Verona: Daniel Deußer gewinnt das Weltcup-Springen

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Das Siegerpaar des Weltcup-Springens von Verona: Daniel Deußer und Calisto Blue. (© Stefano Grasso)

Riesenerfolg für Daniel Deußer im italienischen Verona! Erst seit wenigen Monaten hat er den Chacco Blue-Sohn Calisto Blue unter dem Sattel. Heute bescherte er seinem Reiter dessen ersten Weltcup-Sieg bei der dritten Etappe 2018/19 der Westeuropa-Liga.

Für das Paar ist es der bislang größte gemeinsame Erfolg. Zwar waren sie schon einige Male gut platziert gewesen wie etwa in Berlin oder Brüssel, aber für ganz vorne hatte es bislang noch nicht gereicht. Aber heute! Als letzter Reiter im 14-köpfigen (!) Stechen hatte Daniel Deußer es in der Hand.

In Führung lag bis dato der Belgier Niels Bruynseels auf der für ihre Schnelligkeit bekannten BWP-Stute Gancia de Muze. Das Paar hatte im Frühjahr den Rolex Major in ’s-Hertogenbosch gewonnen. Also ein erprobtes Duo, das mit 37,03 Sekunden auch jetzt in Verona die mit Abstand schnellste Zeit hatte.

Doch Daniel Deußers elfjähriger OS-Wallach war tatsächlich noch einmal um zwei zehntel Sekunden schneller. Damit waren Deußer, Sieger des Weltcup-Finales von 2014, die 20 Punkte für den Gewinner einer Weltcup-Station sicher. Und damit verbunden 47.500 Euro.

Niels Bruynseels und Gancia de Muze blieb der zweite Rang. Dritte wurden die beiden Silbermedaillengewinner der Weltreiterspiele in Tryon, Martin Fuchs (SUI) und sein fantastischer Clooney, der sich blendend von seiner Kolik-Operation im Frühjahr erholt hat. Sie kamen mit fehlerfreien 38,40 Sekunden ins Ziel.

Weitere deutsche Ergebnisse

Eine weitere deutsche Platzierung gab es dank Ludger Beerbaum und Casello. Auch sie waren fehlerfrei geblieben im Stechen. Ihre Zeit von 40,82 Sekunden reichte für den siebten Platz. Zudem konnte Beerbaum mit Chiara die 1,45 Meter-Prüfung vor dem Weltcup-Springen gewinnen.

Weltmeisterin Simone Blum, die am Freitag mit Superstute Alice gestürzt war, hatte statt der Askari-Tochter ihre Nachwuchshoffnung Cool Hill im Weltcup-Springen gesattelt. Für den erst achtjährigen Corlensky-Sohn war das die bislang schwerste Aufgabe, die er je zu bewältigen hatte. Er schlug sich wacker, hatte zwei Abwürfe.

Am Vortag war das Paar im 1,50/1,55 Meter-Springen mit vier Fehlern aus dem Parcours gekommen. Alice war zuvor die 1,45 Meter-Prüfung gegangen, um das Vertrauen wieder herzustellen. Das gelang. Die beiden beendeten den Parcours ohne Spring-, lediglich mit einem Zeitfehler. Heute hatte Alice ganz frei. Statt ihrer hatte Blum in der 1,45 Meter-Prüfung die zwölfjährige Westfalen-Stute Con Touch S gesattelt, mit der sie Fünfte wurde.

Marcus Ehning hatte für das Hauptspringen Comme il faut gesattelt. Nachdem eine Stange gefallen war, entschied der Borkener, den Parcours nicht zu beenden, weil er sich sowieso keine Chance mehr auf eine Platzierung ausrechnete.

Alle Ergebnisse finden Sie hier.

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