Luhmühlen: Sandra Auffarth mit Doppelerfolg und Christoph Wahler

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Sandra Auffarth und Viamant du Matz bei der EM 2019 in Luhmühlen (© von Hardenberg)

Auch wenn die große Luhmühlener Vielseitigkeit ausfallen musste, am Wochenende wurde Busch geritten in der Westergellerser Heide. Und es war fast jeder da, der in Deutschland Rang und Namen hat.

Die ehemalige Weltmeisterin Sandra Auffarth hat die Corona-Pause gut genutzt! Ihr französischer Diamant de Semilly-Sohn Viamant du Matz ging die Dressur seines Lebens mit 21,9 Minuspunkten (78,57 Prozent) in der Drei-Sterne-Aufgabe und übernahm vom Fleck weg die Führung. Dabei beließ er es dann auch – strafpunktfrei durch Parcours und Gelände, ein ungefährdeter Sieg.

„Man merkt, dass die Zusammenarbeit mit Jonny Hilberath nun Früchte trägt“, sagte Bundestrainer Hans Melzer der FN in Bezug auf die Dressurleistung von Viamant du Matz. Und er freute sich auch über die weitere Platzierung seiner langjährigen Leistungsträgerin.

Die größte Konkurrenz von Viamant du Matz kam aus dem eigenen Stall. Mit dem Holsteiner Let’s Dance, der einst von Marina Köhncke in den Sport gebracht worden war, wurde Sandra Auffarth auch noch Zweite. Auch hier blieb es beim Dressurergebnis, 22,4 Minuspunkten in dem Fall.

Dazu Melzer: „Die beiden sind inzwischen gut zusammengewachsen, so dass Sandra jetzt über zwei gleichwertige Pferde verfügt“, so Melzer. Saisonziel für sie und etliche andere deutsche Topreiter sei nun die Fünf-Sterne-Prüfung im französischen Pau Ende Oktober.

Sophie Leube und Jadore Moi verloren den zweiten Platz wegen 1,2 Zeitstrafpunkten im Cross. So wurde es Rang drei.

Erst dahinter folgte Michael Jung mit seinen beiden Spitzenpferden. Chipmunk war mit 23,9 Minuspunkten Fünfter nach der Dressur und hatte 0,4 Zeitfehler im Parcours. Das bedeutete in Summe Rang vier mit 24,3 Minuspunkten, gefolgt von Stallkollegin Rocana, bei der im Cross 1,2 Zeitfehler zum Dressurergebnis von 25,4 Minuspunkten hinzukamen.

Mit Go for S, die Jung gerade erst von seiner Freundin Faye Füllgraebe übernommen hatte, landete der dreifache Olympiasieger auf Platz 13 nach einer 29,3 Minuspunkte-Dressur und vier Zeitstrafpunkten im Cross.

Nicht nur Michael Jung vertrat seinen Stall, auch sein italienischer Bereiter Pietro Grandis war in Luhmühlen gut beschäftigt. Unter anderem stellte er Jungs ehemaligen Takinou mal wieder auf einem Turnier vor und belegte Rang 19 in der zweiten Abteilung für die jüngeren Reiter.

Abteilung 2

Was Sandra Auffarth in der ersten Abteilung gelang, machte Christoph Wahler in der zweiten nach: Mit 22,1 Minuspunkten setzten er und sein Spitzenpferd Carjatan S sich schon in der Dressur an die Spitze des Feldes und gaben die Führung auch in Springen und Gelände nicht mehr ab. Ein ungefährdeter Sieg.

Zweite wurde die Doppel-Europameisterin der Junioren 2019, Anna-Lena Schaaf, auf ihrer bewährten Fairytale mit 25,7 Minuspunkten. Das bedeutete zugleich den Sieg in der U25-Wertung vor Alina Dibowski mit Barbados und Anais Neumann auf Pumuckel E.

Mindestens so sehr wie über ihren Erfolg dürfte sich Anna-Lena Schaaf über das Lob des Bundestrainers freuen: „Anna-Lena ist wirklich ein Riesentalent. Es ist gigantisch wie sie reitet, sie hat eine tolle Ausbildung, ist immer cool und hat den notwendigen Tunnelblick. Dazu kommt, dass sie ihre Erfolge mit eher ‚normalen‘ Pferde hat. Das erinnert mich an Michael Jung, der früher auch mit jedem Pferd Vielseitigkeit geritten ist. Von solchen Pferden, wenn man etwas daraus macht, lernt man oft mehr als von einem Fünf-Sterne-Knaller.“

Und was aus solchen Reitern wird, hat die Geschichte ja gezeigt …

Alle Ergebnisse aus Luhmühlen finden Sie hier.

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