Philipp Schulze Topphoff krönt sein Wochenende mit dem Sieg in der Weltcup-Etappe von La Coruña

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Philipp Schulze Topphoff und Concordess NRW in der Weltcup-Etappe von La Coruna, Spanien. (© FEI/Manuel Queimadelos)

Der erste Sieg über 1,60 Meter und in einem Großen Preis auf Fünf-Sterne-Niveau und dazu noch das erste Mal ganz oben auf dem Treppchen bei seiner ersten Weltcup-Etappe: Philipp Schulze Topphoff kann sich über den Abschluss dieses Wochenendes im spanischen La Coruña wahrlich nicht beklagen.

Für die Weltcup-Etappe über 1,60 Meter mit Stechen hatten 39 Paare ihre Startbereitschaft erklärt. Im Umlauf ließen sich davon sieben Paare nichts zu Schulden kommen und qualifizierten sich somit für das entscheidende Stechen. Darunter war auch einer der zwei Deutschen, die in dem Springen an den Start gingen, nämlich Philipp Schulze Topphoff mit Concordess NRW.

Mit seinem Top-Pferd, dieser elfjährigen Congress-Tochter, die ihn 2019 zum Titel des Einzel-Europameisters in der Altersklasse U21 trug, erwischte er aber nicht die beste Ausgangsposition. Denn das Paar musste als erstes in den Stechparcours einreiten. Doch der nun 23-jährige Deutsche hatte Nerven wie Drahtseile. Er manövrierte seine Stute, die auch von ihm in den internationalen Sport gebracht wurde, in einer Zeit von 37,69 Sekunden durch den Parcours, ohne unterwegs einen Fehler zu kassieren. Damit legte er eine Zeit vor, an der sich alle folgenden Paare die Zähne ausbeißen sollten. Wertvolle Weltcup-Punkte für den Etappen-Sieg und ein Preisgeld von 99.000 Euro bildeten somit den Abschluss eines hoch erfolgreichen Turnierwochenendes für Schulze Topphoff (zu den weiteren Platzierungen siehe weiter unten).

Am nächsten an die Zeit des Siegers vom Großen Preis von Paderborn 2020, Philipp Schulze Topphoff, heran kam ein Franzose. Grégory Cottard und seine zehnjährige Norman Pre Noir-Tochter Bibici lösten nach 37,78 Sekunden die Lichtschranke aus und blieben dabei fehlerfrei: Rang zwei. Für noch mehr „Frauenpower“ bei den vierbeinigen Athleten sorgte die Schwedin Angelica Augustsson-Zanotelli. Mit der elfjährigen Stute Kalinka van de Nachtegaele v. Epleaser van t Heike gelang ihr die drittbeste Runde (0/38,39 Sekunden).

Auf die drei besten Paare folgen in der Rangierung nur noch Vier-Fehler-Ritte im Stechen. Wie die Zeiten zeigen, war das Risiko bei den Plätzen vier bis sechs zu groß, um den Sieg zu erringen: Platz vier ging an Irland mit Michael Pender und Calais mit vier Fehlerpunkten und blitzschnellen 36,08 Sekunden, gefolgt von Jos Verlooy (BEL) mit Luciano van het Geinsteinde (4/36,58 Sekunden) und dem Brasilianer Eduardo Pereira de Menezes mit Chaganus (4/36,58 Sekunden). Der Niederländer Marc Houtzager, der Dante für die Weltcup-Etappe gesattelt hatte, kam nach 39,08 Sekunden mit vier Strafpunkten ins Ziel: Platz sieben.

Ebenfalls noch im Geld waren neben den Reitern aus dem Stechen auch noch die folgenden Paare: Victoria Gulliksen (NOR)/Papa Roach, Ludo Philippaerts (BEL)/Laurier, Leopold Van Asten (NED)/Elegant Hero Z, Julien Epaillard (FRA)/Billabong du Roumois sowie Pieter Devos (BEL)/ Mom’s Toupie de la Roque.

Der Sieg in der Weltcup-Etappe wurde mit 20 Punkten belohnt und spült Schulze Topphoff auf den neunten Platz im aktuellen Ranking, das von Denis Lynch (IRL) angeführt wird. Als nächstes steht London als Etappe am 19. Dezember auf dem Plan.

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Stück für Stück nach vorne für Schulze Topphoff

Bereits am Sonntagvormittag und auch an den vorigen Tagen des Wochenendes war es für den einstigen U21-Europameister Philipp Schulze Topphoff schon ziemlich gut gelaufen. Im Hauptspringen von Samstag hieß der Sieger zwar Simon Delestre (FRA), Schulze Topphoff war mit Clemens de la Lande auf dem zehnten Rang aber noch im Geld. Neunter wurde dort Marcus Ehning mit dem Warendorfer Landbeschäler A la Carte NRW.

Und auch am Vormittag des Sonntags zeigte sich Schulze Topphoffs neunjähriger Comme il faut-Sohn, mit dem er beispielsweise die Einlaufprüfung zum Finale des U25-Springpokals in Aachen dieses Jahr hatte gewinnen können, in bestechender Form. In einem Zeitspringen über 1,50 Meter reichte es mit einer fehlerfreien Runde in 56,51 Sekunden für den dritten Rang. Das bedeutete immerhin noch 14.250 Euro für die Haferkasse des Westfalen aus einer For Pleasure-Mutter. Entscheiden konnte das Springen abermals ein Franzose für sich. Diesmal lautete sein Name Julien Epaillard, der im Sattel des Hannoveraners Solero MS v. Silvio I saß. Das Paar kam ohne Fehler nach 54,18 Sekunden ins Ziel. Zwischen Philipp Schulze Topphoff und Epaillard schob sich noch der Belgier Olivier Philippaerts mit dem Diamant de Semilly-Sohn Miro dank schnellen 54,46 Sekunden und einer Null-Fehler-Runde. Marcus Ehning wurde mit A la Carte NRW Sechster (0/58,17 Sekunden).

Alle Ergebnisse aus La Coruña finden Sie hier.