WM junge Dressurpferde 2019: Die Fünfjährigen für die zweite Sichtung

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Secret unter Jessica Lynn Andersson, hier als Sieger in der Qualifikation der dreijährigen Hengste beim Bundeschampionat 2017. (© Kiki Beelitz)

Heute ist Sichtung der fünf- und sechsjährigen Dressurpferde für die Weltmeisterschaften der jungen Dressurpferde. Welche Fünfjährigen sich für die zweite Sichtung empfehlen konnten, steht bereits fest.

Mit folgenden Pferden gibt es ein Wiedersehen bei der zweiten Sichtung am 2. Juli, ebenfalls in Warendorf (in alphabetischer Reihenfolge):

Donatella, Hannoveraner Stute v. Diamond Hit – Fürst Heinrich (Z.: Michaela Kaldewei, Reiterin: Ann-Christin Wienkamp)

Donatella ist erst dieses Jahr mit Ann-Christin Wienkamp die ersten Turniere gegangen. Reitpferdevierecke hat sie nie gesehen, und sie ging auch nur eine Dressurpferdeprüfung der Klasse A. Bei vier Auftritten in Klasse L war sie zweimal siegreich und zweimal Fünfte. Die Stute hat einen gekörten Halbbruder. Ihre Mutter Falaise v. Fürst Heinrich-Brentano II brachte auch den in Redefin gekörten Oldenburger Ghislain v. Governor.

Espe, Westfälische Stute v. Escolar – Dimaggio (Z.: Walter P.J. Droege, Reiterin: Eva Möller)

Mit ihren fünf Jahren kann man Espe schon als Seriensiegerin bezeichnen. 2018 ging sie zwei Reitpferdeprüfungen, wurde in der ersten Dritte, in der zweiten hatte sie die Nase vorn. Und seitdem ist die Braune ungeschlagen. Bislang saß immer Züchtertochter Hedda Droege im Sattel, nun hat Eva Möller übernommen. Die beiden sind auch schon fürs Bundeschampionat qualifiziert – mit 8,8!

Espes Vater Escolar, selbst zweifacher Reitpferdebundeschampion und ja jüngst mit seinem Ausbilder Hubertus Schmidt in den Olympiakader berufen, stellte schon Bundeschampions, wie zum Beispiel Eternity, den Cathrine Dufour für den Stall Helgstrand ausbildet. Ein offiziell noch namenloser Vollbruder zu Espe wurde im vergangenen Jahr bei der westfälischen Hauptkörung gekört.

Secret, Deutsche Sportpferd (BaWue), Hengst v. Sezuan –St. Moritz (Z.: Hubert Vogler, Reiterin: Jessica Lynn Thomas/SWE)

Ein YouTube-Video machte diesen Württemberger Hengst vom Gestüt WM auf einen Schlag berühmt. Er hatte eine volle Deckliste noch ehe ihn ein Züchter live zu Gesicht bekommen hatte. Beim Bundeschampionat 2017 ging er als Führender ins Finale der dreijährigen Hengste, bei dem damals noch der Fremdreitertest über die Medaillenverteilung entschied. Am Ende wurde es Silber für den Rappen. 2018 ging er kein Turnier. Dieses Jahr stellte seine Stammreiterin Jessica Lynn Thomas ihn viermal vor und war viermal siegreich.

Dante’s Hit, Oldenburger Wallach v. Dante Weltino – Sandro Hit (Z.: Sam Duckworth/GBR, Reiterin: Dorothee Schneider)

Dante’s Hit ist ebenfalls erst dieses Jahr in den Turniersport eingestiegen. Seine ersten Erfolge – vier an der Zahl, zwei Siege, zwei dritte Plätze inklusive Bundeschampionatsqualifikation – sammelte Dante’s Hit unter Stefanie Hladik. Für die WM hat die frisch gebackene Reitmeisterin Dorothee Schneider die Zügel übernommen.

For Gold, Oldenburger Hengst v. Franziskus – Zack (Z.: Next Generation Dressurpferde der Zukunft GmbH, Reiterin: Stefanie Wolf) 

Nachdem sich mit Total Hope gestern bei den Siebenjährigen ein direkter Sohn von Olympiasiegerin Weihegold für die zweite Sichtung empfehlen konnte, folgt nun ein Enkel. For Golds Mutter Weihcera v. Zack ist eine direkte Tochter von Isabell Werths dreifacher Weltcup-Siegerin. Ausgebildet wird der Hengst von Stefanie Wolf im Stall Hinnemann. Seine bisherige Erfolgsbilanz: elf Starts, neun Siege.

