CIC3* Marbach: Sara Algotsson-Ostholt lässt nichts anbrennen

Sara Algotsson-Ostholt auf Reality

(© Sara Algotsson-Ostholt auf Reality)

Die zweite Teilprüfung der Marbacher Dreisterne-Prüfung ist absolviert. Die Top Vier haben im Gelände ihre Position verteidigt – allen voran Sara Algotsson-Ostholt, die weiterhin auf Platz eins liegt. Beste Deutsche ist derzeit Josefine Schnaufer. In der Wertung des Berufsreiterchampionats führt Dirk Schrade.

In Abwesenheit des Großteils der deutschen Spitzenreiter sind die vorderen Plätze des CIC3* nach dem Gelände das erste Mal seit langem mit Teilnehmern aus den unterschiedlichsten Nationen besetzt. Dominierten sonst meistens Michael Jung, Sandra Auffarth und Ingrid Klimke das Geschehen, haben in diesem Jahr die Schwedin das Sagen. Allen voran Sara Algotsson-Ostholt. Die zierliche Reiterin steuerte ihre 12-jährige Rabino-Tochter, die für die Olympischen Spiele in Rio qualifiziert ist, souverän durch den Cross, zu jeder Zeit sicher und auch am Ende der 3380 Meter langen Strecke noch kraftvoll und energisch. „Die Prüfung war eine gute Vorbereitung für Rio“, so Sara Algotsson-Ostholt. „Dort wird das Gelände auch so hügelig sein.“ Sie blieb zwei Sekunden unter der Bestzeit und fügte somit ihrem Dressurergebnis von 36,3 Minuspunkten nichts mehr hinzu. Komfortabel ist der Abstand allerdings nicht – nur 0,2 Punkte trennen sie von der Belgierin Karin Donckers auf dem elfjährigen belgischen Wallach Fletcha van’t Verahof (36,5). Über den Vigo d’Arsouilles-Sohn wird viel gesprochen, ein großes Talent, ein Viersternepferd der nahen Zukunft. Bisher war er siegreich u.a. im CCI3* in Barroca d’Alva (POR) und in Sopot (POL) und im Nationenpreis in Strzegom (POL). Bei den Weltreiterspielen in Caen (FRA) wurde er Fünfter. „Um vorne mitzureiten, hilft es auf jeden Fall, wenn Michael Jung und Ingrid Klimke nicht am Start sind“, gab die erfahrene Championatsreiterin offen und mit einem Grinsen im Gesicht zu.

Dritte der Zwischenwertung ist ebenfalls eine Schwedin: Frida Andersen (25) stellt Herta vor, eine 14-jährige Stute v. Cortus aus der Zucht ihrer Mutter, die sie von Anfang an ausgebildet hat. Herta sei eine Diva, erzählt die Reiterin, sehr eigenwillig, aber hochmotiviert im Gelände und mit viel Qualität in der Dressur ausgestattet. Auch dieses Paar ist qualifiziert für Rio. Die Diva hatte jedenfalls keine Probleme mit den Geländesprüngen und der hügeligen Strecke auf der schwäbischen Alb. Das Paar blieb locker in der Zeit und geht mit dem Dressurergebnis von 40,2 Minuspunkten in das abschließende Springen.