Arezzo: Silber und Bronze für die Jungen Reiter, keine Medaillen für Junioren und Children

Die Bilanz der deutschen Nachwuchsspringreiter bei der EM in Arezzo, wo erstmals Markus Merschaformann die U18- und U21-Springreiter betreute, kann sich sehen lassen: drei Mannschafts- und zwei Einzel-Medaillen.

Letztere gingen heute beide auf das Konto der Jungen Reiter, die schon mit der Mannschaft überragend Gold gewonnen hatten. Heute im Finale hätten sie auch noch Gold gewinnen können. Aber es hat nicht sollen sein. Besonders Angelina Herröder dürfte sich doch etwas geärgert haben, denn sie war als Führende in die Einzelentscheidung gegangen. Aber vier Fehler im ersten und acht im zweiten Umlauf warfen sie und ihre elfjährige Holsteiner Stute Trixi v. Quidam de Revel-Carolus auf den zehnten Rang zurück.

Besser lief es für ihre deutschen Kolleginnen, allen voran Einzelreiterin Kaya Lüthi auf Pret a Tout. Der elfjährige Selle Francais-Wallach v. Hiram Chambertin-Stew Boy blieb in der ersten Runde ganz ohne Strafpunkte. Im zweiten Umlauf kamen die beiden auf fünf Fehler. Das genügte aber, um ihre Silber-Position zu verteidigen.

Auch Laura Klaphake war bereits als Drittplatzierte ins Finale gestartet. Für sie und die 13 Jahre alte Selle Francais-Stute Nifrane de Kreisker v. Carnute-Papillon Rouge fiel im ersten Umlauf eine Stange, während in Runde zwei alles liegen blieb. So kamen sie unter dem Strich auf 8,50 Strafpunkte und holten Bronze.

Die Goldmedaille ging hingegen nach Schweden, an Irma Karlsson mit dem Oldenburger Cornet v. Cornet Obolensky-Caletto, die heute in beiden Umläufen strafpunktfrei blieben. Das gute Ergebnis der Deutschen perfekt machte Maurice Tebbel mit dem Holsteiner Colman-Limbus-Sohn Cooper auf Rang sieben (heute fünf und ein Strafpunkt). Einen Einbruch erlitten hingegen Niklas Krieg und seine ebenfalls holsteinisch gezogene Clearway-Concerto II-Tochter Carella. Nach guten Ergebnissen in den Vorrunden, wo sie jeweils einen Abwurf hatten, sammelten sie heute im zweiten Umlauf ganze 21 Strafpunkte. Das warf sie auf Platz 25 zurück.

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Bei den Junioren lieferte Theresa Ripke mit ihrem zehnjährigen Holsteiner Hengst Calmado v. Casall-Landadel das beste Ergebnis: Platz sechs. Zwar blieben sie heute in beiden Umläufen strafpunktfrei, brachten aber 9,45 Miese aus den Vorrunden mit.

Alle Paare auf dem Treppchen leisteten sich nicht einen Abwurf bis zum Schluss und beendeten das Turnier jeweils mit ihrem Ergebnis aus der ersten Prüfung. Das waren im Fall der Norwegerin Amalie Hegre auf Remedy 1,13 Strafpunkte, mit denen sie die Führung bis zum Schluss halten konnte. Silber ging nach Belgien, an Gilles Thomas im Sattel von Conaro (4,66) vor der Britin Jessica Mendoza auf Spirit (5,01).

Für die weiteren deutschen U18-Reiter wurden es die Plätze 22 und 23. Teike Carstensen und Cara Mia blieben heute null in Runde eins, hatten aber acht Fehler in Runde zwei. Leonie Krieg auf Champerlo fiel in beiden Umläufen je eine Stange.

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Und auch für die deutschen Children hat es am Ende nicht mehr zu einer Medaille gereicht. Schade! Denn bis zum Finale hatten sie sogar noch Gold in greifbarer Nähe. Bis zum Schluss blieb das Feld dicht gedrängt. Um die Medaillen musste gestochen werden, weil gleich vier Paare bis zum Schluss strafpunktfrei geblieben waren. Die meisten Nerven bewies dann der Brite Robert Murphy mit Del Fuego. Er war der einzige, der auch im Stechen alles liegen ließ und sicherte sich damit Gold. Platz zwei mit fünf Fehlern im Stechen ging nach Italien, an Lorenzo Sciacca auf Webster vor der Französin Elisa Mellec mit Renarde Rumel (acht Strafpunkte im Stechen).

Laura Hetzel auf Quanita und Beeke Carstensen mit Venetzia hätten heute den Sack zumachen können. Doch es hat nicht sollen sein. Die beiden kassierten jeweils einen Abwurf und teilten sich so Platz sieben mit noch drei weiteren Paaren. Für Marec Dänekas und City wurde es nach zwei Abwürfen heute im ersten Umlauf Rang 18.

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