Strzegom: Olympiasieger auf dem Weg zum Nationenpreis-Sieg Vielseitigkeit

Sara Algotsson-Ostholt und Wega

Sara Algotsson-Ostholt und Wega (© Archiv Julia Rau)

Frankreichs Vielseitigkeitsreiter sind auf gutem Weg in Richtung Nationenpreis-Sieg im polnischen Strzegom. Die Deutschen haben hingegen keine Chance mehr auf einen vorderen Platz.

Nach der Dressur lag Team GER noch an aussichtsreicher Stelle: Platz zwei hinter Frankreich. Doch während die Mannschaftsolympiasieger ihre Pole Position im Gelände verteidigen konnten, fiel in der deutschen Mannschaft der dritte Man aus, Niklas Bschorer. Beziehungsweise er schied aus, nachdem er an Hindernis 23b von seinem Westfalen Lord Shostakovich gestürzt war.

Damit war das deutsche Team praktisch geplatzt. Schade, denn die beiden anderen Reiter hatten ihre Sache super gemacht: Marie Kraack und ihr 15-jähriger polnisch gezogener Havana Club waren als Führende ins Gelände gestartet, kassierten keine Hindernis-, aber ein paar Zeitfehler und liegen derzeit an vierter Position.

Andreas Dibowski und sein CCI4*-Sieger von Luhmühlen 2016, It’s Me xx, waren von Rang 26 in den Cross gestartet, konnten sich hier aber auf Platz zehn vorarbeiten.

Frankreich vor den Briten und den Gastgebern

Das französische Team hat nun 107,8 Minuspunkte auf dem Konto. In der Mannschaft reiten Maxime Livio auf Opium de Verrieres (aktuell Rang zwei in der Einzelwertung), Christopher Six mit Totem de Brecey (derzeit Fünfter) und Francois Lemiere mit Ogustin du Terroir (momentan Rang zwölf).

Die Briten konnten sich vom fünften Platz nach der Dressur an zweite Stelle vorarbeiten mit derzeit 111,4 Minuspunkten. Polen rangiert deutlich dahinter mit 187,70 Minuspunkten. Sie müssen eher noch aufpassen, im Springen nicht von den Italienern vom Treppchen gekickt zu werden, die mit 189 Minuspunkten Vierte sind vor Deutschland, Schweden und Österreich.

Einzelwertung

In der Einzelwertung hat aktuell der Japaner Yoshiaki Oiwa auf dem Holsteiner Cristo-Sohn Calle die Nase vorn. Der Drittplatzierte beim CIC3* von Luhmühlen hatte eine von nur zwei fehlerfreien Runden im Strzegomer Cross geliefert. Damit schob er sich von Rang fünf an die Spitze vor Livio und Opium de Verrieres. Oiwa hat 30,3 Minuspunkte auf dem Konto, Livio 31,4.

Die Britin Alice Dunsdon ist Dritte mit dem Jumbo-Sohn Sambo und 33,1 Minuspunkten. Sie war die zweite Kandidatin mit weißer Weste im Cross.

Familie Ostholt trumpft im CCI3* auf

Quasi omnipräsent war die Familie Ostholt in der langen Drei-Sterne-Prüfung. Die Nase vorn hatten nach dem Cross die Beinahe-Olympiasieger von London, Sara Agotsson-Ostholt und die inzwischen 17-jährige Wega. Sie traf die Idealzeit von 10 Minuten auf die Sekunde und konnte ihre Führung nach der Dressur so verteidigen. Ähnlich war die Ausgangslage auch vor dem Olympiaspringen in London gewesen. Damals fiel am letzten Hindernis eine Stange und Michael Jung hatte Gold, Algotsson Ostholt Silber.

Das könnte ihr auch morgen passieren, denn es ist kein ganzer Hindernisfehler, der Sara Algotsson Ostholt von ihrem Schwager Andreas Ostholt auf So is et trennen. Die beiden waren Vierte nach der Dressur und im Busch nur wenig über der Zeit, so dass sie mit 28,20 Minuspunkten auf Rang zwei liegen. Das Zwischenergebnis der führenden Schwedin: 26,0.

Den Auftritt der Ostholts komplett machte Sara Algotsson Ostholts Mann Frank. Er steuerte den selbst gezogenen Jum Jum v. Jaguar Mail ebenfalls fehlerfrei über den Geländekurs und mit 37,50 Minuspunkten auf den aktuell sechsten Platz.

Das Überraschungspaar von Luhmühlen, Christoph Wahler und der neunjährige Holsteiner Clearway-Sohn Carjatan S hatten eine Verweigerin am dritten Element des sechsten Hinderniskomplexes, an Hindernis acht gab Wahler auf.

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