DSP-Kürzel für Sammy Davis jr. und Cuba Libre

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Dorothee Schneider und Sammy Davis jr., Weltmeisterschaft Tryon 2018. (© Pauline von Hardenberg)

Zwei bayerische Pferde, die sich im internationalen Sport verdient gemacht haben, dürfen zukünftig den Namenszusatz DSP tragen. Einer davon ist Mannschafts-Weltmeister Sammy Davis jr. von Dorothee Schneider. Und auch Cuba Libre, der im Parcours erfolgreich ist, darf sich nun mit einem DSP vor dem Namen schmücken.

Seit 2017 vergibt der Landersverband Bayerischer Pferdezüchter e.V. eine Sportförderung für herausragende Sportpferde aus bayerischer Zucht. Diese beinhaltet, dass die ausgezeichneten Pferde den Namenszusatz „DSP“ (Deutsches Sportpferd) tragen dürfen. So heißt zum Beispiel auch Weltmeisterin Alice von Simone Blum mit vollen Namen „DSP Alice“.

Einer, der eine Blitzkarriere hingelegt hat

Auch Sammy Davis jr. von Dorothee Schneider durfte sich nun über diese Auszeichnung freuen. Der dreizehnjährige Wallach kam bei seinen Züchtern Hans und Heidi Volkert in Georgensgemünd zur Welt. Auf der Vorauswahl für die Körung verliebte sich Tierärztin Dr. Cornelia Herbert in den San Remo-Sohn aus einer Wenckstern-Mutter. Sie bildete den Wallach bis zur Klasse S* aus und vertraute ihn kurz vor ihrem viel zu frühen Tod 2015 der Championatsreiterin Dorothee Schneider an. Bis heute steht der Wallach im Besitz ihres Bruders Matthias Herbert.

Schon ein Jahr später konnten Dorothee Schneider und Sammy das Louisdor Preis-Finale in der Frankfurter Festhalle für sich entscheiden. Die kometenhafte Karriere des schwarzen Bewegungskünstlers nahm ihren Lauf! 2017 gewann das Paar Kür-Bronze bei den Deutschen Meisterschaften und Mannschaftsgold bei den Europameisterschaften in Göteborg. Im vergangenen Jahr folgten dann Platz fünf im Weltcup-Finale und Team-Gold bei den Weltreiterspielen in Tryon – um nur die Höhepunkte in Sammys bisheriger Karriere zu nennen. Hier haben wir zehn Fakten über das „Grand-Prix-Baby“ zusammengetragen.

Ein Ankommer im Parcours

Erst neun Jahre alt ist der Braunschimmel Cuba Libre aus dem Besitz des Haupt- und Landgestüt Schwaiganger, wo er auch geboren wurde. Der Sohn des Con Spirit aus der Delphi v. Asti Spumante wurde 2014 in München-Riem gekört. Unter Helmut Schönstetter und dem Österreicher Max Kühner, die sich im Sattel von Cuba Libre abwechselten, sammelte der Hengst die ersten Erfolge in der internationalen Youngster Tour. 2016 avancierte er unter anderem zum Bayerischen Champion der sechsjährigen Springpferde. In der vergangenen Saison war der Hengst unter Kühner erstmals auch auf Fünf-Sterne-Niveau am Start.

Ganz aktuell konnte der Schimmel unter Schönstetter den Großen Preis beim Mooser Pfingstturnier gewinnen. Damit er sich auf seine Karriere im Parcours konzentrieren kann, steht der Hengst momentan nur über Tiefgefriersperma zur Verfügung. Ob die Nachkommen von Cuba Libre in seine Hufspuren treten, wird sich bald zeigen: Der erste Fohlenjahrgang des Hengstes ist 2019 drei Jahre alt.

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