Rotterdam: Edward Gal gewinnt Grand Prix vor zwei Schweden

pvh-180414-WCF-Paris-dressur-913945 gal

Zonik unter Edward Gal beim Weltcup-Finale in Paris, wo die beiden Achte wurden. (© www.paulinevonhardenberg.com)

Der Nationenpreis der Dressurreiter beim CHIO Rotterdam wird in Grand Prix, Special und Kür ausgetragen. Im Grand Prix waren alle Reiter am Start. Wer dann Special reitet und wer Kür, bestimmen die Teamchefs. Heute gab es das erste Kräftemessen.

Das ging zugunsten von Edward Gal auf dem zehnjährigen Dänischen Warmblüter Zonik v. Zack aus. Der Hengst kam mit 76,957 Prozent aus dem Viereck. Zweite wurde die schwedische EM-Fünfte Therese Nilshagen im Sattel des elfjährigen Oldenburger Hengstes Dante Weltino v. Danone, die es auf 76,152 Prozent brachte.

Auch Rang drei war schwedisch besetzt mit Patrik Kittel im Sattel der zehnjährigen in der Schweiz gezogenen Stute Well Done de la Roche v. Fürstentraum. Die Stute geht ihre zweite Grand Prix-Saison. Die 75,804 Prozent von heute sind persönlicher Rekord.

Auf Rang vier reihte sich mit Emmelie Scholtens im Sattel des UB40-Sohnes Apache wieder eine Niederländerin ein. Sie trug mit 74,261 Prozent zum Mannschaftsergebnis der Gastgeber bei.

US-Reiter auf fünf bis sieben

Das US-Sternenbanner leuchtete auf drei Plätzen hintereinander. Steffen Peters und sein designiertes Weltmeisterschaftspferd Rosamunde v. Rock Forever wurden mit 74,130 Prozent Fünfte, gefolgt von Adrienne Lyle und dem Hannoveraner Hengst Salvino v. Sandro Hit (73,913) und Kasey Perry-Glass auf Goerklintgaards Dublet (73,065).

An achter Stelle folgte Hans Peter Minderhoud auf seinem potenziellen neuen Teampferd Dream Boy. Der Vivaldi-Sohn wurde heute mit genau 73 Prozent bewertet.

Die deutschen Ergebnisse

Im deutschen Team ist die Stimmung hervorragend, meldete Anabel Balkenhol aus Rotterdam. Sie lieferte auf ihrem Trakehner Hengst Heuberger v. Imperio das beste Ergebnis für die dreiköpfige Mannschaft. Mit 71,50 Prozent konnte sie sich knapp gegen die Schwedin Juliette Ramel im Sattel des KWPN-Wallachs Buriel K.H. v. Osmium durch, die mit 71,497 Prozent Zehnte wurde.

Anabel Balkenhol ließ noch einige Promis mehr hinter sich, so beispielsweise auch die jahrelang beste Schwedin Tinne Vilhelmson-Silfvén auf Paridon Magi sowie der niederländischen Weltcup-Sechsten Madeleine Witte-Vrees auf Cennin. Für diese beiden ist Rotterdam der erste internationale Auftritt seit Paris.

Mitgefiebert haben alle mit dem Nationenpreis-Neuling Frederic Wandres und seinem Louisdor Preis-Finalist 2017, Duke of Britain. Sie schlugen sich gleich zu Anfang der Prüfung gut mit 70,239 Prozent.

Kathleen Keller und der Oldenburger San Royal v. San Remo wurden mit 68,696 bewertet.

Auch interessant

Mannschaftswertung

Für den Nationenpreis zählen nicht wie sonst üblich die Prozentpunkte der Paare, sondern die Platzierungen. Das bedeutet, wer die wenigsten Punkte hat, gewinnt. Aktuell führen die Niederlande mit zwei Punkten Vorsprung (13) vor den Schweden (15) und den USA (18).

Springen

Das Highlight heute im Parcours, ein 1,55 Meter-Springen mit Stechen, ging dank Philipp Weishaupt und Lesson Peak nach Deutschland. Der zwölfjährige Holsteiner Wallach v. Lord Z, neu im Beritt von Philipp Weishaupt, drehte die mit Abstand schnellste Runde im mit ganzen 16 Paaren besetzten Stechen, von denen allerdings nur sechs ein zweites Mal null blieben. An Lesson Peaks 36,61 Sekunden kam jedoch keiner heran.

Philipp Weishaupt hatte Lesson Peak erstmals in der Zwei-Sterne-Tour in Balve eingesetzt. Der Wallach war zuvor von dem Kanadier Ben Asselin geritten worden.

Luciana Diniz (POR) und die zehnjährige Winningmood-Tochter Isabeau sprangen in 38,42 Sekunden auf den zweiten Platz, gefolgt von Schwedens Henrik von Eckermann und dem nun 16-jährigen Cento-Sohn Cantinero (38,56).

Sowohl Marcus Ehning mit Pret a Tout als auch Laura Klaphake auf Bantou Balou verpassten das Stechen lediglich aufgrund eines Zeitfehlers im Umlauf. Dafür platzierten sie sich im Eröffnungsspringen.

Das Eröffnungsspringen im Parcours ging heute an den Iren Denis Lynch im Sattel des zehnjährigen Nabab de Reve-Sohnes Cadeau de Muze. Zweiter wurde der Brasilianer Luiz Francisco de Azevedo auf der Stute Dance v. Thunder van de Zuuthoeve, gefolgt von Hollands Maikel van der Vleuten mit dem erst achtjährigen Beauville Z v. Bustique.

Bester Deutscher war dahinter auf Rang vier Marcus Ehning mit dem Westfalen Hengst Comme il Faut. Ebenfalls fehlerfrei blieben Markus Beerbaum und Laura Klaphake mit ihren Nationenpreispferden Cool Hand Luke und Catch Me If You Can.

Philipp Weishaupt und Chacon hatten auch keinen Hindernis-, aber einen Zeitfehler. Hans-Dieter Dreher und Berlinda sammelten sieben Fehler.

Alle Ergebnisse aus Rotterdam finden Sie hier.

St.GEORG NEWSLETTER

Schnell, aktuell und auf einen Blick wissen, was Sache ist!
Das bietet der St.GEORG Newsletter.