Wiesbaden: Ingrid Klimke und Escada deutlich in Führung nach Dressur

Escada unter Ingrid Klimke

Escada unter Ingrid Klimke (© Archivbild Rau)

Fast ein Jahr ist es her, dass Ingrid Klimkes Mannschaftsweltmeisterin Escada ihr letztes Turnier gegangen ist. Im Wiesbadener Schlosspark meldete sie sich heute mit einer super Dressur zurück.

Mit 34,60 Minuspunkten führen Ingrid Klimke und die 13-jährige Escada das Teilnehmerfeld vor dem Gelände an. Die Hannoveraner Embassy-Tochter präsentierte sich frisch und gehorsam, wie immer präzise und auf den Punkt vorgestellt von der Reitmeisterin. Sie sieht topfit aus. Aber für die EM in Strzegom ist trotzdem Stallkollege Hale Bob der Favorit. Mit dem war Ingrid Klimke jüngst in Badminton erfolgreich, auch wenn es beim abschließenden Springen ein für das Paar untypisches Missverständnis gegeben hatte.


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Auf Rang zwei liegt vor dem morgigen Gelände nun Ingrid Klimkes Teamkollegin der Silbermannschaft von Rio, Julia Krajewski. Allerdings hat sie in Wiesbaden nicht ihr Championatspferd Samourai du Thot gesattelt, der in Wiesbaden 2015 schon siegreich gewesen war, sondern ihre Nachwuchshoffnung Chipmunk. Der neunjährige Hannoveraner v. Contendro erhielt 36,20 Minuspunkte für eine sehr durchlässige und gehorsame Vorstellung. Chipmunk ist ein echtes Talent. 2016 war er Zweiter in Wiesbaden (übrigens hinter Ingrid Klimke, aber mit Hale Bob) und gewann im Herbst seine erste lange Drei-Sterne-Prüfung in Strzegom, wo in diesem Jahr die Europameisterschaft stattfindet.

Sara Algotsson-Ostholt, die schwedische Ehefrau von Frank Ostholt, die 2012 am letzten Parcourshindernis olympisches Einzelgold an Michael Jung verlor, behauptet sich derzeit mit Reality auf dem dritten Platz (42,0).

Das gesamte Dressurergebnis der Event Rider Masters-Etappe von Wiesbaden finden Sie hier.

Jung nicht auf der Liste

Dritter ist übrigens eigentlich nicht Sara Algotsson-Ostholt, sondern Michael Jung mit Nachwuchspferd Star Connection. Die beiden starten in der Event Rider Masters Etappe gewissermaßen außer Konkurrenz und tauchen darum nicht in der Ergebnisliste auf.

Star Connection, ehemals Weltmeister der jungen Vielseitigkeitspferde, hatte sich vor zwei Jahren auf der Weide das Erbsenbein gebrochen und musste darum länger pausieren. Damals war noch unklar, ob er überhaupt je zurückkehren würde in den Sport. Das gelang. Aber weil ihm aufgrund der Pause die nötigen Qualifikationen für die ERM fehlen, darf er in Wiesbaden „nur“ am CIC3* teilnehmen. Für seinen Reiter bedeutet das, im Falle einer Platzierung erhält er weder Punkte noch das erhöhte Preisgeld der Serie.

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