Haras du Pin: deutsche Equipe holt Nationenpreis-Sieg, Einzelwertung an Michael Jung und Chipmunk

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Michael Jung und Chipmunk im Gelände des Haras du Pin ohne Probleme. (© Christophe Tanière)

Generalprobe geglückt für die deutschen Reiter beim CCIO4* im französischen Haras du Pin. Ein junges deutsches Team sichert sich den Sieg im Nationenpreis trotz zweier zählender Springfehler. In der Einzelwertung stehen Michael Jung und Chipmunk an der Spitze, gefolgt von Mollie Summerland und Alina Dibowski.

Top-Resulate für Deutschlands Vielseitigkeitsreiter in der kurzen Vier-Sterne-Prüfung. Mit dem Gesamtergebnis von 94,3 sichert sich die Mannschaft den Sieg im Nationenpreis. Hierfür waren Malin Hansen-Hotopp mit Carlitos Quidditch K (31,3 Punkte), Sophie Leube mit Jadore Moi (35,6), Alina Dibowski mit Barbados (27,4) und Nicolai Aldinger mit Timmo (37,7) unterwegs. Letzteres Paar bildete das Streichergebnis, nachdem Aldinger seinen 33,7 Punkten im Springen noch vier Strafpunkte hinzufügte. Auch Hansen-Hotopp und Leube bekamen mit ihren Pferden jeweils einen Springfehler. Alina Dibowski hingegen beließ es mit dem 13-jährigen polnischen Wallach Barbados bei ihrem Dressurergebnis. Das bedeutete den Sieg für die deutsche Mannschaft!

Einen weiteren Abwurf im Springen hätte sich die Equipe des Bundestrainers Peter Thomsen dabei sogar erlauben können. Auf Platz zwei folgte nämlich die gastgebende Mannschaft aus Frankreich mit 98,5 Punkten insgesamt. Hier ritten Cyrielle Lefevre mit Armanjo Serosah (35,1), Stephane Landois mit Chaman Dumontceau (35,6), Heloise le Guern mit Canakine du Sudre Z (42,2, Streichergebnis) und Gaspard Maksud mit Zaragoza (27,8).

Rang drei wurde dem britischen Team zuteil. Das erzielte ein Gesamtergebnis von 100,5 Punkten, zusammengesetzt aus den Resultaten von William Oakden mit A Class Cooley (37,8), Kirsty Chabert mit Opposition Heraldik Girl (50,0, Streichergebnis), Mollie Summerland mit Charly van ter Heiden (24,1) und David Doel mit Galileo Nieuwmoed (38,6).

Einzelwertung an Michael Jung, Alina Dibowski Dritte

Ihre Führung nach dem Gelände gaben Michael Jung und Chipmunk beim abschließenden Springen nicht mehr aus der Hand. Sie ließen alle Stangen in ihren Auflagen und kamen innerhalb der erlaubten Zeit ins Ziel. 22,8 Punkte lautete somit das Endergebnis für das Paar in der kurzen Vier-Sterne-Vielseitigkeit.

Auf dem zweiten Rang folgte die Britin Mollie Summerland mit ihrem Luhmühlen-Gewinner von 2021, Charly van ter Heiden. Auch dieser Contendros Bube-Sohn nahm keine Stange mit, allerdings sammelte das Paar 0,8 Punkte für Zeitüberschreitung. Somit schlugen insgesamt 24,1 Punkte für das Paar zu Buche.

Mit einer Nullrunde sicherte sich Alina Dibowski mit Barbados neben dem Nationenpreis-Sieg mit dem Team auch noch den dritten Platz in der Einzelwertung. Auch dieses Paar kam mit seinem Dressurergebnis von 27,4 Punkten nach Hause.

Die Olympiasiegerinnen Julia Krajewski und Amande de B’Neville wurden Fünfte mit 27,9 Punkten. Weitere Deutsche unter den Top Ten waren Dirk Schrade und Casino (9., 30,4) und Sandra Auffarth mit Rosveel (10., 31,1).

CCI3*-S: Michael Jung Vierter

Michael Jung war nicht nur in der Vier-Sterne-Prüfung als Führender in die letzte Teilprüfung gegangen. Im CCI3*-S hatte er mit der neunjährigen Ocean View-Tochter Kilcandra Ocean Power nach Dressur und Springen an der Spitze des dann noch immer 90-köpfigen Starterfeldes gelegen. In der Geländeprüfung bekam das Paar jedoch 3,2 Punkte für Zeitüberschreitung und rutschte damit knapp auf Rang vier mit insgesamt 31,1 Strafpunkten.

Das Podium war somit rein französisch besetzt. Es siegte Fabrice Saintemarie mit Cesar de Roy (29,1), gefolgt von Mathieu Chombart mit Big Boss Melo (30,2) und Thomas Carlile mit Fair Lady des Broucks (31,0).

Alle Ergebnisse aus Haras du Pin finden Sie hier.

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