Henrik von Eckermann gewinnt zum zweiten Mal in Folge das Weltcup-Springen von Göteborg

Longines FEI World Cupª Jumping Gšteborg

Lob für die Siegerin von Göteborg, Mary Lou. Sie verhalf Schwedens Henrik von Eckermann zum zweiten "Heimsieg" in Folge bei der Weltcup-Etappe in Göteborg. (© FEI)

Draußen arktisch, innen tropisch – die Stimmung im Scandinavium war heute kurz vorm Siedepunkt als Henrik von Eckermann und seine wunderbare Stute Mary Lou zum zweiten Mal in Folge für einen schwedischen Sieg in Göteborg sorgten.

Elf Paare hatten es ins Stechen der letzten Weltcup-Station 2017/18 in Göteborg geschafft. Henrik von Eckermann war bereits vierter Starter mit seiner zwölfjährigen Westfalen Stute Mary Lou v. Montendro. In 36,89 Sekunden fegten die beiden durch den Stechparcours und brachten die voll besetzten Tribünen zum Toben. Das war eine Zeit, an der die darauf folgenden Paare sich die Zähne ausbissen.

Henrik von Eckermann: „Als ich den Parcours für das Stechen gesehen hatte wusste ich, er würde Mary Lou liegen. Man kann ihr völlig vertrauen. Man muss nirgends ziehen, sie nur gehen lassen und ihren großen Galoppsprung ausnutzen. Und heute war sie wieder fantastisch!“

So wie schon 2017. Auch im vergangenen Jahr siegten die beiden in Göteborg.

Paris-Ticket für Belgien

Platz zwei ging an den Belgier Olivier Philippaerts auf der Landzauber-Tochter Legend of Love, jener Stute, von der er sich beim Training vor den Europameisterschaften in Göteborg unfreiwillig trennte und dabei die Schulter auskugelte. Ein Unfall, der nicht nur Schlechtes hatte, wie Philippaerts heute zugabe: „Meine Pferde hatten drei Monate frei und das wahr wahrscheinlich gut für meine Stute. Aber es braucht Zeit, bis man dann wieder fit ist, darum bin ich erst spät in den Weltcup eingestiegen.“

Und nun kann er für Paris planen. Sein zweiter Platz mit fehlerfreien 37,42 Sekunden im Stechen bedeutet, dass Olivier Philippaerts vom 11. bis 15. April beim Weltcup-Finale in der französischen Hauptstadt am Start ist.

Ticket für Großbritannien

Und noch einer wird dort am Start sein: Altmeister Michael Whitaker. Ganz knapp mussten er und seine zwölfjährige AES-Stute JB’s Hot Stuff v. Locarno sich heute geschlagen geben. Sie erreichten das Ziel nach 37,52 Sekunden. „Ich dachte, ich hätte es geschafft“, meinte Whitaker anschließend. „Sie ist nicht groß, aber sie hat ein großes Herz und sie ist schnell – heute allerdings nicht schnell genug. Aber sie gibt immer ihr bestes!“

Das letzte Weltcup-Finale in Paris liegt 31 Jahre zurück. Michael Whitaker war damals dabei. Bei rund 25 Weltcup-Finals sei er schon dabei gewesen, nun werde es doch mal Zeit, dass er gewinnt, befand die britische Legende.

Das will unter anderem Henrik von Eckermann verhindern: „Ich war letztes Jahr Dritter in Omaha. Und ich möchte diesmal nicht schlechter sein.“

Die Ergebnisse der Deutschen

Bester Deutscher in der heutigen letzten Weltcup-Etappe war Marcus Ehning mit Comme il faut. Die Zeit der beiden hätte für den Sieg gereicht (36,86 Sekunden). Unglücklicherweise fiel jedoch eine Stange. So wurden sie mit der schnellsten Vier-Fehler-Runde Siebte.

Philipp Weishaupt hatte für dieses Springen auf seinen Aachen- und Spruce Meadows-Sieger Convall gesetzt. Tatsächlich erreichten die beiden auch das Stechen. Aber hier gab Weishaupt auf. Damit waren die beiden als Elfte aber immer noch im Geld.

Michael Jung und Solution kamen mit acht Strafpunkten aus dem Normalparcours. Bei Daniel Deußer und Cassini Bay wurden es zwölf Fehler.

Alle Ergebnisse finden Sie hier.

Die Qualifizierten für Paris

18 Paare der West-Europaliga qualifizieren sich fürs Weltcup-Finale vom 11. bis 15. April. Göteborg war die letzte Chance, Punkte zu sammeln. In Paris geht es dann wieder von null los.

Henrik von Eckermann führt das Ranking nun an, gefolgt von Frankreichs Kevin Staut und Marcus Ehning. Auf den Plätzen folgen der Reihenfolge:

Edwina Tops-Alexander (AUS), Denis Lynch (IRL), Christian Ahlmann, Michael Whitakter (GBR), Roger-Yves Bost (FRA), Pieter Devos (BEL), Daniel Deußer, Carlos Enrique Lopez Lizarazo (COL), Harrie Smolders (NED), Alberto Zorzi (ITA), Steve Guerdat (SUI), Eduardo Alvarez Aznar (ESP), Robert Whitaker (GBR), Douglas Lindelöw (SWE) und Marc McAuley (IRL).

Es sind also drei Deutsche definitiv in Paris dabei.

Das vollständige Ranking finden Sie hier.

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