Doha: Großer Preis an Daniel Deußer, Christian Ahlmann Vierter, Tebbel Sechster

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Daniel Deußer und Killer Queen beim CHIO Aachen 2019. (© von Korff)

Reiche Beute haben die deutschen Springreiter im mit 410.000 Euro dotierten Großen Preis von Doha gemacht!

Im St.GEORG-Podcast hatte Daniel Deußer neulich noch erklärt, dass seine Hoffnungen für Tokio ganz maßgeblich auf der erst zehnjährigen Killer Queen ruhen. Heute hat die belgische Eldorado v. Zeshoek-Tochter noch einmal eindrücklich demonstriert, wieso das so ist.

Killer Queen kann nämlich nicht nur hoch, sie kann hoch und schnell. Sie blieb dreimal fehlerfrei. Das gelang auch noch sechs weiteren Pferden. Aber an der Zeit von 38,90 Sekunden bissen sie sich die Zähne aus. So war ihr und Daniel Deußer der Sieg – und die damit verbundenen 135.300 Euro – nicht zu nehmen.

Das Springen war auch in züchterischer Hinsicht bemerkenswert. Wer Springpferde züchtet, sollte sich den BWP-Hengst Eldorado van de Zeshoek (v. Clinton-Toulon-Calypso III) vom Team Nijhof genauer anschauen. Der stellte mit Killer Queen nämlich nicht nur die Siegerin, sondern mit dem gerade erst neunjährigen DSP-Wallach Electric Blue P auch gleich noch den Zweitplatzierten. Im Sattel sitzt der Wahl-Österreicher Max Kühner, der Electric Blue in 39,39 Sekunden auf Rang zwei ritt.

Dritter wurde in 39,68 Sekunden Frankreichs Roger Yves Bost auf seiner Selle Francais-Stute Sangria du Coty, mit der er 2018 beim Weltcup-Finale in Paris am Start gewesen war und 2017 bei den Europameisterschaften in Göteborg.

Deutlich weniger Erfahrung auf diesem Niveau hat das Pferd auf Rang vier, ein weiterer Hoffnungsträger des deutschen Springsports: Christian Ahlmanns Dominator 2000 Z. Der zehnjährige Zangersheider Diamant de Semilly-Sohn, dem sein Reiter „abartiges Talent“ bescheinigt, bestätigte das in ihn gesetzte Vertrauen mit drei fehlerfreien Umläufen und 39,90 Sekunden im Stechen.

Auch bei den WM-Mannschaftsbronzemedaillengewinnern Maurice Tebbel und Don Diarado blieben alle Stangen liegen. Die Zeit von 42,55 Sekunden reichte für Rang sechs. Bei Philipp Weishaupt und Coby war im zweiten Umlauf eine Stange gefallen. Als Elfte waren sie aber dennoch unter den Platzierten.

Hans Dieter Dreher und Prinz verpassten den Einzug in Runde zwei nach einem Abwurf. Je zwei waren es bei Marcus Ehning auf Calanda und Zoe Osterhoff mit Elovely.

Dressur

Nach dem Grand Prix waren Schwedens Patrik Kittel und Delaunay auch in der Kür das Paar, an dem kein Weg vorbei führte. Dafür reichten ihnen heute 79,290 Prozent, bei weitem nicht ihr bestes Ergebnis, das bei über 85 Prozent liegt.

Auch auf Platz zwei reihten sich Wiederholungstäter ein: Morgan Barbancon Mestre und ihr Oldenburger Hengst Sir Donnerhall II, deren Auftritt mit 76,450 Prozent belohnt wurde.

Gestern hatten Matthias Rath und Foundation sich noch unter die Top drei mischen können, heute mussten sie dem Spanier Juan Matute Guimon auf Quantico den Vortritt lassen. Der 22-Jährige musste sich der Zweitplatzierten mit seinen 76,4 Prozent nur ganz knapp geschlagen geben. Matthias Alexander Rath und Foundation belegten Platz vier mit 76,075 Prozent.

Bereits am Vormittag hatte Jill de Ridder mit Whitney Platz drei im Grand Prix Special belegt mit 69,085 Prozent. Siegerin der Prüfung war Kate Dwyer aus Irland auf Snowdon Faberge mit 70,043 Prozent vor der Weißrussin Hanna Karasiova mit Zodiak (69,106).

Alle Ergebnisse aus Doha finden Sie hier.

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