CSI5* Riad: Erster Weltcup-Sieg für Christian Kukuk und Mumbai

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V.l.n.r.: Daniel Deußer, Christian Kukuk und der Belgier Jos Verlooy auf dem Podium in Riad. (© Screenshot/ ClipMyHorse.TV)

Beim Weltcup-Springen in Riad gaben die deutschen Reiter heute den Ton an. Allen voran Christian Kukuk und sein Schimmel Mumbai!

Vier von sieben Reitern im Stechen kamen aus Deutschland – die Chancen auf einen deutschen Sieg lagen also schon von Anfang an bei mehr als 50 Prozent. Aber dass es ausgerechnet Christian Kukuk und seinem belgischen Hengst Mumbai gelingen würde, am Ende die Siegerehrung anzuführen, das war dann doch eine kleine Überraschung! Schließlich ist die Diamant de Semilly-Sohn erst acht Jahre alt, war im letzten Jahr noch bei den Weltmeisterschaften der jungen Springpferde am Start. Anfang 2019 hatte Ludger Beerbaum den Hengst nach Riesenbeck geholt und seinem Stallreiter Christian Kukuk anvertraut.

Sein Potenzial ließ Mumbai in diesem Jahr aber schon mehrfach durchblicken. Erst holte er im Sommer einen Heimsieg in Riesenbeck – beim dritten Großen Preis seiner Karriere überhaupt. Letzte Woche gewann er dann beim CSI4* Riad das Finale der kleinen Tour. Und nun folgte schließlich mit dem Sieg im Weltcup-Springen der wohl bisher größte Erfolg in seiner jungen Karriere.

Im Stechen stoppte die Uhr für Christian Kukuk und Mumbai nach 40,45 Sekunden – an dieser Zeit bissen sich selbst Daniel Deußer und Tobago Z die Zähne aus, die vor genau einer Woche an gleicher Stelle noch den Sieg holten. Heute musste die beiden mit einer Nullrunde in 41,42 Sekunden allerdings mit Rang zwei vorliebnehmen. Dritter wurde der Belgier Jos Verlooy mit dem Oldenburger Varoune (0/42,22).

Sichtlich efreut über den Erfolg seines Bereiters Christian Kukuk, aber auch über die eigene Runde, war Ludger Beerbaum. Er saß auf der ebenfalls erst achtjährigen Mila. Die Monte Bellini-Tochter hatte schon letzte Woche zwei Nullrunden geliefert und wiederholte ihre starke Leistung heute. Zwar war sie noch nicht ganz so schnell unterwegs wie Stallkollege Mumbai, konnte am Ende aber auf Platz vier springen (0/46,00).

Für einen Schreckmoment im Stechen sorgte hingegen der amtierende Deutsche Meister Philipp Weishaupt mit Asathir. Ausgerechnet in der Wendung, die Christian Kukuk und Mumbai zum Sieg verhalf, riskierte das Paar etwas zu viel. Die 13-jährige Stute zog die Notbremse. Philipp Weishaupt stieg unfreiwillig ab und landete – zum Glück relativ sanft – im Oxer. Den Parcours verließ er auf eigenen Füßen, auch Asathir konnte direkt von ihrer Pflegerin wieder eingefangen werden. Damit wurden die beiden am Ende Siebte. Nicht ganz so optimal lief es heute auch für Marcus Ehning und Calanda, die im Umlauf zwei Abwürfe hatten.

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