BuCha 2019: Erste Runde der siebenjährigen Springer und zweiter Auftritt Sechsjährige

Featurebild Springen

(© www.toffi-images.de)

Eine Springprüfung der Kl. S* mussten die siebenjährigen Springpferde als erste Qualifikation für das Warendorfer Youngster-Championat absolvieren. Knapp ein Drittel blieb fehlerfrei.

41 Paare gingen an den Start, 18 beendeten den Parcours ohne Strafpunkte. Tagesschnellster war Cellato, der braune Wallach von Cellestial, MV Calato unter Dieter Smitz. Züchter des Holsteiners ist Jörn Kusel, Besitzer Petra Niemann. Cellato kennt den Warendorfer Turnierplatz gut, 2017 belegte er als Fünfjähriger im Finale den zehnten Platz, 2018 verpasste er mit dem vierten Rang nur knapp die Medaillenränge.

Auch Diaron OLD, der Schimmelhengst von Diarado, MV Come On, ist Warendorfer „Wiederholungstäter“. Er schaffte mit seinem ständigen Reiter Patrick Stühlmeyer, was vor ihm seit Bestehen des Bundeschampionats erst zwei Pferde geschafft haben, nämlich sowohl fünf- wie auch sechsjährig Bundeschampion zu werden. Vor ihm gelang das Rosella G unter Lutz Gössing und Montebellini unter Marco Kutscher und Philipp Weishaupt. In überzeugender Manier sprang der Diaron in 62,47 Sekunden auf Rang zwei, obwohl er sich einen Galoppsprung mehr leistete als seine Konkurrenten. In der zweifachen Kombination legte er überraschend statt der vorgegebenen zwei normalen drei ganz kleine Galoppsprünge ein, überwand den Aussprung in maximaler Beweglichkeit dennoch souverän. Paul Schockemöhle freute sich über den für die Schockemöhle Hengsthaltung GmbH an den Start gehenden, von Manuela Lachnit gezogenen Athleten.

Quiwitino WZ unter Felix Hassman ist Neuling auf der Burandtwiese in Warendorf, der Holsteiner von Quiwi Dream, MV Caretino, platzierte sich an dritter Stelle (63,86 Sek.). Sören von Rönne ist Züchter, Wolfgang Zipperle Besitzer des braunen Hengstes, der schon bei den Weltmeisterschaften der jungen Springpferde in Lanaken für Furore sorgte, als er 2017 Silber gewann.

2013 wurde das Warendorfer Youngster-Championat zum ersten Mal ausgetragen, zunächst wurde pro Reiter nur ein Pferd zugelassen Dieser Reiter war auch nur dann startberechtigt, wenn er in einem anderen Championat in Warendorf ein Pferd am Start hatte. Aktuell sind pro Reiter zwei Pferde im Youngster-Championat zugelassen, die Starterzahl lässt dennoch zu wünschen übrig. So werden denn Überlegungen laut, wie man diese Prüfung attraktiver machen und die Starterzahl erhöhen kann, zumal nach dem eklatanten Rückgang der Anzahl der Springpferde insgesamt Zeit genug für ein großes Starterfeld bei den siebenjährigen Springpferden zur Verfügung steht.  Das kann sich Markus Scharmann, der erstmalig als Turnierleiter des Bundeschampionats fungiert, sehr gut vorstellen. „Dafür bin ich grundsätzlich offen“, sagt er, „wir denken darüber nach“. Auch über den Vorschlag von Paul Schockemöhle, bei den siebenjährigen Springpferden nicht mehr das „Warendorfer Youngster-Championat“ auszuschreiben, sondern auch in dieser Altersklasse ein Bundeschampionat wie bei den fünf-und sechsjährigen Springpferden. Außerdem sollte das Preisgeld deutlich erhöht werden, regt Schockemöhle an. „Wir haben bei dem Turnier auf dem Dobrock gute Erfahrungen damit gemacht. In den „Deister-Championaten“ für vier-, fünf- und sechsjährige Springpferde haben wir das Preisgeld drastisch erhöht, das hat sich sehr bewährt. Wir haben deutlich mehr Starter“.

Zweite Qualifikation Sechsjährige

Im Finale der sechsjährigen Springpferde sind laut Ausschreibung die „ zehn wertnotenbesten Paare aus beiden Qualifikationsprüfungen sowie die 25 punktbesten, noch nicht als wertnotenbeste qualifizierte Paare aus beiden Qualifikationen sowie die fünf besten Paare aus dem kleinen Finale startberechtigt“. Die Punktzahl der zweiten Qualifikation wird dabei mit 1,5 multipliziert. Das liest sich alles ganz gut, allein die Umrechnung durch die Rechenstelle in Warendorf gestaltet sich zäh. So stand denn nach Beendigung der zweiten Prüfung lediglich in der Ergebnisliste, welche Paare denn nach Fehlern und Zeit die besten waren, die Einbeziehung der Wertnoten, die jedes Pferd zusätzlich zu dem Ergebnis von Strafpunkten und Zeit erhält, noch nicht erfolgt.

Mit einem Sieg und einem zweiten Platz in den beiden Qualifikationsprüfungen setzte sich (ohne Einbeziehung der Wertnoten) Cartwright unter Richard Vogel an die Spitze der sechsjährigen Springpferde, Züchter Jost Alexander Schäfer, Besitzer Sportpferde Herbert. Der dunkelbraune Hannoveraner Wallach stammt ab von Cador, MV Quaid.

FBW Carontino As belegte zwei dritte Plätze, damit rangiert er im Gesamtergebnis an zweiter Stelle. Pascal Lindner stellte den braunen Württemberger von Coronas, MV Gralshüter, vor. Züchter des Wallachs ist Rolf Friedel, Besitzer Moritz Bauer.

In früheren Jahren stellten oft etliche Kader-Mitglieder junge Pferde beim Bundeschampionat vor, dieses Jahr sind nur zwei am Start. Einer von ihnen ist Maurice Tebbel, er ritt Copin’s Boy auf einen 13. und einen vierten Platz. Damit liegt er in der Rangierung mit dem Sohn des Copin van de Broy, MV Levisto, an dritter Stelle. Der im Besitz der Besitzergemeinschaft Tebbel, van Garrel und Weichert stehende OS-Hengst wurde gezüchtet von Stephan Remmel.

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