CDI4* Wiesbaden: Kein Vorbeikommen an Isabell Werth

Isabel Werth und Don Johnson

Isabell Werth, hier bei den Europameisteschaften in Aachen, siegt im Grand Prix in Wiesbaden. (© Pauline von Hardenberg)

Isabell Werth und Don Johnsoon entscheiden den Grand Prix souverän für sich. Zweite ist Charlott-Maria Schürmann vor Hendrik Lochthowe. Im Springen ist kein Deutscher an der Spitze.

Es gibt aktuell einfach kein Vorbeikommen an ihr. Isabell Werth dominiert sowohl national als auch international die Dressur. Auf der Weltrangliste findet man sie derzeit mit gleich drei Pferden in den Top Ten wieder: Achte mit Don Johnson, Sechste mit Emilio und unangefochten an der Spitze mit Weihegold. Letztes Wochenende siegten Isabell Werth und Don Johnson schon souverän im Grand Prix und in der Kür, beides auf Fünfsterne-Niveau. Im heutigen CDI4*-Grand Prix war der Abstand mit über vier Prozent zur Zweitplatzierten wieder groß.

Einigkeit bei den Richtern

Alle fünf Richter waren sich dahingehend einig, dass Werth an die Spitze des Feldes gehört. Der Unterschied in den jeweiligen Prozentpunkten lag aber teilweise bei mehr als vier Prozentpunkten. Katrina Wüst, die in München mit dem Deutschen Reiterkreuz in Silber geehrt wurde, bewertete den Ritt mit 79,600 Prozent. Ihre Kollegin Susie Hoevenaars hingegen, vergab „nur“ 75,600 Prozent. Im Mittel pendelten sich die Prozente bei 77,900 ein. Charlott-Maria Schürmann, die in diesem Jahr wieder Mitglied der Deutsche Bank Reitsport-Akademie ist, hatte ihren 14-jährigen Breitling-Sohn Burlington dabei und ritt zu 73,640 Prozent. In der Bewertung aus der Reihe tanzte Peter Holler, der Schürmann mit 70,600 Prozent hinter Hendrik Lochthowe sah. Doch die Noten seiner Kollegen hielten dagegen, Platz zwei für Schürmann und Platz drei für Lochthowe, der den KWPN-Hengst Meggle’s Boston zu insgesamt 72,480 Prozent ritt. Vierte mit 68,400 Prozentpunkten wurde Nadine Husenbeth auf ihrer Fidermark-Tochter Florida.

Louisdor-Preis verschoben

Hagel und Starkregen sorgten dafür, dass die Dressurprüfung der Klasse M** am Mittag unterbrochen werden musste und erst um 17 Uhr wieder fortgesetzt werden konnte. Die Qualifikation zum Louisdor-Preis, die im Anschluss hätte stattfinden sollen, wurde auf Sonntag 14 Uhr verschoben.

Deutsche abgeschlagen im Springen

Um 17:30 Uhr gingen die Springreiter beim Lotto Hessen-Preis über 1,50 Meter an den Start. 21 der 37 Starter waren Deutsche. In die Platzierung schafften es lediglich vier davon. Bester Deutscher war Tim Rieskamp-Goedeking auf Rang vier. Den Sieg sicherte sich die 20-jährige US-Amerikanerin Lillie Keenan. Unter dem Sattel hatte sie aber nicht ihre neueste Errungenschaft Fibonacci, sondern den elfjährigen Hannoveraner Super Sox. 66,28 fehlerfreie Sekunden bedeuteten den Sieg vor Emanuele Gaudiano (ITA), der mit dem achtjährigen Jasper mit 66,79 Sekunden dicht dran war. Dritter wurde der Luxemburger Christian Weier auf Global. Ebenfalls fehlerfrei aber mit 69,86 Sekunden deutlich langsamer als Keenan und Gaudiano. Minimal hingegen war der Abstand zum viertplatzierten Tim Rieskamp-Goedeking. Er brauchte auf Quapitola de Beaufour 69,93 Sekunden.