Vom Fohlen zum WM-Pferd – Julia Krajewski über ChinTonic

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Julia Krajewski und der damals fünfjährige ChinTonic in Luhmühlen 2020 (© Thomas Ix)

Was macht eigentlich die Freude am Pferdesport aus? Selbst für eine Olympiasiegerin wie Julia Krajewski sind es längst nicht immer nur die großen Siege, wie sie auf Instagram verrät, wo sie sich über einen weiteren Meilenstein im Leben ihrer Zukunftshoffnung ChinTonic freut.

Dort freut sie sich nämlich über den Auftritt ihres siebenjährigen Nachwuchspferdes ChinTonic beim Turnier in Baborowko. Dort ging der Contendro-Sohn seine erste Drei-Sterne-Prüfung („his first proper test“, wie Krajewski sagt). Und das mit Bravour: Nach einer guten Dressur (26,8 Minuspunkte) waren sie hindernisfehlerfrei im Cross, gingen die Sache aber entspannt an, und zum Schluss gab es noch einen leichten Abwurf im Parcours, der aber eher Pech war, wie Krajewski sagt. Am Schluss platzierten sie sich auf Rang 16 und haben damit nun die Qualifikation für die Weltmeisterschaften der jungen Vielseitigkeitspferde 2022.

Das Gelände in Le Lion d’Angers kennt ChinTonic bereits. Im vergangenen Jahr belegte er dort Rang fünf bei den Sechsjährigen. Nun darf er dort wieder an den Start gehen. Julia Krajewski schreibt: „Ich muss zugeben, ich war ziemlich gerührt, als dieser kleine Mann letztes Wochenende sein erstes Drei-Sterne-Gelände in Baborowko gemeistert hat. Ich habe ihn seit er ein Fohlen ist und habe mit ihm seither jeden Schritt gemacht. Von den Tagen als Fohlen, über seine ersten Jungpferdeprüfungen bis hin zu Platz fünf bei den Weltmeisterschaften der Sechsjährigen im vergangenen Jahr und nun seiner ersten richtigen Prüfung. Dann dieses Vertrauen und diesen Mut zu fühlen, das ist einfach besonders!“

Sie sei super stolz auf ihn und es habe sie daran erinnert, was „so cool“ daran ist, junge Pferde auszubilden.

Wie gut sie das kann, hat Julia Krajewski nun schon diverse Male unter Beweis gestellt. ChinTonics großen Bruder Chipmunk, der ja nun Fünf-Sterne-Sieger unter Michael Jung ist, hat sie vom Jungpferdealter an bis hin zur Championatsreife gebracht. Amande de B’Néville bekam sie als junges Pferd und machte aus ihr eine Olympiasiegerin. Ihr erstes Championatspferd Samourai du Thot ist ebenfalls selbst ausgebildet.

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