Göteborg: Sieg für Robert Whitaker, diverse deutsche Platzierungen

Marcus Ehning und Cornado

Marcus Ehning und Cornado. (© von Hardenberg)

Auch wenn bislang erst eine goldene Schleife dabei war, die letzte Weltcup-Station der Springreiter in Göteborg ist äußerst erfolgreich für die deutschen Springreiter. Und für Robert Whitaker.

Der Brite gewann heute Abend nämlich die Göteborg Trophy, präsentiert von Volvo. Für sein Pferd, den elfjährigen Verdi-Sohn Cash Sent, war es der erste internationale Sieg. Mit fehlerfreien 37,15 Sekunden im siebenköpfigem Stechen verhinderten Robert Whitaker und Cash Sent den Heimsieg der Schwedin Stephanie Holmén – Siegerin des Weltcup-Springens von Zürich – auf der Cardento-Tochter Carma (0/37,71).

Der mit Abstand schnellste im Stechen war aber ein anderer: Marcus Ehning mit Cornado. In 35,49 Sekunden boten die beiden einmal mehr ein Bild des Springreitens in Perfektion. Ganz perfekt dann allerdings doch nicht, denn es fiel eine Stange. Damit wurden die beiden Dritte und hängten das Paar ab, das vor zwei Jahren das Weltcup-Finale in Göteborg gewinnen konnte, Steve Guerdat (SUI) und seinen westfälischen Cornet Obolensky-Sohn Corbinian (4/36,73).

Michael Jung und seine zehnjährige westfälische Check In-Tochter Chelsea lieferten die zweitschnellste Vier-Fehler-Runde im Umlauf und waren damit als Zehnte ebenfalls noch im Geld.

Daniel Deußer und Tobago Z hatten ebenfalls vier Strafpunkte, waren aber nicht mehr unter den Platzierten. Anders als gestern übrigens. Für Philipp Weishaupt und Lasse K schlugen acht Strafpunkte zu Buche.

Platz zwei und drei nach Deutschland

Gestern Abend konnte sich die für Portugal reitende Brasilianerin Luciana Diniz mit ihrer wunderbaren Hannoveraner For Pleasure-Tochter Fit For Fun die Qualifikation für das morgige Weltcup-Springen sichern.

Das 1,50 Meter-Zeitspringen war das wichtigste Springen des Freitags und gleich zwei deutsche Paare schafften es unter die Top drei. Zweiter hinter Diniz und Fit For Fun, die mit 57,18 Sekunden eine uneinholbare Zeit hingelegt hatten, wurden Daniel Deußer und Tobago Z. Ihre Zeit: 57,91 Sekunden.

Rang drei ging an Marcus Ehning auf dem zweiten Cornet Obolensky-Sohn unter seinen Spitzenpferden, dem nun 13-jährigen Comme Il Faut. Der westfälische Hengst erreichte das Ziel nach 58,16 Sekunden.

Michael Jung und Solution hatten acht Strafpunkte in diesem Parcours. Bei Philipp Weishaupt und Chacon wurden es zwölf.

Jung zweimal Vierter

Für Michael Jung und Chelsea hatte es gestern Nachmittag eine Schleife für Rang vier im 1,45 Meter-Zwei-Phasen-Springen gegeben. Siegerin war hier Malin Baryard-Johnsson im Sattel der Carland-Tochter Second Chance.

Im heutigen Joker-Springen war Jung ebenfalls Vierter gewesen, diesmal auf dem Cartani-Sohn Daily Impressed. Werner Muff und der neunjährige Escoffier v. Lord Z hatten den Sieg in die Schweiz geholt.

Deutscher Nachwuchs spitze

Göteborg war auch Schauplatz einer international ausgeschriebenen Serie für Nachwuchsspringreiter, dem Krafft Youn Rider Cup. Alle Siege gingen nach Deutschland. Gleich zwei davon sowie einen zweiten Platz sicherte sich der erst 17-jährige Deutsche Junioren-Meister von 2017, Max Haunhorst.

Los ging es am Donnerstag mit einem Zwei-Phasen-Springen über 1,40 Meter. Sieger: Max Haunhorst auf der neunjährigen Oldenburger Chacco Blue-Tochter Chaccara.

Als Vierte platzierte sich Teike Carstensen auf der neunjährigen Oldenburger Stute Cadour v. Cador. Schwester Beeke hatte mit ihrem Erfolgspferd Cara Mia v. Colman einen Abwurf.

Tags darauf ging es wieder über 1,40 Meter, diesmal ein Zeitspringen. Der Sieger: Max Haunhorst auf Chaccara. Diesmal ging Platz zwei an Beeke Carstensen und Cara Mia. Schwester Teike wurde erneut Vierte.

Nicht nur der Hahn im Korb hinterließ Eindruck. Auch die Schwestern Carstensen glänzten in Göteborg. Teike sicherte sich am dritten Tag das Finale über 1,45 Meter mit deutlichem Vorsprung vor Max. Nur drei Reiter hatten es ins Stechen geschafft und nur die beiden Deutschen blieben fehlerfrei. Bei Teike und Cardour stoppte die Uhr nach 39,41 Sekunden. Max‘ Zeit: 42,62 Sekunden.

Dass es auch etwas schneller ging, demonstrierte die Schwedin Janelle Larsson auf Staralme Esc Z v. Stakkato. Sie kam mit 39,27 Sekunden durchs Stechen, hatte aber einen Abwurf.

Der verzeichnete auch Beeke Carstensen, allerdings im Normalparcours. Die Zeit reichte aber dennoch für Rang sechs.

Alle Ergebnisse aus Göteborg finden Sie hier.

 

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