Bundeschampionatsqualifikation in Riesenbeck mit Fürst Kennedy und Zoom an der Spitze

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Zoom v. Zack (© Georg Frerich)

Nachdem Christian Kukuks Youngster bei den Bundeschampionatsqualifikationen der Springpferde in Riesenbeck abgesahnt hatte, waren gestern die Dressurpferde an der Reihe. Acht sicherten sich das Ticket nach Warendorf.

Bei den fünfjährigen Dressurpferden dominierte der Oldenburger Hengst Fürst Kennedy, ein Sohn des WM-Bronzemedaillengewinners und frisch Burg-Pokal qualifizierten Fürsten-Look aus einer Mutter v. Don Kennedy-Contender-Tin Rocco. Er stammt aus der Zucht des Gestüts Lewitz und hat mit dem Bordeaux-Sohn Buenos Dias einen ebenfalls gekörten Halbbruder. Fürst Kennedy steht im Besitz seines Reiters, des Portugiesen Joao Moreira. Der hat unter anderem bei der 5*-Richterin Mariette Withages sein Handwerk gelernt, ritt zwischendurch bei Andreas Helgstrand in Dänemark und ist mittlerweile im rheinischen Sonsbeck auf der Anlage stationiert, auf der zuvor Matthias Bouten tätig gewesen war, eher der zu Familie Meggle wechselte.

In Riesenbeck stellte Moreira Fürst Kennedy nun für eine 8,3 vor. Im Trab erhielt der Hengst sogar eine 9,0, im Schritt 8,0, Galopp und Gesamteindruck 8,5, Durchlässigkeit 7,5.

Knapp geschlagen geben musste sich der Lodbergener Hengst La Vie v. Livaldon-Scolari (Z.: Heinz Gerdes) mit der Schwedin Therese Nilshagen im Sattel. Bei seinem ersten Turnier dieses Jahr überzeugte er mit einer 8,2 insgesamt, die sich zusammensetze aus der 8,0 in Trab, Galopp und Durchlässigkeit sowie jeweils einer 8,5 für Schritt und Gesamteindruck.

Dritter wurde der Siegerhengst der NRW-Körung 2017, der For Romance-Sohn Fashion in Black v. For Romance-Lauries Crusador xx (Z.: Matthias Böckermann), den wie immer Johanna Klippert für die Station Holkenbrink vorstelle. Fashion in Black gehörte ja schon vierjährig auf dem Warendorfer Reitpferdeviereck zu den Medaillenträgern (Silber) und erhielt nun eine 8,1 in der Dressurpferdeprüfung Klasse L. Bei ihm gab es die 8,0 für Schritt und Trab, 8,5 für Galopp und Gesamteindruck und 7,5 für die Durchlässigkeit.

Bundeschampionatsticket Nummer vier sicherte sich der Oldenburger Hengst Gaitano v. Goldberg-Rohdiamant (Z.: Heiko Meinen) mit seiner ständigen Reiterin Beatrice Buchwald. Er erhielt die höchste Rittigkeitsnote des Lots, eine 8,5. Zusammen mit jeweils 8,0 für Trab, Galopp und Gesamteindruck sowie 7,5 im Schritt stand am Ende ein glattes Gut auf der Anzeigentafel. Seine Rittigkeit hatte Gaitano ja unter anderem auch schon beim Sporttest bewiesen, wo er zweimal als Sieger hervorgegangen war.

Etwas überraschend war das Abschneiden des großen Favoriten, des Rheinländers Escamillo v. Escolar-Rohdiamant unter Helen Langehanenberg. Der Hannoveraner Prämienhengst 2017 kennt die Halle des Reitsportzentrums Riesenbeck International ja eigentlich bereits. Vor wenigen Wochen hatte er hier seine erste Dressurpferdeprüfung Klasse L überlegen mit 9,0 gewonnen. Davor waren er und Helen Langehanenberg schon siegreich beim Sporttest gewesen.

Doch gestern war nicht der Tag des Hengstes. An der kurzen Seite bei C schien er etwas entdeckt zu haben, was ihn so irritierte, dass er mehrfach „auf dem Absatz kehrt“ machte. Helen Langehanenberg tat schließlich das einzig Vernünftige, gab auf, ließ Escamillo aber noch ein paar mal im Leichttraben am längeren an der kurzen Seite vorbei traben, um ihm das Vertrauen wiederzugeben.

Auf ihrer Facebook-Seite erklärte Helen Langehanenberg: „Escamillo war so toll beim Abreiten. Da sich leider kurzfristig Zeiten verschoben hatten, worüber wir nicht informiert wurden, konnten wir ihm vorher das Viereck nicht zeigen. Leider ist uns das zum Verhängnis geworden und er hatte große Angst vorm Richtertisch und wollte dort nicht so gerne vorbei gehen. Er ist ein absolut überragendes Pferd, trotzdem brauchen wir jetzt etwas Turnierroutine…! Aber auch die Runde heute wird seiner außergewöhnlichen Qualität keinen Abbruch tun!“

Sechsjährige

Trösten konnte Helen Langehanenberg sich mit einer starken Runde ihres Hengstes Nummer zwei, dem Hannoveraner Zoom v. Zack-Don Schufro, den sie für das Landgestüt Warendorf reitet. Der von Dorthe M. Jeppesen gezogene bunte Braune siegte mit 8,7, erhielt jeweils eine 8,5 in Trab, Schritt und Durchlässigkeit sowie 9,0 für Galopp und Gesamteindruck.

Auch in dieser Gruppen dominierten die Hengste. Platz zwei ging an den ehemaligen Bundeschampion Finest Selection v. Follow Me-Lauries Crusador XX (Z.: Hein-Hermann Leismann), den Patrick Kraft für das Dressurpferde Leistungszentrum Lodbergen vorstellte. Bei ihm wurde die Durchlässigkeit mit 8,0 bewertet, alle anderen Kriterien waren den Richter eine 8,5 wert. So stand am Ende eine 8,4.

Auch die weiteren Plätze gingen an Oldenburger Pferde. Der Sezuan-Hotline-Sohn Spotify (Z.: ZG Böddeker/Seitz) wurde unter Sabrina Geßmann Dritter mit 8,3. Herausragend war der Schritt, den die Richter mit 9,0 bewerteten. Für Trab und Gesamteindruck gaben sie eine 8,5, für den Galopp eine 8,0 und für die Durchlässigkeit eine 7,5.

Platz vier sicherte sich der Oldenburger Siegerhengst von 2016, Fürst Fabrice v. Fürstenball-Sandro Hit (Z.: Arnold Wegbünder) mit Pascal Kandziora im Sattel. 8,5 für Schritt und Trab, 8,0 für Galopp und Gesamteindruck sowie 7,0 in der Durchlässigkeit summierten sich zu einer glatten 8.

Alle Ergebnisse finden Sie hier.

 

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