Lier: Grand Prix Special an Charlotte Fry, Dorothee Schneider Dritte, Kür an Marieke van der Putten

Glamourdale Stefan Lafrentz

Glamourdale und Charlotte Fry (GBR) (© www.sportfotos-lafrentz.de)

Über ein halbes Jahr war der ehemalige Weltmeister der jungen Dressurpferde Glamourdale nicht mehr auf einem internationalen Turnier unterwegs. Das Comeback gelang unter der Britin Charlotte Fry aber sehr gut. Mit teuren Fehlern wurde Dorothee Schneider Dritte. Die Grand Prix Kür entschied Marieke van der Putten (NED) für sich.

Nach einem zweiten Platz im Grand Prix Special von Aachen im September 2021 war es zunächst still geworden um den imposanten Lord Leatherdale-Sohn Glamourdale. Dieses Wochenende starteten der nun elfjährige Rapphengst und seine 26-jährige Reiterin erfolgreich in die Saison 2022. Hatten sie am Samstag im Grand Prix noch hinter Juliette Ramel und Dorothee Schneider gelegen, wussten sie beide Konkurrentinnen heute hinter sich zu lassen. Mit insgesamt 78,681 Prozent setzten sie als letztes von acht teilnehmenden Paaren einen Schlussakkord nach Maß.

Mit dem 16-jährigen Routinier Buriel rangierte Juliette Ramel (SWE) somit an zweiter Stelle mit 76,468 Prozent. Dorothee Schneiders First Romance bestritt heute den erst zweiten internationalen Grand Prix Special seines Lebens. Fehler in den Zweierwechseln kamen dem nun zwölfjährigen Fürst Romancier-Sohn und der Reitmeisterin jedoch teuer zu stehen: 74,362 Prozent, Rang drei. In den sozialen Medien zeigte sich Dorothee Schneider aber höchst zufrieden mit der Leistung von „Roman“: „Er hat seine wirklich Sache großartig gemacht! Man merkt dass er sich immer besser auf seine Aufgaben konzentriert und damit sein volles Potenzial mehr und mehr ausschöpfen kann.“

Matthias Alexander Rath und Foundation wurden Siebte mit 70,447 Prozent.

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Grand Prix Kür an Marieke van der Putten

In der anschließenden Grand Prix Kür auf Vier-Sterne-Niveau hängte das jüngste Pferd der Prüfung alle anderen ab. Der zehnjährige Torveslettens Titanium v. Totilas hatte sich in diesem Jahr bereits im Grand Prix vom CDI Le Mans weit vorne platzieren können. In der Kür hatte es jedoch nur für Platz neun gereicht. Heute aber gab es den ersten Sieg in einer internationalen Grand Prix Kür und ein persönliches Bestergebnis mit 75,630 Prozent für den Hengst unter der Niederländerin Marieke van der Putten. Allerdings war es auch erst die zweite internationale Grand Prix Kür überhaupt für den beim Dänischen Warmblut registrierten Hengst aus einer Stedinger-Mutter.

Auch in dieser Prüfung hatten zwei Routiniers das Nachsehen. Der Brite Richard Davidson und sein 16-jähriger Bubblingh v. Lingh zeigten eine Kür, die von den Richtern mit 75,285 Prozent bewertet wurde. Platz drei ging an die Belgierin Larissa Pauluis mit Flambeau v. Ampere und 74,840 Prozent, gefolgt von Andrea Timpe mit dem 19-jährigen Don Darwin v. Blue Hors Don Schufro mit 74,075 Prozent.

Ebenso noch platzieren konnte sich die Deutsche Britta Rasche-Merkt mit Xerez und 73,305 Prozent. Zwischen Timpe und Rasche-Merkt schob sich noch Kazuki Sado aus Japan im Sattel von Barolo und dem Ergebnis von 73,380 Prozent.

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