Kent Farringon wird World’s Best Rider 2017 – Stute HH Azur als bestes Pferd ausgezeichnet

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Alles, außer gewöhnlich ist diese Dame: HH Azur v. Thunder vd Zuuthoeve unter McLain Ward. (© Pauline von Hardenberg)

Die Fédération Equestre Internationale (FEI) und Uhrenhersteller Longines haben gemeinsam einen neuen Award ins Leben gerufen. Erste Preisträger sind US-Amerikaner Kent Farrington und die Stute HH Azur, mit der McLain Ward im letzten Jahr den Weltcup gewinnen konnte.

Kent Farrington darf sich künftig mit dem Titel „Longines FEI World’s Best Rider 2017“ schmücken. Und Azur, Erfolgspferd von US-Reiter McLain Ward, wurde als „Longines FEI World’s Best Horse 2017“ benannt. Der jeweils erfolgreichste Reiter und das erfolgreichste Pferd eines Jahres sollen zukünftig mit dem Award ausgezeichnet werden. Ziel ist es, herausragende Leistungen im Springsport zu ehren. Die Preisverleihung fand gestern in historischem Ambiente im Rathaus von Paris statt, parallel zur Auslosung der Startreihenfolge für die Weltcup-Finalprüfungen. 

Auf der Weltrangliste ganz vorne

Kent Farrington war in den letzten Monaten nicht von Platz eins der Weltrangliste der Springreiter zu verdrängen. Schon seit Mai 2017 belegt der US-Amerikaner die Spitzenposition. Allerdings ist sein Vorsprung nun deutlich geschrumpft – Grund dafür ist eine Verletzung am Bein, die er sich Mitte Februar bei einem Sturz vom Pferd zugezogen hatte. Beim Winter Equestrian Festival in Wellington (USA) bockte Wallach Lucifer seinen Reiter ab. Im Sattel werden wir den 37-Jährigen beim Weltcup-Finale also leider nicht sehen.

Dennoch hat Farrington Grund zur Freude, denn besser hätte die vergangene Saison für ihn kaum laufen können. Auf Sherkan D’Amaury gewann er beispielsweise den Rolex Grand Prix bei der Royal Windsor Horse Show (GBR) und strich 75 000 Euro Preisgeld ein. Siege im Großen Preis von Valence (FRA), bei der zweiten Station des Rolex Grand Slams in Spruce Meadows (CAN) und in Genf (SUI) folgten. Besonders auf Erfolgspferd Gazelle war er oft unschlagbar schnell im Stechen unterwegs. Die Stute wurde ihrem Namen häufig mehr als gerecht.

Mit insgesamt 3313 Punkten im Longines Ranking für 2017, sammelte er deutlich mehr Punkte als Niederländer Harrie Smolders. Dieser wurde mit 2953 Punkten Zweiter im Ranking. Dahinter landete US-Amerikaner McLain Ward (3313 Punkte), der beim Weltcup-Finale am Wochenende seinen Vorjahressieg verteidigen will.

Longines

Kent Farrington bei der Preisverleihung in Paris. Es gratulierten Ingmar De Vos (links), Präsident der FEI, und Longines-Marketingchef Juan-Carlos Capelli (rechts). (© Longines)

Bestes Pferd in 2017

Unschlagbar beim Weltcup-Finale in Omaha (USA) letztes Jahr waren Stute Azur und ihr US-amerikanischer Reiter McLain Ward. Die braune Argentinus-Enkelin leistete sich keinen einzigen Fehler, so dass ein Stechen um den Sieg überflüssig war. Azur ist in das belgische Stutbuch eingetragen und inzwischen 12 Jahre alt. Bei der Preisverleihung wurde sie ihrem Reiter McLain Ward und von Miteigentümer François Mathy vertreten. Letzterer besitzt 50 Prozent an der Stute, die andere Hälfte gehört der Double H Farm, die auch Hauptsponsor von Ward ist.

Der Brasilianer Pedro Nolasco brachte die Stute in den Sport, zwischenzeitlich saß auch Diego Perez Bilbao (ESP) in ihrem Sattel. Anfang 2015 wechselte die mächtig springende Braune dann in den Stall von McLain Ward. Auch wenn dieser am Anfang gar nicht so überzeugt von der Stute war, sind die beiden schnell zu einem starken Team zusammengewachsen. Nach einer überaus erfolgreichen Saison in 2017, mit Siegen in Wellington (USA) und eben beim Weltcup-Finale, wurde die Stute auch zum erfolgreichsten US-Pferd des Jahres gewählt.

Modus und Preise

Während bei den Reitern danach entschieden wurde, wer über die Saison hinweg die meisten Punkte auf der Weltrangliste hatte sammeln können, zählten bei den Pferden jeweils die zehn besten Turnierergebnisse im Ranking. Die Weltrangliste, auch als Longines Ranking bezeichnet, basiert auf den Ergebnissen aller Grand Prix-Springen, Weltcup-Turniere und im FEI Nationenpreis. Ebenfalls gewertet werden die Europa- und Weltmeisterschaften, für die es – ebenso wie für die Finalprüfungen von Weltcup und Nationenpreis, sogar doppelt Punkte gibt.

Kent Farrington und François Mathy, Miteigentümer von Azur, erhielten jeweils eine hochwertige Uhr aus dem Hause Longines und eine Trophäe in Form einer gläsernen Sanduhr, die dem Firmenlogo nachempfunden wurde.

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