St. Gallen: Erneut Platz zwei im Stechen fürs deutsche Nationenpreis-Team

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Die Helden des schwedischen Nationenpreisteams in St. Gallen: Rolf-Göran Bengtsson und Ermindo. (© FEI)

Anderer Ort, ähnlicher Turnierverlauf – wie in Rom musste auch in St. Gallen im Stechen entschieden werden, ob die deutschen Springreiter Erste oder Zweite im Nationenpreis werden. Das Ergebnis war ebenfalls wie in Rom.

Das deutsche und das schwedische Team lagen nach den zwei Umläufen des Nationenpreises von St. Gallen mit jeweils 13 Fehlern gleichauf auf Rang eins. Somit musste ein Stechen her und hier konnten sich dann die Schweden durchsetzen.

Die siegreichen Schweden wurden vertreten durch Douglas Lindelöw mit Casquo Blue (0/0), Rolf-Göran Bengtsson auf Ermindo W (9/4), Evelina Tovek im Sattel von Winnetou de la Hamente Z (12/4) und Malin Baryard-Johnsson mit Indiana (0/0).

Bester deutscher Reiter war Maurice Tebbel auf seinem WM-Pferd Don Diarado mit einem Zeitfehler im ersten und einem Null-Fehler-Ritt im zweiten Umlauf. André Thieme und Chakaria waren null im ersten Umlauf und hatten einen Ablauf in Runde zwei. Philipp Weishaupt hatte auf Asathir jeweils vier Strafpunkte. Bei Christian Kukuk und Mumbai wurden es jeweils acht Fehler.

Dann das Stechen. Die Schweden setzten auf Erfahrung und schickten Rolf-Göran Bengtsson den zwölfjährigen KWPN-Hengst Ermindo W. Für Deutschland gingen Christian Kukuk und sein Diamant de Semilly-Sohn an den Start. Bengtsson blieb fehlerfrei. Bei Kukuk und Mumbai wurden es fünf Fehler. Damit war die Sache entschieden.

Platz drei ging an die Schweizer mit 16 Fehlern in Summe. Es ritten: Bryan Balsiger auf Twentytwo des Biches (4/4), Beat Mändli mit Dsarie (4/4), Martin Fuchs im Sattel von Leone Jei (0/0) und Steve Guerdat auf Venard de Cerisy (8/RT).

„Das war eine super Mannschaftsleistung, das ganze Team hat gut gekämpft und alle Pferde sind super gesprungen“, äußerte Otto Becker sich hoch zufrieden –  erst recht angesichts der Umstände: „Die Bedingungen waren nicht einfach, es hat jetzt zwei Tage lang geregnet und der Boden war sehr weich und am Ende tief. Aber die Bedingungen waren für alle gleich. Natürlich wären wir gerne ganz vorne gestanden. Der zweite Platz ist aber total in Ordnung.“

Zumal es heute auch noch einen deutschen Sieg in St. Gallen zu verzeichnen gab. Maurice Tebbel ritt seinen Chacco’s Son zum Sieg im Preis von Stadt und Kanton St. Gallen, einem 1,45 Meter-Springen, in dem die beiden sich mit fast drei Sekunden Vorsprung gegen William Funnell (GBR) auf Billy Alpen und Piergiorgio Bucci (ITA) mit Champblanc durchsetzten.

Alle Ergebnisse finden Sie hier.