CHIO Aachen: Deutschland führt in Dressur-Nationenpreis trotz kaputter Zweierwechsel und bockendem Cosmo, Werth siegt

Nach bärenstarkem Auftakt mit guten Trabverstärkungen und Traversalen und Piaffen, die noch besser waren als die bei den Deutschen Meisterschaften in Balve, erwischte es ihn in den Zweierwechseln dann eiskalt.

Pauline von Hardenberg

Da war noch alles gut ….  Foto: Pauline von Hardenberg (© Pauline von Hardenberg)

 

Pauline von Hardenberg

Plötzlich ging nichts mehr: Sönke Rothenberger und Cosmo    Foto: Pauline von Hardenberg

Denn der neunjährige KWPN-Wallach machte allerlei interessante Bocksprünge, aber selbst die wohltuendsten Juroren vermochten nicht den Ansatz von fliegenden Wechseln zu erkennen: Viermal eine Eins, dreimal eine Zwei. Und dann misslang auch noch die Zickzack-Traversale. Der 21-Jährige lächelte das weg: „Mein Pferd war selten so gut drauf wie heute, die Wechsel hat er nicht auf dem Schirm gehabt.“ Ganz bewusst, so der potenzielle Olympiastarter, habe er auf Risiko gesetzt. „Cosmo kann Neunen und Zehnen, da wollen wir hin. Ich wollte keine langweilige Runde drehen.“ Wie sagt man da? Mission accomplished!

Pauline von Hardenberg

Da war noch alles in Ordnung: Sönke Rothenberger und Cosmo     Foto: Pauline von Hardenberg (© Pauline von Hardenberg)

Langweilig war das nicht. Interessanterweise war es das erste Mal, dass Rothenberger seinen Wallach nicht mit Helm, sondern mit Zylinder vorgestellt. „Das wollte die Mannschaftsleitung so, ich war extra noch beim Hutmacher zum Anpassen.“ Die 75,6 Prozent im Endresultat zeigten, wie schwer sich die Richter mit dem Ritt getan haben. Bocken und Widerstand – für den holländischen Richter Eduard de Wolff van de Westerrode waren auch das noch 78,1 Prozent, während der Brite Clarke mit 72,7 die Kombination auf Position elf einrangiert hatte.

Pauline von Hardenberg

„Die Wechsel nicht auf dem Schirm gehabt“, Sönke Rothenberger und Cosmo    Foto: Pauline von Hardenberg

Es folgten viele Pferde, die mit engen Hälsen vorgestellt wurden. Die wenigsten zeigten in den starken Tempi auch nur den Ansatz einer Rahmenerweiterung. Schwebetritte hingegen waren gern genommen. Und wurden hoch bewertet. Sechster wurde der Spanier Severo Jesus Jurado Lopez, Bereiter im Stall Helgstrand, mit dem Fuchs Lorenzo – ein Pferd, das die Beine hochreißt, und die Oberlippe verdächtig vorstreckt, dabei fast wie ein Tapir aussieht, ein aufgemischter (74,357, Platz sechs).

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