Rotterdam: Deutschlands Springreiter Zweite im Nationenpreis hinter Belgien

Longines FEI Nations Cup Jumpingª Rotterdam

CHIO Rotterdam 2018, Sieger im Nationenpreis der Springreiter sind die Belgier mit Nicola Philippaerts, Niels Bruynseels, Pieter Devos, Jos Verlooy und Peter Weinberg. (© FEI/Arnd Bronkhorst)

Rotterdam war die letzte Station im FEI-Nationenpreis 2018 für die deutschen Springreiter. Nach einer mäßigen Saison war dies also die letzte Gelegenheit, Punkte für die Teilnahme am Finale in Barcelona zu sammeln. Das ist ihnen in fast idealer Weise gelungen.

Kein Vorbeikommen war allerdings an der belgischen Equipe um Peter Weinberg. Sie brachten das Idealergebnis von null Fehlerpunkten ins Ziel. Einzig Niels Bruynseels und Cas de Liberte leisteten sich im ersten Umlauf 13 Fehlerpunkte, die am Ende das Streichergebnis waren. In Runde zwei blieben sie Strafpunktfrei. Jeweils zweimal „ohne“ kamen Nicola Philippaerts auf Chilli Willi v. Casall und Jos Verlooy mit Igor v. Emerald van’t Ruytershof ins Ziel. Pieter Devos und Espoir v. Surcouf de Revel hatten im ersten Umlauf die letzte Null-Fehler-Runde gedreht und mussten in der zweiten gar nicht mehr antreten.

Glanzleistung – besonders von Laura Klaphake

Das deutsche Team kam mit gerade mal vier Fehlern ins Ziel. Einen großen Anteil hatte daran das Küken der Mannschaft, Laura Klaphake auf Catch Me If You Can. Die zehnjährige Catoki-Tochter, mit der die 24-jährige Studentin im vergangenen Jahr auch erstmals zur deutschen Seniorenmannschaft gehörte, trug zwei Nullrunden zum Gesamtergebnis bei.

In Runde eins blieben auch die anderen Teamkollegen sauber: Marcus Ehning auf dem Cornet Obelensky-Sohn Comme il Faut aus der Ratina Z und Markus Beerbaum und seine Championatshoffnung Cool Hand Luke v. Contendro. Danach mussten Philipp Weishaupt und Convall gar nicht mehr an den Start gehen, denn sie konnten nichts mehr verbessern.

Das war im zweiten Umlauf anders. Hier hatte Comme il Faut vier Fehler, die zählten, da Cool Hand Luke zwei Stangen mitnahm. Aber außer Klaphake und Catch Me demonstrierten auch Weishaupt und Convall, dass sie nicht umsonst schon die Großen Preise von Spruce Meadows und Aachen gewonnen haben: fehlerfrei.

Auf den weiteren Plätzen folgten gleichauf die USA, die Niederlande und die Schweiz mit jeweils zwölf Strafpunkten vor Großbritannien und Frankreich, die ebenfalls ex aequo mit jeweils 16 Fehlern Sechste wurden. Das Schlusslicht bildeten die Schweden mit 19 Strafpunkten.

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Das sagt der Bundestrainer

Vergleichen könne man die Leistung seiner Equipe zwar nicht direkt mit dem Ergebnis der Nationalelf bei der Fußballweltmeisterschaft in Russland, sagte Bundestrainer Otto Becker, „aber auch unsere Mannschaft war heute sehr fokussiert, auch unser Team hat dem Druck standgehalten.“

Beckers Fazit: „Die Belgier reiten im Moment in einer anderen Liga, das müssen wir so hinnehmen, aber ich bin mit dem zweiten Platz mehr als zufrieden, alle im Team haben einen super Job gemacht!“

Rotterdam war die letzte Chance, sich noch möglichst viele Punkte für die Zulassung zum Nationenpreisfinale in Barcelona zu sichern. Denn jede Nation der sogenannten Europa Division I kann vor der Saison fünf Turniere benennen, bei denen sie Punkte sammeln will. Ansonsten kann sie zwar Teilnehmen, aber das Ergebnis fließt nicht mehr in die Gesamtwertung ein. Nach einem eher schwachen Saisonbeginn kam der zweite Platz da gerade recht für Deutschland. Jetzt heißt es abwarten, wie die anderen Teams sich den Rest der Nationenpreis-Saison schlagen.

Aktuell führt in der Gesamtwertung der FEI-Nationenpreisserie Belgien mit 360 Punkten vor der Schweiz (340) und Deutschland (315). Allerdings ist das Team GER bislang das einzige, das schon alle fünf „Punkte-sammel-Turniere“ bestritten hat.

Alle Ergebnisse aus Rotterdam finden Sie hier.

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