Die US-Springreiter für die Olympischen Spiele

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Noch ein Team mit Medaillenaussichten für die Olympischen Spiele in Tokio. Die USA haben ihre Springreiter-Mannschaft benannt.

Im Team für die USA reiten die Springreiter Kent Farrington mit Gazelle, Laura Kraut mit Baloutinue, Jessica Springsteen auf Don Juan van den Donkhoeve und McLain Ward mit Contagious.

Die USA waren 2018 Mannschaftsweltmeister. Zum damaligen Team gehörten McLain Ward und Laura Kraut, aber mit anderen Pferden. McLain Ward ritt damals die OS-Stute Clinta, von der man allerdings seither kaum noch etwas gehört hat. Gleiches gilt für die Holsteiner Stute Zeremonie von Laura Kraut.

Laura Kraut/Baloutinue

Der Hannoveraner Baloutinue v. Balou du Rouet-Landor S (Z.: Heinrich Meyer), den Laura Kraut war von Adam Prudent in den internationalen Sport gebracht worden. Laura Kraut reitet ihn erst seit April hat seither aber schon einige beachtliche Ergebnisse mit ihm erzielt – allen voran Platz zwei im Großen Preis von Rom hinter David Will und C Vier. Bei ihrem letzten Turnier in Windsor waren sie in zwei Springen zweimal platziert. Und gleich zu Beginn ihrer Karriere waren sie auf Drei-Sterne-Niveau in Wellington siegreich.

McLain Ward/Contagious

McLain Wards Contagious ist ein Zweibrücker DSP-Vertreter v. Contagio-For Keeps (Z.: Andreas Eisenmenger), der von Julia Beck in den Sport gebracht worden war. Unter US-amerikanischer Flagge ging er zunächst mit McLain Wards Schülerin Reed Kessler (die übrigens 2018 ihr letztes internationales Turnier geritten ist). Ward selbst saß 2018 erstmals mit weißer Reithose auf dem Wallach. Bislang war das Paar vor allem auf dem amerikanischen Kontinent im Einsatz und platzierte sich beispielsweise in Spruce Meadows, Saugerties, Wellington usw. Ihr erster Einsatz in Europa war in Rom, wo sie doppelnull im Nationenpreis blieben, im Großen Preis allerdings drei Abwürfe hatten. Beim CSI5* Knokke vier Wochen später waren sie dann aber wieder vorne dabei. Und in Rotterdam belegten sie Rang zwei im Großen Preis.

Jessica Springsteen/Don Juan van de Donkhoeve

Für Jessica Springsteen wird es das erste Mal werden, dass sie die USA in einem Senioren-Championat vertritt. Können und Nervenstärke hat sie allerdings schon in Nationenpreisen bewiesen. So gehörte sie im März zum siegreichen US-Team in Wellington, wo sie mit ihrem designierten Olympiapartner Don Juan van de Donkhoeve im ersten Umlauf einen Zeitfehler hatte und dann null blieb. Zudem waren die beiden Dritte im Großen Preis von Rom.

Don Juan selbst ist ein zwölfjähriger belgischer Hengst v. Bamako de Muze-Heartbreaker, der seit 2019 in US-amerikanischem Besitz ist. Die Belgierin Eleonore Lambiliotte hatte ihn in den internationalen Sport gebracht und erfolgreich bis 1,50 Meter-Niveau präsentiert, ehe Springsteen im Herbst 2o19 die Zügel übernahm.

Kent Farrington/Gazelle

Kent Farrington, die ehemalige Nummer eins der Welt, bestritt 2016 seine ersten Olympischen Spiele für die USA, wo das Team Silber gewann. Zuvor hatte er zum Bronzeteam bei den Weltreiterspielen in Caen gehört. Bei beiden Gelegenheiten saß er im Sattel des KWPN-Wallachs Voyeur, der seit 2017 in Rente ist. Damals war Kent Farrington zeitweise die Nummer eins der Welt. Bis er einen schweren Reitunfall hatte mit komplizierten Beinbrüchen, die ihn zu einer monatelangen Rehabilitationszeit zwangen. So verpasste er die Weltreiterspiele 2018.

Mittlerweile ist er wieder die Nummer fünf der Weltrangliste. Das hat er zu einem nicht geringen Teil seiner belgischen Warmblutstute Gazelle v. Kashmir van Schuttershof-Indoctro zu verdanken, mit der er nun auch für Tokio gelistet ist. Die beiden gewannen 2019 beispielsweise den Großen Preis von Aachen und waren jüngst im Großen Preis beim CSI5* von St. Tropez siegreich.

Welches von diesen vier Paaren als Reservist mit nach Tokio fährt, hat der US-Verband nicht bekannt gegeben. Als Reservisten, die aber nicht mitreisen, wurden Brian Moggre und Lucy Deslauriers benannt.

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