Geniale, Oldenburger Stute v. Grey Flanell – Sir Donnerhall I (Z.: Maren Bergen, Reiterin: Annika Korte)

In Neuss-Grefrath, wo For Gold seinen letzten Sieg vor Warendorf holte, war auch Geniale am Start und wurde Vierte – eine von fünf Top fünf-Platzierungen, die die Stute dieses Jahr mit Annika Korte sammelte. Ein Sieg war bislang nicht darunter. Die Großmutter der Stute, die Latimer-Tochter Lara Croft, ist übrigens unter anderem auch die Mutter des gekörten Honoré du Soir sowie von Kira Wulferdings Bundeschampionesse der dreijährigen und inzwischen Grand Prix-fertigen Burg-Pokal Finalistin Soiree d’Amour.

Go Twitter, Oldenburger Wallach v. Grey Flanell – Sandro Song (Z.: Gestüt Bonhomme, Reiterin: Lena Waldmann)

Go Twitter ist ein echtes Bonhomme-Produkt. Schon die Mutter und die Großmutter kamen bei Familie Gutman zur Welt und der Vater Grey Flanell ist dort stationiert. Die Trakehner Großmutter Ramina II v. Consul-Insterruf stellte mit Serafino einen gekörten Sohn, der im Landgestüt Redefin stationiert war.

Go Twitter selbst ging im Herbst 2018 erstmals eine Dressurpferdeprüfung Klasse A, die er als Sechster beendete. Zuletzt glänzte er vor allem vor dem Wiesbadener Schloss, wo die frühere EM-Sichtung der Ponys ja inzwischen durch internationale Prüfungen für den vierbeinigen Nachwuchs ersetzt wurden. In der FEI-Einlaufprüfung für die Fünfjährigen gab es die gelbe Schleife, in der eigentlichen Wertung die silberne.

Moosbend’s Rockadera, Rheinländer Stute v. Rock Forever I – Ricardos (Z.: Gestüt Moosbend Gemo, Reiterin: Jill de Ridder)

Moosbend’s Rockadera hatte erst drei Turnierstarts, ehe sie nach Warendorf kam, alle unter Jill de Ridder. Sie gewann eine Dressurpferdeprüfung Klasse A und war in Klasse L zweimal Zweite, zuletzt in Neuss-Grefrath, wo For Gold die Nase vorn gehabt hatte. Die Großmutter der Stute, Salice Salentina v. Sandro Hit, hatte einen gekörten Sohn: den Rheinländer Ludowig.

Spökenkieker V, Hannoveraner Hengst v. Spörcken – Rotspon (Z.: Alfred Reimann, Reiter: Nico Kapche)

Im vergangenen Jahr ritt Nico Kapche, der als Bereiter bei Helen Langehanenberg tätig ist, Spökenkieker im Finale des Bundeschampionats der vierjährigen Hengste auf Rang sechs. Dieses Jahr waren die beiden bei drei Starts dreimal Erste.

Velvet, Westfälischer Hengst v. Van Vivaldi – Fidermark (Z.: N.F. ten Heuvel de Vries, Reiterin: Ann-Christin Wienkamp)

2018 wurde der Warendorfer Landbeschäler noch von Henrike Sommer vorgestellt, die ihn siegreich in Reitpferdeprüfungen ritt. Auch Velvet ging in Neuss-Grefrath, dort dann erstmals unter Ann-Christin Wienkamp, mit der er Dritter wurde hinter For Gold und Moosbend’s Rockadera. Aus Velvets Mutter Finlay v. Fidermark-Domenicob gibt es noch einen weiteren, beim ZfdP gekörten Sohn: Monaco Franze.

Valverde, Westfälische Hengst v. Vitalis – Ampère (NLD) (Z.: Reesink Pferde GmbH, Eva Möller)

Der Körsieger 2016, seitdem im Besitz des Stalls Helgstrand und in Ausbildung bei Eva Möller. Im vergangenen Jahr gewann Valverde Silber beim Bundeschampionat. Seitdem ist er kein Turnier mehr gegangen.

Quiana W, Rheinländer Stute v. Quaterstern – Rubinstern Noir (Nicole Wego)

Quiana W stammt aus der eigenen Zucht der Familie Wego und hat in ihrem Leben bislang erst einen Turnierplatz gesehen, den in Bielefeld-Holtkamp. Dort wurde sie auf Anhieb Zweite in einer Dressurpferdeprüfung der Klasse L.

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