Neuer vierbeiniger Olympia-Aspirant für Eric Lamaze

pvh-160819-RIO-0708

Fine Lady, die eigentlich auch Fast Lady heißen könnte, mit Eric Lamaze auf dem Weg zu Bronze bei den Olympischen Spielen in Rio. (© Pauline von Hardenberg)

Der kanadische Springreiter Eric Lamaze hat ein neues Pferd unter dem Sattel, das sein Sportpartner für die Olympischen Spiele 2020 in Tokio werden könnte.

Der Einzel-Olympiasieger, Weltcup-Zweiter und Bronzemedaillist bei den Weltreiterspielen hat den belgischen Wallach v. Carabas von der Schweizer Amateurin Aurélie Rytz übernommen. Das Pferd steht jetzt im gemeinsamen Besitz der Heathman Farm und Eric Lamaze’s Torrey Pines Stable.

Im Frühjahr 2019 übernahm der Schweizer Springreiter Alain Jufer die Zügel des elfjährigen belgischen Wallachs aus einer Nabab de Reve-Mutter. Zusammen war das Paar erfolgreich in größeren Springen unterwegs, erreichte beispielsweise den siebten Platz im 5*-Grand Prix von Ascona über 1,60 Meter. Die gute Performance entging dem kanadischen Springreiter nicht. Über seinen Neuzugang sagt Eric Lamaze: „Idalville d’Esprit ist ein sehr vorsichtiges Pferd, das noch wenig Erfahrungen auf internationalem Grand Prix-Level besitzt.“

Der letzte große Auftritt?

„Tokio könnte sehr gut mein letzter Auftritt im Wettbewerbsgeschehen sein, und ich habe die Intention da mit einer Top-Platzierung rauszugehen“, so Eric Lamaze weiter. Danach wolle er sich auf den Pferdehandel und seine Funktion als Trainer konzentrieren.

Neben seinem Einzel-Olympiasieg 2008 mit dem Hengst Hickstead, gewann er außerdem Einzel-Bronze bei den Olympischen Spielen 2016 in Rio. Dort hatte er die Hannoveraner-Stute Fine Lady unter dem Sattel und war maßgeblich beteiligt am vierten Platz im Team-Wettbewerb.

In diesem Jahr konnte Lamaze außerdem einen ganz besonderen Sieg für sich verbuchen. Nachdem vor knapp zwei Jahren ein Hirntumor bei dem Kanadier diagnostiziert wurde, erklärte er es sich zum Ziel, noch einmal in Spruce Meadows (Calgary, Kanada) an den Start zu gehen. Diesen Traum verwirklichte er im Juni, konnte den Großen Preis mit Chacco Kid sogar für sich entscheiden. Das war ein emotionaler Moment für den Springreiter, da er zuvor mit Hickstead das letzte Mal in Spruce Meadows gewinnen konnte – das Pferd, das er wenige Monate später auf so tragische Weise verlor.

Quelle: World of Showjumping

 

St.GEORG NEWSLETTER

Schnell, aktuell und auf einen Blick wissen, was Sache ist!
Das bietet der St.GEORG Newsletter.