Dublin: Irischer Heimsieg im Nationenpreis

Die jubelnden Iren auf dem Treppchen vor heimischer Kulisse bei der Dublin Horse Show

(© Die jubelnden Iren auf dem Treppchen vor heimischer Kulisse bei der Dublin Horse Show)

Das war’s, aus der Traum vom Nationenpreisfinale in Barcelona. Platz vier in Dublin für Deutschlands Springreiter reichte nicht, um das Finale noch aus eigener Kraft zu erreichen. Aber ein bisschen Hoffnung gibt es doch noch.

Wie eigentlich bei jedem Auftritt der deutschen Springreiter in dieser Saison lief es eigentlich gar nicht so schlecht, aber am Ende war es eben doch immer die eine Stange zu viel. André Thieme und der Holsteiner Contendro-Sohn Conthendrix hatten in beiden Umläufen einen Abwurf. Ebenso erging es Patrick Stühlmeyer mit dem Oldenburger Lando-Sohn Lacan. Bei Mario Stevens und der Westfale Brooklyn v. Balou du Rouet fiel im ersten Umlauf eine Stange, im zweiten waren sie null. Genauso sah das Ergebnis von Hans-Dieter Dreher und dem Hannoveraner Hengst Embassy II v. Escudo aus. Machte 16 Fehler insgesamt.

Der Sieg ging an die Iren, die gerade mal vier Fehler auf dem Konto hatten. Bertram Allen und Romanov v. Heartbreaker (4/0), Greg Patrick Broderick auf Mhs Going Global v. Quidam Junior (0/0), Cian O’Connor mit Good Luck v. Canturo (0/4) sowie Darragh Kenny auf Sans Soucis Z (0/nicht gestartet) bildeten das siegreiche Team.

Mit acht Strafpunkten ging Platz zwei nach Holland, an Vincent Voorn auf Quinlan v. Quidam’s Rubin (0/4), Johnny Pals mit Vignet v. Heartbreaker (4/18), Henk van de Pol auf Willink v. Twister (4/0), Wout-Jan van der Schans im Sattel von Aquila v. Ovidius (0/0).

Die Schweizer konnten sich mit 13 Fehlern Rang drei sichern. Hier ritten: Christina Liebherr mit Eagle Eye v. Darco (0/1), Steve Guerdat und der Westfale Corbinian v. Coronet Obolensky (4/ausgeschieden), Edwin Smits auf Copain du Perchet v. Conteur (4/4) und Niklaus Rutschi im Sattel von Windsor XV v. Karandsj (aufgegeben/0).

Die Deutsche Reiterliche Vereinigung (FN) erklärt, was das Abschneiden der Deutschen für das Nationenpreisfinale in Barcelona vom 24. bis 27. September bedeutet:

Beim Finale sind die sieben besten Nationen der Division I zugelassen. Gewertet wurden jeweils vier Stationen, die sich die Nationen teils selbst aussuchen konnten und die teils von der FEI zugelost wurden. Deutschland konnte bei den Nationenpreisen in St. Gallen, Rotterdam, Falsterbo und Hickstead am vergangenen Wochenende punkten.

Das Ranking führt Belgien mit 350 Punkten an, gefolgt von der Schweiz 330, Großbritannien 315, Frankreich 310 und Irland mit 305 Punkten. Auf den Plätzen sechs bis acht werden mit jeweils 295 Punkten drei Nationen gelistet: Niederlande, Schweden und Deutschland. Deutschland als Achter hatte jedoch schlechtere Platzierungen (nur einmal Platz 2 in Falsterbo) und hat die Finalteilnahme daher nicht errecht. Allerdings besteht noch Hoffnung, als „Nachrücker“ an den Start zu gehen. Falls eine der 18 zugelassenen Nationen nicht beim  Finale antritt und auch kein Reservist aus der entsprechendem Liga Ambitionen hat, kann die Disvision I den freigewordenen Platz besetzen. Und dann wäre Deutschland an der Reihe.

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