Zeeland: Platz zwei beim ersten internationalen U25-Start für Hannah Erbe

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Hannah Erbe und Carlos bei den Junioren-Europameisterschaften 2016 in Oliva. Hannah ist die älteste von drei Schwestern, die allesamt in den Nachwuchskadern vertreten sind. (© FEI/de Koster)

Die 19-jährige Hannah Erbe sieht ihrer ersten Saison im U25-Lager entgegen mit ihrem Carlos, der auch erst seit einem halben Jahr Grand Prix geht. Ihre Feuertaufe haben die beiden dieses Wochenende in Zeeland, Niederlande. Teil eins hat schon mal geklappt.

Dass sie in der Königsklasse angekommen sind, hatten Hannah Erbe und Carlos – seit diesem Jahr Mitglied der Deutsche Bank Reitsport-Akademie – schon anlässlich des Sichtungslehrgangs zum Piaff Förderpreis 2018 demonstriert, wo sie die höchstbewertete Aufgabe zeigten.

Jetzt in Zeeland trafen sie direkt auf internationale Konkurrenz. Und hoch erfahrene noch dazu. Der Sieg in der ersten Prüfung, der Intermédiaire II, ging mit 73,088 Prozent an die Niederländerin Maxime van der Vlist auf Bailey. Die beiden hatten im Rahmen des CHIO Aachen 2017 zum siegreichen U25-Nationenpreisteam gehört und anschließend auch zur Mannschaft bei den Europameisterschaften dieser Altersklasse in Lamprechtshausen. Schon seit 2015 sind die beiden im U25-Zirkel unterwegs.

Neuling Hannah und ihr Supertalent Carlos, achtfache Goldmedaillengewinner bei U18- und U21-Europameisterschaften, kamen bei ihrer internationalen Intermédiaire II-Premiere auf 72,588 Prozent. Erst seit einem guten halben Jahr wird Carlos überhaupt auf Grand Prix-Niveau gearbeitet. Damit angefangen hatten Hannah und ihr Trainer Heiner Schiergen, nach der EM in Roosendaal (wo sie theoretisch auch noch bei den Junioren hätten reiten können). Schiergen qualifizierte sich mit dem Carabas-Sohn für das Louisdor Preis-Finale und wurde nach einer total verpatzten Einlaufprüfung am Ende Vierter.

Dritte in der Intermédiaire II wurde die Britin Charlotte Fry auf Dark Legend mit 71,794 Prozent. Die beiden Junge Reiter-Europameister von 2016, Jeanine Nieuwenhuis und die KWPN-Stute Athene, ebenfalls Teil der niederländischen Mannschaft bei den U25-Europameisterschaften in Lamprechtshausen, belegten Rang vier (69,706).

Prix St. Georges an Charlotte Dujardin

Für Olympiasiegerin Charlotte Dujardin dürfte der CDI Zeeland dieses Jahr besonders spannend sein. Heute Mittag stellt sie dort erstmals ihre Zukunftshoffnung Mount St. John Freestyle in einem internationalen Grand Prix vor, nachdem sie auf nationaler Bühne ein 81 Prozent-Debüt gegeben hatten.

Aber gestern ging es erst einmal entspannt los mit dem Prix St. Georges, den Dujardin souverän gewinnen konnte. Sie saß im Sattel der achtjährigen KWPN-Stute Florentina v. Vivaldi, die ihr selbst gehört und die ihrem Muttervater Rubels die schöne Schimmelfarbe verdankt. Auch für sie war es das erste internationale Turnier. Wobei die beiden auf nationaler Bühne schon viel Erfahrung haben. 77,647 Prozent waren eine Hausnummer, an der der Rest des Feldes sich die Zähne ausbiss.

Zweiter wurde Robin van Lierop für die Niederlande im Sattel der neunjährigen Rheinländer Stute Finja v. Flatley-Rotspon (71,471). Patrick van der Meer und der achtjährige KWPN-Hengst First Apple v. Vivaldi, Vierte der Weltmeisterschaften der siebenjährigen Dressurpferde in Ermelo 2017, belegten diesmal Rang drei mit 70,735 Prozent.

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