Österreichische Dressurreiterin Victoria Max-Theurer zieht Nennung für EM in Rotterdam zurück

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Victoria Max-Theurer (© www.toffi-images.de)

Nach dem plötzlichen Tod von Reitmeister und Dressurausbilder Hans Max-Theurer hat seine Tochter Victoria Max-Theurer nun die Konsequenzen gezogen. Sie zog ihre Nennung für die am kommenden Montag beginnende Europameisterschaft in Rotterdam zurück.

Das berichtet der Österreichische Pferdesportverband (OEPS). Die Dressurreiterin Victoria Max-Theurer war mit ihrem aktuellen Championatspferd Benaglio für die österreichische Equipe vorgesehen gewesen. An ihre Stelle rückt nun die erste Ersatzreiterin Karoline Valenta. Sie wird Diego satteln, einen 13-jährigen Hannoveraner Hengst v. Desperados.

EM-Debüt

Karoline Valenta, 25-jährige Betriebswirtin aus Wien, wurde 2017 Vierte und Sechste in Intermédiaire II und Kurz-Grand Prix bei ihrer U25-Heim-EM in Lamprechtshausen. Seitdem überzeugte sie mit zahlreichen Platzierungen bei internationalen Auftritten mit ihrem Sportpartner Diego.

Bei dem letzten Qualifikationsturnier für die Europameisterschaften im Juni in Achleiten gehörte sie mit 69,8 Prozent im Grand Prix (Rang 5) und 72,4 Prozent im Grand Prix Special (Rang 4) stets zu den drei bestplatzierten Österreichern.

Nun also wird sie Teil des österreichischen Dressur-Teams sein. Sie sagt: „Ich hätte Vici und dem Team alle verfügbaren Daumen gedrückt. Eigentlich hätte ich mir sehr gewünscht, dass Vici trotz der Tragödie mit ihrem Vater hätte reiten können. Meine Freude über dieses Nachrücken hält sich hier natürlich in Grenzen, auch wenn es mein erklärtes Saisonziel war, in Rotterdam zu reiten. Wir werden als Team in Rotterdam in Gedanken bei Vici und ihrer Familie sein.“

Das AUT-Team für die EM

Ihr Debüt bei der EM der „Großen“ wird nun also Karoline Valenta auf Diego v. Desperados geben. Am kommenden Sonntag findet bereits das erste Training in Rotterdam statt, bevor es dann am Montag die erste Prüfung ansteht, ein Grand Prix. Für alle Prüfungen bei den Europameisterschaften gibt es bereits einen genauen Zeitplan.

Ebenfalls unter der österreichischen Flagge startet Belinda Weinbauer auf Fustanella v. Don Romantic. Weinbauer wurde 2018 österreichische Staatsmeisterin, zum dritten Mal in Folge. Für diesen Erfolg sattelte sie jedoch ihr Pferd Fräulein Auguste. Mit der Florencio-I-Tochter wurde sie Ende Juni erst Vierte in der Grand Prix-Kür in Fritzens. In den Niederlanden wird sie stattdessen auf die Don-Schufro-Enkelin Fustanella setzen.

Dritte Reiterin in der Equipe ist Astrid Neumayer. Ihre Hoffnung liegt auf dem elfjährigen Wallach Sir Simon v. Samarant, mit dem sie in diesem Jahr schon einige Erfolge auf internationalem Parkett verzeichnen konnte. Der Wallach wurde früher von Mannschaftsolympiasiegerin Ulla Salzgeber geritten.

Das Quartett komplettieren wird Florian Bacher auf Fidertraum. Mit dem Fidertanz-Sohn holte Bacher noch Ende Juli den dritten Platz im Grand Prix Special in Cappeln.

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