Helsinki: Weltcup-Springen für Jur Vrieling, Felix Haßmann bester Deutscher

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Jur Vrieling und Glasgow van het Merelsnest, Sieger im Weltcupspringen von Helsinki 2017. (© facebook.com/HelsinkiHorseShow)

Station der Weltcup-Saison 2017/2018 führte die Springreiter dieses Wochenende nach Finnland. Der Sieger von Helsinki stammt aus den Niederlanden. Dass eine der Schleifen nach Deutschland ging, war Felix Haßmanns Verdienst.

Jur Vrieling und der elfjährige Belgier Glasgow van het Merelsnest haben eine hoch erfolgreiche Saison 2017 hinter sich. Neben zahlreichen weiteren Siegen und Platzierungen waren sie z.B. in Rom Zweite im Nationenpreis und gewannen ein weiteres hochkarätiges Rahmenspringen. In Falsterbo gewannen sie den Nationenpreis mit dem holländischen Team. In Göteborg gab der Nabab de Reve-Sohn aus einer Darco-Mutter sein Championatsdebüt. Und beim FEI-Nationenpreisfinale in Barcelona hatte Glasgow maßgeblichen Anteil am Sieg der Niederlande.

Heute in Helsinki setzten Jur Vrieling und Glasgow van het Mereslnest ihre Erfolgsserie fort mit dem Sieg im Weltcup-Springen. Neun Paare aus neun Nationen hatten das Stechen erreicht. Vrieling war einer von vier Reitern, die ihre Pferde zweimal fehlerfrei über den Parcours steuerten. Und sein Nabab de Reves-Sohn demonstrierte, dass er nicht nur hoch springen kann, sondern auch blitzschnell ist. Mit 36,85 Sekunden ließen die beiden dem Rest des Feldes nicht den Hauch einer Chance. Dafür gab es neben 20 Weltcup-Punkten auch 42.500 Euro.

Der Sieger sagte hinterher: „Er (Glasgow) ist nicht wirklich ein Hallenpferd, aber er hat so viel Vermögen und ist fantastisch gesprungen!“ Und auch für den Parcoursbauer Guilherme Jorge aus Brasilien hatte er lobende Worte: „Diese Halle war sehr schwierig für den Parcoursbauer, aber er hat einen super Job gemacht!“

Der selbst gab auch zu: „Einen Parcours zu entwerfen mit diesen begrenzten Möglichkeiten hier und das mit 17 Hindernissen war eine Herausforderung für mich, wie auch für die Reiter. Aber was für ein fantastisches Ergebnis!“

Den Sieg verstolpert?

Rang zwei ging an den Shooting Star der letzten Weltcup-Saison, den Sieger von Göteborg, Henrik von Eckermann (SWE) auf der Westfalenstute Mary Lou v. Montendro-Portland. Bei ihnen stoppte die Uhr nach 38,41 Sekunden. Womöglich wären die beiden dem Siegerpaar noch deutlich näher gekommen, wäre Mary Lou nicht in der Wendung auf den letzten Oxer hin gestolpert. So verloren die beiden wertvolle Zeit.

Als Dritter reihte sich Brasiliens Marlon Modolo Zanotelli ein. Er saß im Sattel der zehnjährigen KWPN-Stute Celena v. Mr. Blue-Chin Chin. Er hatte die Stute aus dem Besitz des VDL Stud Anfang des Jahres von dem Briten James Billington übernommen und war mit ihr schon einige Male siegreich und platziert.

Felix Haßmann Schnellster mit vier Fehlern

Felix Haßmann hatte sich für das Weltcup-Springen seinen bewährten zwölfjährigen Holsteiner Cayenne WZ gesattelt. Der Claudio Sohn gehört wie auch Haßmanns WM-Silbermedaillengewinner von Zangersheide, Quiwitino WZ, Wolfgang Zipperle, der Haßmann seit langem unterstützt.

Heute konnte Zipperle sich über Rang Fünf seines Pferdes freuen. Haßmann und Cayenne lieferten die schnellste Vier-Fehler-Runde der neun Teilnehmer im Stechen: 38,83 Sekunden.

Das Stechen verpasst hatten hingegen Philipp Weishaupt und die zehnjährige Selle Francais-Stute Asathir v. Diamant de Semilly-Papillon Rouge. Sie hatten einen Abwurf im Normalparcours. Ebenso erging es Harm Lahde und Larry. Bei den Siegern von Oslo, Daniel Deußer und Cornet wurden es diesmal acht Fehler. Ebenso erging es Tobias Meyer und Carl sowie Christian Kukuk und Cordess. Meredith Michaels-Beerbaum und Daisy gaben auf.

Alle Ergebnisse finden Sie hier.

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