Die Deutschen Meisterschaften der Springreiter findet statt – Teilnehmer und Ablauf stehen fest

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Ludger Beerbaum, Steve Guerdat und Jeroen Dubbeldam – drei Einzel-Olympiasieger, die kommendes Wochenende in Riesenbeck am Start sein werden. Hier ein Foto aus 2015, wo die drei schon einmal in Riesenbeck aufeinandertrafen. (© Große Feldhaus)

Angesichts der verlängerten Corona-Einschränkungen herrschte eine gewisse Unsicherheit, ob die Deutschen Meisterschaften der Springreiter wie geplant vom 3. bis 6. Dezember in Riesenbeck stattfinden können. Nun herrscht Gewissheit.

Am übernächsten Wochenende ist es so weit. Das Reitsportzentrum Riesenbeck International öffnet seine Pforten für die deutschen Springreiter, die Felix Haßmann seinen Titel streitig machen wollen. Und für internationale Stars, die in den offen ausgeschriebenen Prüfungen ebenfalls an den Start gehen.

Die Teilnehmerliste kann sich wahrlich sehen lassen. Eine Promi-Dichte, dass man sagen muss: Riesenbeck statt Weltcup? Funktioniert! Die Nummer eins der Weltrangliste, Steve Guerdat, hat ebenso sein Kommen angekündigt wie Jeroen Dubbeldam, Olympiasieger, Ex-Welt- und Europameister. Hausherr Ludger Beerbaum selbst ist natürlich auch am Start und damit dann schon drei Einzel-Olympiasieger.

Außerdem stehen Julien Epaillard und Kevin Staut aus Frankreich auf der Liste, Österreichs Max Kühner, die Familie Gulliksen aus Norwegen, Chloe Reid aus den USA (die ja schon mehrfach sehr erfolgreich war in Riesenbeck), Abdel Said aus Ägypten, der Ex-Riesenbecker Henrik von Eckermann (SWE) usw.

Und auch die deutschen Kaderreiter sind am Start (mit Ausnahme von Weltmeisterin Simone Blum und Janne Friederike Meyer-Zimmermann): Christian Ahlmann, Daniel Deußer, Marcus Ehning, Maurice Tebbel, Sven Schlüsselburg, Patrick Stühlmeyer, Philipp Weishaupt usw. Auch Vielseitigkeitsolympiasieger Michael Jung kommt.

Insgesamt stehen 13 Prüfungen auf dem Plan, neben den Deutschen Meisterschaften entscheidet sich in Riesenbeck auch, wer U25 Springpokal-Sieger 2020 wird. Zuschauer sind nicht erlaubt, aber alle Ritte werden auf Clip My Horse übertragen.

Veranstalter Ludger Beerbaum fasst zusammen: „Um dazu beizutragen, die Kontakte eines jeden zu verringern und somit die Zahl der Neuinfektionen mit Covid 19 zu senken, wird diese Veranstaltung erheblich anders ablaufen als bisher gewohnt. Wir üben in einem professionellen Umfeld unseren Sport aus, nicht mehr und nicht weniger.“

Ablauf

Jeder Teilnehmer darf nur einen Pfleger mitbringen. Es sind keine Angehörigen und keine Begleitpersonen gestattet. Sowohl Besucher als auch Sponsoren müssen draußen bleiben und es darf nur ein Minimum an Offiziellen vor Ort sein, um die Anzahl der Personen so gering wie möglich zu halten. Auch dürfen keine Journalisten vor Ort sein. Es wird keine Bewirtung und keine Ausstellung geben.

In der Pressemitteilung heißt es: „Die Intention der Organisatoren und der FN ist, in Zeiten von Existenzangst, Turnierabsagen und Störung des Trainingsalltags den Reitern und den Pferden eine Chance zu geben, den Wettkampfalltag zu erhalten.“

Ludger Beerbaum: „Im kommenden Jahr stehen – so hoffen wir alle – mit den Olympischen Spielen und den Europameisterschaften, die im September 2021 in Riesenbeck stattfinden sollen, Großereignisse an. Dafür ist es wichtig, dass Pferde und Reiter nicht aus dem Rhythmus geraten.“

Infos: www.riesenbeck-international.com