Cathrine Dufour alte und neue Dänische Meisterin

Hagen – Horses and Dreams 2017

Cathrine Dufour mit Cassidy, Sieger im Grand Prix für die Kür bei den Horses & Dreams 2017. (© Lafrentz)

Einen richtig starken Auftritt haben die dänische Olympiareiterin Cathrine Dufour und Cassidy bei den Dänischen Meisterschaften in Broholm abgeliefert.

Eigentlich waren es drei richtig starke Auftritte von den einstigen U21-Europameistern Cathrine Dufour und Cassidy. Im Grand Prix kratzten sie bereits an der 80 Prozent-Marke. Im Special ließen sie diese Hürde locker hinter sich. Und in der Kür näherten sie sich gar den magischen 90 Prozent. Obwohl es bis dahin zugebenermaßen noch ein bisschen hin ist. Aber 87,725 Prozent stellen auf jeden Fall einen persönlichen Rekord für Dufour und ihren 14-jährigen Caprimond-Sohn dar (wie die Ergebnisse in Grand Prix und Special übrigens auch) sowie einen Championatsrekord. Bei den Europameisterschaften 2015 in Aachen hätte dieses Ergebnis locker für Bronze gereicht.

Silber an Agnete Kirk Thinggaard

Agnete Kirk Thinggaard und Jojo AZ waren zweitbestes Paar. Es mag ein Wermutstropfen für die Reiterin sein, dass sie nicht mit ihrem neuen Superstar Orthilia in Broholm antreten konnte, aber ihr in Ungarn gezogener 14-jähriger Wallach erzielte an diesem Wochenende ebenfalls persönliche Rekordnoten und dürfte sich somit für die EM empfohlen haben. Im Grand Prix wurden es 72,30 Prozent, im Special 74,471 und in der Kür 80,950. In Plätzen ausgedrückt waren das drei, drei und zwei.

Orthilia, die mit der Britin Fiona Bigwood 2015 und 2016 zum silbergeschmückten britischen Championatsteam gehört hatte, wechselte im Frühjahr zu Agnete Kirk Thingaard. Doch nach den ersten Auftritten der beiden unter anderem in Hagen verletzte die Stute sich auf dem Paddock und muss nun erst einmal pausieren.

Bronze nach England

Die Bronzemedaille ging an den in Großbritannien beheimateten Anders Dahl, Ehemann von Fiona Bigwood, der auch sein Pferd gehört, der 13-jährige Sandro Hit-Sohn Selten HW. Nach Platz zwei im  Grand Prix mit 73,10 Prozent folgen zwei vierte Plätze in Special (73,392) und Kür (76,250).

Dufours Nachwuchs

Für Cathrine Dufour war das Wochenende nicht allein aufgrund der Leistungen ihres Spitzenpferdes Cassidy ein Rundumerfolg. Auch ihre Nachwuchshoffnung Bohemian v. Bordeaux-Samarant lieferte konstant gute Leistungen ab. Zunächst gewann er den Prix St. Georges mit 74,035 Prozent. Dann gelang ihm in der Intermédiaire noch ein weiterer Sieg, diesmal mit 71,228 Prozent. Zweite waren hier jeweils Nanna Skodborg Merrald und Gørklintgårds Quantico.

Lediglich in der Kür mussten Dufour und Bohemian sich mit Rang vier zufrieden geben (72,917). Der Sieg ging hier an Anna Kasprzak mit ihrer Neuerwerbung Quarton v. Quaterback (74,333).

WM-Finalisten

Sowohl Quarton als auch Bohemian waren im vergangenen Jahr bei den Weltmeisterschaften der jungen Dressurpferde in Ermelo am Start, Quarton bei den Sieben- und Bohemian bei den Sechsjährigen.

Letzterer hatte sich dank des Siegs im kleinen Finale noch bis in die Endrunde vorkämpfen können. In der Qualifikation war der Westfale noch etwas zu umweltorientiert gewesen unter seiner damaligen Reiterin Katrine Kraglund. Die ist zwar Dänin, stellte den Fuchs, da in Deutschland geboren und westfälisch eingetragen, jedoch für Deutschland vor.

Quarton ging in Ermelo noch unter Yvonne Österholm, wie übrigens auch schon bei den vorangegangenen WMs in Verden. Fünfjährig verpassten die beiden das Finale. Sechsjährig belegten sie Rang 14, siebenjährig Platz 13.

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