Stockholm: SAAB Top Ten Premiere mit Grand Prix-Sieg für Isabell Werth

Auf jeden Fall einer für ganz oben: Emilio unter Isabell Werth.

Emilio unter Isabell Werth. (© Toffi)

Was das Rolex Top Ten Springen in Genf den Springreitern, ist den Dressurreitern nun das SAAB Top Ten Finale in Stockholm bei der Sweden Horse Show. Dieses Wochenende ist Premiere und nach dem Auftakt-Grand Prix ist klar: Das wird morgen eine spannende Entscheidung.

Als Favoriten waren vor allem Isabell Werth und Cathrine Dufour (DEN) nach Schweden gereist, die beiden Einzelmedaillengewinnerinnen der Europameisterschaften in Göteborg. Allerdings hatte Isabell Werth nicht EM-Pferd Weihegold mit nach Stockholm genommen, sondern den Weltcup-Sieger von Lyon, Emilio. Insofern war die Entscheidung zwischen ihr und Dufour noch einmal spannender. Zumal die Dänin ja in Herning schon gezeigt hat, dass sie Isabell Werth schlagen kann. Für die erste Weltcup-Etappe der Saison hatte diese Don Johnson gesattelt, und der war in beiden Prüfungen hinter Cathrine Dufours Cassidy platziert.

Den Auftakt der Prüfung machte jedoch noch eine andere: Mannschaftseuropameisterin Helen Langehanenberg mit Damsey. Der Hannoveraner Dressage Royal-Sohn zeigte sich von seiner besten Seite und wurde mit 77,760 Prozent belohnt.

Anschließend betraten Cathrine Dufour und Cassidy das Viereck, das Paar aus Dänemark, das sich schon seit den Juniorentagen kennt. Niemand hatte dem Caprimond-Sohn zugetraut, dass er eines Tages ein Grand Prix-Pferd werden würde, geschweige denn eines, dass es mit der Weltspitze aufnehmen und die 80 Prozent-Marke im Grand Prix de Dressage knacken könnte. All jene, die damals geunkt haben, wurden heute einmal mehr eines Besseren belehrt: 79,30 Prozent, und das trotz eines Patzers in den doppelt bewerteten Zick-Zack-Traversalen. Die Richterin bei C, Susanne Baarup (DEN), und ihr Kollege bei M, Gustaf Svalling (SWE), hatten sie mit jeweils fast 82 Prozent auf Rang eins. Svalling gab dem Paar zweimal eine 10,0, in der zweiten Pirouette und für Sitz und Einwirkung, beides Noten, die ebenfalls doppelt bewertet werden.

Isabell Werth und ihr elfjähriger Westfale Emilio v. Ehrenpreis waren als nächstes dran. Bei der ersten Grußaufstellung reichten die Bewertungen der Richter von 6,5 (Christof Umbach bei E, Luxemburg) bis 9 (Gustaf Svalling). Dann legte Emilio los mit der Trabtour. Der Braune besticht durch seine ungezwungene Elastizität und die Piaffe-Passage-Tour liegt ihm einfach. Susanne Baarup bei C gab auf eine Passage sogar die 10. Dann gab es eine Störung beim Anpassagieren aus dem versammelten Schritt, Vieren und Fünfen waren die Konsequenz. Noch ein weiterer Patzer drückte auf die Gesamtpunktzahl. Aber am Ende standen 79,70 Prozent auf der Anzeigetafel. Damit hatte Isabell Werth ihre größte Konkurrentin Dufour schon einmal hinter sich.

Aber da kamen ja noch Reiter, unter anderem die beste Schwedin der Europameisterschaften: Therese Nilshagen mit dem Oldenburger Hengst Dante Weltino v. Danone. Die beiden waren vorletztes Paar und begannen in der Trabtour mit einer durchschnittlichen Wertung von 81 Prozent und mehr. Christof Umbach gab ihnen für die erste Trabverstärkung gar eine 10. Doch Dante Weltino kann es in Sachen Schritt nicht ganz aufnehmen mit den beiden bis dato führenden Pferden und auch die Piaffe-Passage-Tour erhielt mehr Siebenen als Achten. Nichtsdestotrotz brachten die Lokalmatadoren eine sichere tolle Prüfung nach Hause, die mit 77.980 Prozent bewertet wurde.

Das bedeutete: Sieg für Isabell Werth, Platz zwei für Cathrine Dufour, Rang drei für Therese Nilshagen und Vierte wurden Helen Langehanenberg und Damsey. Dahinter ging es wieder schwedisch weiter mit Patrik Kittel auf Deja (75,50) und Tinne Vilhlemson Silfvén mit Paridon Magi (74,920).

Inessa Merkulova (RUS) und Mister X kamen auf 74,860 Prozent. Es reihten sich ein Rose Mathisen (SWE) mit Zuidenwind (73,760), Severo Jurado Lopez (ESP) auf Deep Impact (73,720) und Anna Zibrandtsen (DEN) mit Arlando (70,660).

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