10 Dinge über Christian Ahlmanns Codex One

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Sieger der ersten Global Champions Tour-Etappe von Berlin: Christian Ahlmann und Codex One. (© von Hardenberg)

Im Rahmen des Deutschen Spring-Derbys 2019 ist Codex One offiziell aus dem Sport verabschiedet worden. Der Hannoveraner Hengst hat unter Christian Ahlmann Geschichte geschrieben, als er den Großen Preis von Aachen 2014 gewann. Mehr als 1,5 Millionen Euro hat Codex One in seiner Karriere verdient. Hier haben wir zehn Dinge über „Codex“ zusammengestellt.

Rollen wir das Feld einmal von hinten auf: Sein letztes Turnier ging Codex One Ende September 2017 in Rom, wenige Wochen davor war er noch Zweiter im Großen Preis der Global Champions Tour Etappe von Valkenswaard. Im Stechen war er damals 73 Hundertstel Sekunden langsamer als der siegende Lorenzo de Luca (ITA) mit Ensor de Litrange. Der Lohn: 60.000 Euro – sein letztes Gewinngeld.

Großverdiener Codex One

Insgesamt beläuft sich das Gewinngeld von Codex One auf 1.517.488 Euro

Sieger im Großen Preis von Aachen

Julia Rau

Elfmal hat Codex One die Ehrenrunde bei einem internationalen Springen angeführt. Aber diese elf Siege hatten es in sich. Das zeigt sich schon an der Gewinnsumme: 854.230 Euro summieren sich für die elf Triumphe auf. Der größte Triumph war der Sieg im Großen Preis von Aachen 2014. 330.000 Euro gewannen Christian Ahlmann und Codex One allein an diesem Tag.

Der Hengst siegte außerdem im Jumping Berlin 2017 vor Simone Blum und DSP Alice, die ein Jahr später Weltmeister werden sollten. Weiter prominente Turniersiege feierten Christian Ahlmann und Codex One in Hamburg 2013, 2015 beim Weltcupspringen in Stuttgart sowie in den Großen Preisen von Frankfurt 2011 und Neumünster 2016.

Premiere in Mannheim

Im Mai 2011 ritt Christian Ahlmann den Hengst das erste Mal auf einem internationalen Springturnier: Auf dem Mannheimer Maimarkt kam die Kombination mit einem Zeitfehler ins Ziel – aber ohne Abwurf.

Für Christian Ahlmann dank Marion Jauß gesichert

Im Jahr 2011 erwarb Marion Jauß den braunen Hannoveraner. Auch wenn Jauß weniger prominent ist als ihre Schwester Madeleine Winter-Schulze, so sind die Erfolge von Christian Ahlmann ohne die gebürtige Berlinerin genauso wenig vorstellbar wie die Karrieren von Isabell Werth und Ludger Beerbaum. Der Vater der beiden Schwestern, Eduard Winter, war schon vor und erst recht nach dem zweiten Weltkrieg einer der großen Autohändler in Berlin. Außerdem war er auch an dem Vertrieb koffeinhaltiger Brause beteiligt. Seine beiden Töchter ritten früher mit dem Papa durch den Grunewald. Marion Jauß ist außerdem eine erfolgreiche Trabbrennfahrerin gewesen. Diese Leidenschaft teilt sie mit Christian Ahlmanns Vater Georg. Schon Cöster, mit dem Christian Ahlmann Europameister wurde, gehörte Marion Jauß.

Codex One für Deutschland

Dreimal wurden Christian Ahlmann und Codex One von den Bundestrainern in das deutsche Team bei Championaten berufen.

2012 bei den Olympische Spielen in London, die für die Deutschen wenig ruhmreich verliefen, wurde Codex One Zehnter mit dem deutschen Team. Die Einzelwertung sah das Paar Christian Ahlmann und Codex One auf Platz 64. Deutlich besser lief es bei den Europameisterschaften 2013 im dänischen Herning: Silbermedaille mit der Equipe Deutschland, Einzel Zwölfter.

Pauline von Hardenberg

Die Weltmeisterschaften 2014 in Caen beendete das Paar als 30. In der Einzelwertung. Als Vierte schrammte die deutsche Abordnung an der Bronzemedaille im Teamwettbewerb knapp vorbei.

Karrierestart mit Karl Brocks

International ließ Codex One erstmals 2009 bei der Weltmeisterschaft der siebenjährigen Springpferde aufhorchen. Im Finale wurde er unter Karl Brocks Vierter. Brocks hatte den Hengst für den damaligen Besitzer Bernfried Erdmann ab 2007 geritten. Auch der erste der insgesamt elf internationalen Siege geht auf das Konto von Karl Brocks. Beim CSI Spangenberg am 1. Juli 2010 durfte Codex One erstmals in einem internationalen S-Springen die Ehrenrunde anführen. Susann Schlenzig und Annette Hülsmann hatten den Hengst vor Brocks in Basisprüfungen geritten.

Klassische Zuchtkarriere zu Beginn der Laufbahn

Codex one wurde im Oktober 2004 in Verden beim Hannoveraner Verband gekört. Bernfried Erdmann erkannte das Talent des Contendro-Sohns. Codex One stammt aus dem zweiten Jahrgang von Contendro. Der Holsteiner Contendro v. Contender-Reichsgraf ist auch Vater von u.a. Cool Hand Luke/Markus Beerbaum sowie den Vielseitigkeitscracks Chipmunk/Julia Karajewski und Michael Jung und Corrida/Andreas Dibwoski.

Codex One absolvierte den 30 Tage-Test im Springen mit einer 8,58. Dressur  war „eher nicht so seins“: 6,83 lautete hier die Endnote.

Ein Macho, wo auch immer er ist

Dass Codex One ein Hengst ist, macht er jedem deutlich. Zu jeder Zeit. Seine Box in Marl hat gepolsterte Wände, die Krippe wurde sicherheitshalber abmontiert. Denn Codex One macht aus seinem Hormonstatus kein Geheimnis. Unterm Sattel aber weiß er sich zu benehmen.

Wie der Vater so die Kinder

Da das Deckgeschäft zunächst nicht im Vordergrund stand, ist die Anzahl von Nachkommen noch recht überschaubar. Aber die wenigen volljährigen Kinder von Codex One haben es in sich. 21 Nachkommen sind im deutschen Sport registriert. Drei davon sind acht Jahre oder älter. Sie sind alle in S-Springen platziert. Und international gibt es mit dem Rheinländer Curious George bereits ein PFerd, das in den Springen geht, die einst der Vater bestritt. Unter der US-Amazone Laura Kraut wurde der Wallach Ende Mai 2019 Siebter im Großen Preis von Rom.

Ursprung an der Weser

Zur Welt gekommen ist Codex One bei Züchter Wilhelm Berghorn in Stolzenau an der Mittelweser. Die Mutter Gipsy v. Glückspilz-Egerländer hat neben dem Vollbruder Codex Two auch den gekörten Classic One v. Classe das Leben geschenkt.

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