Steve Guerdat fordert Änderung des Dopingreglements

Steve Guerdat am Rande des CSIO Mannheim 2015

Steve Guerdat am Rande des CSIO Mannheim 2015 (© Pauline von Hardenberg)

Olympiasieger Steve Guerdat will, dass die Regeln des Weltreiterverbands geändert werden, nachdem zwei seiner Pferde im Mai positiv auf verbotene Substanzen getestet worden waren, die Sperre gegen ihn dann aber aufgehoben und der Fall ad acta gelegt wurde.

Mitte Mai waren Guerdats Pferde Nasa und Nino des Buissonnets im Rahmen des CSIO5* in La Baule, Frankreich, positiv auf die verbotenen Substanzen Kodein und Oripavin sowie die kontrollierte Substanz Morphin getestet worden. Mit Olympiasieger Nino des Buissonnets hatte Guerdat den Großen Preis in La Baule gewonnen, wurde nach dem positiven Dopingtest aber disqualifiziert.

Im vergangenen Monat wurde Guerdat dann vom FEI Tribunal freigesprochen, da man keinen Fehler und keine Nachlässigkeit feststellen konnte. Guerdat hatte die positiven Befunde mit kontaminiertem Futter erklärt, etwas, was 2014 auch schon bei einem positiv getesteten Rennpferd der Königin von England angeführt worden war.

Dazu äußerte Steve Guerdat sich wie folgt: „Die FEI akzeptiert, dass die Umstände der Fälle außerordentlich waren und dass die Präsenz dieser drei verbotenen Substanzen in Dopingproben regelmäßig mit Kontamination durch Mohnsamen in Verbindung gebracht wird.“ Guerdat erklärte, er habe von dem Moment an, in dem er von den positiven Dopingproben erfahren hat, gewusst, dass sein Leben nie wieder dasselbe sein würde. „Die Schlagzeile wäre immer noch ,Steve Gerdat in Dopingfall verwickelt‘. Ich musste kämpfen und herausfinden, was passiert war“, ergänzte er. Sein Betrieb habe eine anstrengende Zeit durchgemacht, um zu beweisen, dass die Spuren der Dopuingsubstanzen vom Futter herrührten. „Ich wollte nicht zehn, 15, 20 Jahre lang mit einem offenen Fall im Hintergrund reiten. Ich wollte meinen Namen reinwaschen“, sagte Guerdat. 

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