert. Aber im Mai wurde die Stute nach Großbritannien verkauft, wo sie zunächst von einer Schülerin Ben Mahers geritten wurde, der gebürtigen US-Amerikanerin Emily Moffitt, die sich aber entschlossen hat, für den Union Jack zu starten. Ihr Trainer Ben Maher ritt dieses Wochenende das erste Turnier auf der talentierten Stute und war prompt nur 0,05 Sekunden langsamer im Stechen als die Mannschaftsolympiasieger.

Kukuk noch im Geld

Mit zwei guten Platzierungen reist Christian Kukuk heim nach Riesenbeck auf die Anlage von Ludger Beerbaum, wo er als Bereiter angestellt ist. Er war schon am Freitag als Dritter gut im Geld und platzierte den Westfalen Hengst Limonchello v. Lord Caletto nach einem Abwurf im Stechen auch heute: Rang neun.

Marcus Ehning und Cristy verpassten das Stechen nach einem Abwurf. Bei David Will und Monodie H kam zu dem Abwurf noch ein Zeitstrafpunkt hinzu.

Alle Ergebnisse finden Sie hier.

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