Letzter Auftritt für Andreas Ostholts Pennsylvania in Wiesbaden

pvh-170722-aachen-6040 ostholt

Andreas Ostholt und Pennsylvania, hier in Aachen 2017. (© www.paulinevonhardenberg.com)

19 Jahre ist sie alt und noch immer topfit: Pennsylvania, langjähriges Erfolgspferd von Vielseitigkeitsreiter Andreas Ostholt. Der hat nun beschlossen, dass die Hannoveraner Stute auf dem Pfingstturnier in Wiesbaden ihren letzten sportlichen Auftritt haben wird.

Erst vor wenigen Tagen sind Andreas Ostholt und seine Frau Sabrina zum zweiten Mal Eltern geworden. Und schon bald steht das nächste große Ereignis für den 41-Jährigen an: In einer Pressemitteilung gab er heute bekannt, dass Stute Pennsylvania, mit der der Warendorfer in den letzten Jahren erfolgreich im Busch unterwegs war, beim Pfingstturnier in Wiesbaden ihren letzten Auftritt haben soll. Das Turnier ist eine Etappe der britischen Vielseitigkeits-Serie Event Riders Masters (ERM).

„Pennsylvania ist jetzt 19. Eigentlich wollte ich sie erst 2017, dann 2018 verabschieden, aber das hat sich nicht richtig angefühlt. Dieses Jahr wird sie nun ihre letzte Prüfung gehen – und zwar die ERM-Prüfung in Wiesbaden“, so Ostholt zu dem geplanten Abschied. Mit der Pik L-Waldstar xx-Tochter hat er eine ganz besondere Verbindung:  „Wir passen einfach wie Topf und Deckel. Wir haben uns gesucht und gefunden. Ich bin glücklich mit ihr und sie ist glücklich mit mir!“

Warum er das Turnier in Wiesbaden für den letzten Auftritt der Stute ausgewählt hat? „Eigentlich ist Pennsylvania eher groß und etwas behäbig und damit nicht optimal für den Kurs in Wiesbaden geeignet“, so Ostholt. „Aber in Wiesbaden hat sie sich immer gut angefühlt und ist super gelaufen. Sie mag die Menge der Zuschauer und das Viereck vor dem Schloss. Und Wiesbaden ist ein besonders schönes Turnier. Deshalb möchte ich Pennsylvania gerne dort verabschieden.“

Eine erfüllte Karriere

Fünfjährig begann Pennsylvania ihre Turnierkarriere unter Edith Schless-Störtenbecker, mit der sie dann 2006 auch ihren ersten Start in einem Geländeritt der Kl. A absolvierte – und gewann. Dann wechselte die Stute zu Wolf-Dieter Eckl, der sie bis auf CIC3*-Niveau förderte. Ab 2012 übernahm Andreas Ostholt die Zügel. Den ersten gemeinsamen internationalen Sieg feierte das Paar 2014 beim Nationenpreis in Waregem.

In den darauffolgenden Jahren kamen viele Top-Platzierungen und Siege hinzu, unter anderem in Renswoude, Wiesbaden und Vairano. Fast 35.000 Euro Lebensgewinnsumme führt die Deutsche Reiterliche Vereinigung (FN) aktuell für die Stute an. 2016 gewann das Paar Bronze bei den Deutschen Meisterschaften in Luhmühlen. Regelmäßig gehörten die beiden außerdem zum deutschen Team in Nationenpreisen. Zwei Jahre in Folge, 2017 und 2018, siegten Ostholt und Pennsylvania in der Drei-Sterne-Prüfung im polnischen Sopot.

Überhaupt ist Sopot ein Turnier, dass der braunen Stute besonders gut zu liegen scheint. Erst vor zwei Wochen konnte sie dort ihren ersten Start in 2019 in einen zweiten Platz im CCI4*-S ummünzen. „Bei der ersten Prüfung im Jahr war sie immer etwas wild – auch mit 19 Jahren noch“, berichtet Ostholt. „Sie ist so fit und frisch. Ich freue mich mit ihr auf unseren letzten Start bei der ERM in Wiesbaden und dann schauen wir mal.“ Nun soll „Penny“ vielleicht noch ein Fohlen bekommen und vor allem ihre Rente auf der Wiese genießen.

St.GEORG NEWSLETTER

Schnell, aktuell und auf einen Blick wissen, was Sache ist!
Das bietet der St.GEORG Newsletter.