Ornago: Grand Prix-Siege für Jessica von Bredow-Werndl und Matthias Alexander Rath

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Jessica von Bredow-Werndl und Ferdinand BB in München 2021 (© Hubert Fischer)

Im italienischen Ornago findet dieses Wochenende ein CDI statt, bei dem unter anderem Jessica von Bredow-Werndl, Matthias Alexander Rath und Shona Benner mit Neuzugang Schöne Scarlett bei den Junioren am Start sind.

Jessica von Bredow-Werndl stellte ihr zweites Olympiakader-Pferd Ferdinand BB im Grand Prix für die Kür vor. Sie siegten mit fast fünf Prozent Vorsprung. 75,217 Prozent gab es für die beiden – trotz Fehlern in den zweifach zählenden Einerwechseln. Highlight waren Piaffen und Passagen, letztere mit Noten bis 8,5.

Platz zwei ging an die Schweizerin Estelle Wettstein auf dem zwölfjährigen Quaterback-Sohn Quaterboy (70,652) vor Matthias Alexander Rath und Foundation (70,478).

Special Tour

Im Grand Prix für den Special waren Matthias Alexander Rath und Destacado das Maß der Dinge. Der nun neunjährige Hannoveraner Ex-Bundeschampion, Vize-Weltmeister und Burg-Pokal Sieger musste das Louisdor-Preis Finale Ende 2021 ja ausfallen lassen. Aber er hatte ja schon in der Saison davor einige Grand Prix-Erfahrung gesammelt. Heute meldete er sich mit 71,913 Prozent zurück im Geschäft.

Auch hier ging der zweite Platz an Estelle Wettstein, diesmal im Sattel des niederländischen Johnson-Sohnes Great Escape Camelot (70,304). An dritter Stelle reihte sich mit Antonella Joannou auf dem Dressage Royal-Sohn Dandy de la Roche eine weitere Schweizerin ein (69,609).

Intermédiaire II an Raphael Netz

U25-Europameister Raphael Netz hat Exclusive BB mit nach Ornago genommen, seine Nummer zwei im Stall hinter Spitzenpferd Elastico. Der zwölfjährige Hannoveraner Edward-Sohn ist im Drei-Sterne-Bereich noch nicht allzu erfahren. International war das heute erst sein zweites Turnier auf diesem Niveau. Es wurde der erste Sieg mit den bei weitem besten Punkten der bisherigen CDI-Auftritte: 73,235 Prozent.

Platz zwei holten Carl-Lennart Korsch und der Rheinländer San Amour-Sohn San Ravallo, der übrigens ein Halbbruder des Fidertanz ist. Die beiden haben dieselbe Mutter, die Ravallo-Tochter Reine Freude. Deren Tochter Vaiana v. Veneno brachte wiederum den westfälischen Reservesieger Escaneno, dem das Körurteil wegen eines positiven Dopingbefundes aberkannt worden war, der aber jüngst nach Wiedervorstellung dann doch gekört wurde. Sein „Großonkel“ San Ravallo hatte heute 69,510 Prozent erhalten.

Dritte wurde Léonie Guerra aus Liechtenstein auf dem Oldenburger De Niro-Sohn Dharkan (69,069).

Prix St. Georges

In der kleinen Tour gab es im Prix St. Georges einen Schweizer Doppelerfolg und Olympiasiegerin von Bredow-Werndl wurde Dritte. Der Sieg ging an Andrina Suter im Sattel des Hannoveraner Dimaggio-Sohnes Del Curto. 74,559 Prozent hatten die Richter dem neunjährigen Wallach gegeben. Exakt ein Prozent weniger waren es bei Charlotte Lenherr und dem zwölfjährigen Trakehner Löwenstern v. Imperio, Rang zwei.

Jessica von Bredow-Werndl und die ebenfalls neunjährige Oldenburger Stute Forsazza de Malleret v. For Romance wurden mit 70,588 Prozent Dritte.

In derselben Prüfung ging auch eine ehemalige Bundeschampionatsfinalistin: die nun achtjährige Westfalen-Stute Evita v. Escolar. Sie war dreijährig unter Manuela Nitschke Siebte beim Reitpferde-Bundeschampionat. In Ornago wurde sie von der Schweizerin Delia Eggenberger vorgestellt, erhielt 67,529 Prozent und wurde damit Sechste von 14 Paaren.

Junioren

Bei den Junioren hatten Shona Benner und die Hannoveraner Stute Schöne Scarlett ihren ersten internationalen Turnierauftritt. Die Scolari-Tochter war ja zuvor von Benners Trainerin Helen Langehanenberg ausgebildet worden und war mit ihr unter anderem Zweite im Finale des Nürnberger Burg-Pokals geworden. Erst vor kurzem hatten Trainerin und Reiterin bekannt gegeben, dass Shona Benner Schöne Scarlett nun erst einmal weiter reiten soll. Sie steht nach wie vor im Besitz der Züchterfamilie Bouws.

Vor Ornago waren Shona Benner und Schöne Scarlett bereits einmal Dritte in einer Dressurprüfung Klasse M** in Ankum gewesen. Und Rang drei wurde es auch heute wieder. 72,424 Prozent gab es für die beiden. Gar nicht so viel besser waren sowohl Benners zweites Eisen im Feuer, der Westfalen-Hengst Velvet v. Van Vivaldi (72,677), und das Siegerpaar, Österreichs Florentina Jöbstl auf Floortje (72,828).

Auch in dieser Prüfung ging ein Pferd, das in Deutschland gut bekannt ist: der achtjährige Hannoveraner Hengst Quando Unico v. Quantensprung-Fidertanz. Mit Simone Pearce im Sattel war er 2022 Vierter bei den Weltmeisterschaften der siebenjährigen Dressurpferde in Verden. Seit Anfang des Jahres steht er nun im Besitz der Schweizer Junioren-Reiterin Tallulah Lynn Nater. Die stellte ihn auch in Ornago vor und belegte Rang fünf mit 70,859 Prozent.

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