Vielseitigkeits-Nationenpreis Strzegom: Deutsches Team und Michael Jung in Führung nach Gelände

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Über die Sicherheit in der Vielseitigkeit wird immer wieder diskutiert. (© www.toffi-images.de)

Es läuft bei den deutschen Vielseitigkeitsreitern beim Vielseitigkeitsnationenpreis in Strzegom! Das Team konnte seine Führung im Gelände souverän verteidigen und Michael Jung liegt auf Siegkurs in der Einzelwertung.

Kein Paar in dem CCIO4*-S kam heute ohne Zeitfehler im Gelände ins Ziel. Aber bei Michael Jung und seinem neuen Star Chipmunk, der vor einem Jahr noch mit Julia Krajewski zum deutschen WM-Aufgebot gezählt hatte, waren es 2,4 Strafpunkte weniger, als bei dem bis dato führenden Niederländer Tim Lips auf Bayro. So tauschten die beiden die Plätze vor dem abschließenden Springen. Michael Jung führt mit 25,20 Minuspunkten. Tim Lips liegt mit 27,40 dahinter.

Einen weiteren Pätzetausch gab es auf Rang drei und vier, diesmal allerdings zu Ungunsten des deutschen Starters. Das war in diesem Fall Andreas Dibowski auf Corrida. Auch sie hatten wie Michael Jung nur zwei Zeitfehler im Gelände, aber der Brite Ben Hobday war mit Shadow Man schneller. Er liegt nun einen zehntel Punkt vor Dibo, 28,70 zu 28,80 Minuspunkten.

Einen großen Schritt nach vorn machten Josefa Sommer und ihr bewährter Hamilton. Die beiden hatten nach der Dressur auf Rang 18 gelegen, konnten sich nun im Gelände aber auf Platz sieben nach vorne schieben. Direkt dahinter folgen die Einzelreiter Frank Ostholt mit seinem selbst gezogenen und ausgebildeten Jum Jum (37,60) und Vanessa Bölting auf Carlson B, auch der ein „hausgemachtes“ Pferd (38,70).

Die vierte deutsche Teamreiterin, Miriam Engel, hatte mit ihrer Bonita Bella einen Stopp im Gelände und liegt aktuell auf Platz 40.

Die Mannschaftswertung

Mit sattem Vorsprung gehen die Deutschen nun morgen ins abschließende Springen. Das Quartett führt mit 90,40 Minuspunkten vor den Briten (114,10) und den Niederländern mit 122,70 Minuspunkten.

Die britischen Farben vertreten neben Ben Hobday auch James Sommerville auf Talent (Platz 15), David Doel mit Eisfee (Platz 16) und Emma Hobday im Sattel von Shadow Puppet (23.).

Die Niederlande, die ja von Bettina Hoy trainiert werden, hatten neben Tim Lips Laura Hoogeveen auf Wicro Quibus (14.), Merel Blom mit Chiccolino (27.) und Janneke Boonzaaijer auf Champ de Tailleur (28.) geschickt.

CCI4*-L: Oiwa an der Spitze

In der Vier-Sterne-Langprüfung haben Dirk Schrade und Catelan die Führung nach der Dressur verloren. Sie hatten zwar keine Hindernis-, aber 15,60 Zeitfehler. Damit fielen sie auf Platz neun zurück.

An der Spitze liegen fünf Paare, die allesamt in der Zeit ins Ziel kamen. Angeführt werden sie von Japans Yoshiaki Oiwa im Sattel des Mannschaftsolympiasiegers von 2016, Bart L, der in Rio noch unter französischer Flagge ging und nun Japans Hoffnung für Tokio 2020 ist.

Auf Rang zwei konnte sich Christoph Wahler im Sattel des zehnjährigen Ibisco xx-Sohnes Ignatz um zwei Plätze verbessern. Die weiteren schnellen Paare waren in der aktuellen Platzierungsreihenfolge Felix Vogg (SUI) auf Archie Rocks, Ebba Adnervik (SWE) auf Chippieh (der jetzt 17-Jährige, der übrigens in London 2012 unter Kenki Sato für Japan bei Olympia am Start war) und Elaine Pen (NED) mit Shady Grey.

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