München: Comeback für Showtime 2.0, neue Bestleistung für Escolar

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Dorothee Schneider und Showtime beim CHIO Aachen 2018. (© Pauline von Hardenberg)

Eine Reiterin wollte heute in München gar nicht mehr aus dem Strahlen herauskommen: Dorothee Schneider. Mit Showtime gewann sie den Grand Prix, gefolgt von Hubertus Schmidt mit einem Pferd, das ganz viel Potenzial für große Aufgaben mitbringt.

Schon heute Vormittag hatte Dorothee Schneider mit ihrem Sammy Davis Jr. eine neue Bestleistung im Grand Prix Special der CDI3*-Tour auf das Viereck gezaubert. Und auch den anschließenden Fünf-Sterne-Grand Prix konnte sie in einen Sieg ummünzen. Dabei saß sie ihm Sattel ihres vierbeinigen Olympiasiegers, dem inzwischen 13-jährigen Showtime. Der hatte nach dem CHIO Aachen 2018 lange Zeit pausieren müssen, feierte erst im April sein siegreiches Comeback in Ebreichsdorf. Heute bewies er erneut: Showi is back!

Gleich für den ersten starken Trab gab es viermal die Note 9,0 von den Richtern. Für die Passage, in der ein Tritt wie der andere gelang, zückten diese sogar zweimal die Höchstnote 10,0. In den Einerwechseln verlor der Sandro Hit-Sohn einmal den Faden – ansonsten hätten heute sicher auch mehr als 80 Prozent auf der Tafel stehen können. So waren es am Ende 79,783 Prozent und der deutliche Sieg im Grand Prix. Am Sonntag wird das Paar in der Kür an den Start gehen.

Neue Bestleistung für Escolar

Einen richtig guten Tag hatte heute auch Reitmeister Hubertus Schmidt. Zunächst gelang ihm mit Bonamour der Sieg in der Einlaufprüfung für den Louisdor Preis, dann folgte Platz zwei mit Escolar in dessem ersten Grand Prix auf CDI5*-Niveau. Noch im Dezember hatte der zehnjährige Estobar-Nachkomme Platz vier im Louisdor Preis-Finale belegen können, jetzt mischt der ehemalige Bundeschampion bereits ganz oben mit.

Für eine Bergauf-Galoppade, die ihresgleichen sucht, erhielt der hoch elastische Westfale zweimal die 10,0 in der Verstärkung. Insgesamt zeigte Escolar eine beeindruckende Galopptour und bewies: Das ist einer für die Zukunft! Diesen Gedanken sah man Hubertus Schmidt förmlich an, als er gar nicht mehr aufhören konnte, seinen Hengst nach der Prüfung zu loben. 77,913 Prozent und damit eine neue Bestleistung im Grand Prix für Escolar waren das Ergebnis.

Dalera BB vor Emilio

Ein bisschen war heute der Wurm drin, zumindest was die Wechseltouren anging: Jessica von Bredow-Werndl und Dalera kamen mit 77,087 Prozent auf Platz drei. Zum Ende der Zweierwechsel erschrak sich die Trakehner Stute, wollte kurz losstürmen. Das kostete viele Punkte, die das Paar auch mit einer nahezu perfekten Schlusslinie nicht ganz wieder aufholen konnte. Schon im Grand Prix Special war der Mannschafts-Weltmeisterin ein Wechselfehler mit Zaire unterlaufen. Ansonsten zeigte aber auch „Dancing Queen“ Dalera heute, dass die nächsten Championate gerne kommen dürfen.

Platz vier ging an Isabell Werth und Emilio, die mit 74,5 Prozent aus dem Viereck kamen. Der 13-jährige Ehrenpreis-Sohn stand heute ziemlich unter Strom, das wurde schon im Halten vor dem Rückwärtsrichten deutlich. Die im Schritt aufgebaute Spannung ließ er mit einem kleine Bocksprung beim Übergang in die Passage heraus. In den Einerwechseln schlich sich ein weiterer Fehler ein.

Für Benjamin Werndl und seinen Louisdor Preis-Zweiten Famoso bedeuteten 73,783 Prozent Platz vier. Dahinter rangierte Lisa Müller, Ehefrau von Bayern München-Star Thomas Müller, an fünfter Stelle. Für die Schülerin von Isabell Werth war es der erste Start auf Fünf-Sterne-Niveau. Im Sattel von Stand by me kam sie auf 73,783 Prozent – ein gelungener Einstand.

Alle Ergebnisse aus dem Grand Prix finden Sie hier.

 

 

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