Lyon: Grand Prix für die Weltcup-Kür an Werth und Emilio, Kittel mit neuem Pferd dahinter

Auf jeden Fall einer für ganz oben: Emilio unter Isabell Werth.

Emilio unter Isabell Werth. (© Toffi)

Die Weltcup-Saison der Dressurreiter geht in die zweite Runde der Westeuropa-Liga, diesmal in Lyon, Frankreich. Isabell Werth zeigte sich auch mit Emilio stark. Aber nicht unschlagbar, wie die Bewertungen der Richter vermuten lassen. Patrik Kittel hatte ein erfolgreiches Debüt mit seinem neuen Crack im Stall.

Mit 75,326 Prozent gewannen Isabell Werth und ihr zwölfjähriger Westfale Emilio v. Ehrenpreis den Grand Prix von Lyon. Dabei hatte lediglich ein Richter sie auch tatsächlich auf Rang eins gesehen: Katrina Wüst bei B, die dem Paar allerdings auch „nur“ 74,239 Prozent gab. Die Dänin Susanne Baarup bei H sah sie mit 74,130 Prozent auf dem dritten Rang. Isabelle Judet bei E (75,326), Andrew R. Gardner bei C (76,630) und Francis Verbeek bei M (76,304) hatten sie jeweils auf dem zweiten Rang.

Patrik Kittel hat vor kurzem den Hannoveraner Hengst Delatio v. De Niro-Rubinstein von Emile Faurie übernommen. Unter dem Briten hatte der Rappe sich in der vergangenen Saison fürs Weltcup-Finale qualifizieren können, konnte dort dann aber nicht teilnehmen, weil er sich verletzt hatte. Nun geht er also unter dem Schweden Patrik Kittel. Das Debüt verlief viel versprechend: Rang zwei mit 74,783 Prozent und zwei Richter, die das Paar an vorderster Stelle sahen: Isabelle Judet (76,087) und Francis Verbeek (76,739). Chefrichter Andrew Gardner bei C hingegen sah sie nur auf dem fünften Rang (73,913).

Von Platz acht bis eins reichten die Bewertungen für das Paar auf dem dritten Platz, Dorothee Schneider und Sammy Davis Jr. Hier war es Isabelle Judet, die die beiden „tief“ hatte: 70,870 Prozent. Susanne Baarup und Andrew Gardner hingegen hätten die Mannschaftsweltmeister an vorderster Stelle gesehen mit 74,565 bzw. 76,739 Prozent.

Zweibeinige Debütanten

Einen super Einstand in der Weltcup-Serie der Westeuropa-Liga hatte der noch nicht ganz 21-jährige Spanier Juan Matute Guimon. Weltcup-Küren hat er schon mehrere geritten, aber immer nur in Wellington, Florida. Nun wagte er sich auch an die ganz große Konkurrenz heran und schlug sich wacker: Rang fünf mit 72,413 Prozent, gleichauf mit dem Finalsieger von 2016, Hans Peter Minderhoud auf Zanardi.

Weniger gut lief es für die 25-jährige Anne Meulendijks, eine der erfolgreichsten Nachwuchsreiterinnen der Niederlande. Mit ihrem Erfolgspferd Avanti hatte sie im vergangenen Jahr den Sprung ins Seniorenlager geschafft und wollte in Lyon ihre erste Weltcup-Kür reiten. Doch daraus wird nichts. Sie wurde abgeklingelt, weil die Richter Blutspuren im Schaum am Maul des Pferdes sahen. Meulendijks betonte indes gegenüber horses.nl, sie habe keine Verletzung bei ihrem Pferd finden können.

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