Riesenbeck International: US-Sieg bei Beerbaum-Turnier und Brüder-Duell

Chloe Reid und der irische Darco-Sohn Codarco waren die ersten Sieger im Großen Preis von Riesenbeck. (© Fotodesign gr. Feldhaus)

Das internationale Zwei-Sterne-Springturnier von Ludger Beerbaum auf der neuen Anlage Riesenbeck International konnte in der Tat mit internationalem Starterfeld aufwarten – zum Leidwesen der Lokalmatadoren.

Denn den ersten Sieg im Großen Preis von Riesenbeck, gegeben von Madeleine Winter-Schulze sicherte sich eine erst 19 Jahre alte US-Amerikanerin: Chloe Reid auf dem achtjährigen Darco-Sohn Codarco, ein irisch gezogener Hengst. Reid ist eine Schülerin von Markus Beerbaum. Das machte das Springen zu einem Gebrüder-Beerbaum-Duell, obwohl keiner der beiden teilnahm. Denn Ludger Beerbaum hatte bei seinem Hausturnier natürlich auch diverse Eleven am Start, unter anderem seinen Spitzenjockey Henrik von Eckermann. Beinahe hätte der Schwede im Sattel der neunjährigen Hannoveraner Stute Sansibar v. Stakkato-Wolkenstein II Reid den Sieg noch streitig gemacht. Mit gerade mal einer hundertstel Sekunde musste von Eckermann sich der Jüngeren geschlagen geben. Reid kam auf fehlerfreie 35,22 Sekunden im Stechen, von Eckermann auf 35,23 Sekunden.

Platz drei ging an den holländischen Mannschaftswelt- und -europameister Maikel van der Vleuten mit dem neunjährigen in Luxemburg gezogenen Wallach Quatro v. Quaprice-Caletto (0/36,45 Sekunden).

Bester Deutscher im Großen Preis war Marcus Ehning auf einem weiteren NRW-Landgestütshengst, einem Sohn seines WM-Pferdes Cornado, den er ja ebenfalls für die staatliche Warendorfer Hengsthaltung vorstellt: den achtjährigen Cordynox. Der auf diesem Niveau noch unerfahrene Hengst erreichte zwar das sechsköpfige Stechen, hatte hier dann aber einen Abwurf und war mit 39 Sekunden auch der langsamste. Aber: Da geht noch was!

Mit einem Zeitstrafpunkt im Umlauf noch platziert waren gleich vier Paare: Jeroen Dubbeldam auf Classic Man V, den er von Toni Haßmann übernommen hat, und mit dem er bereits gestern platziert gewesen war, Joachim Heyer auf Aquarell PW, Gerrit Nieberg mit Olivia la Sweet und Meredith Michaels-Beerbaum im Sattel von Comanche.

Youngster-Tour

Das Finale der Youngster Tour hatte zuvor Patrick Stühlmeyer auf dem Escudo-Sohn Eddy E für sich entschieden. Eoin McMahon aus Irland hatte mit Castlefield Rubinus das Nachsehen. Bei dem handelt es sich übrigens um einen Westfalen, der bemerkenswerterweise v. Rock Forever abstammt, der freilich auf den großen Springvererber Ramiro zurückgeht, aber doch eher als Dressurvererber bekannt ist. Die Mutter ist eine Renoir-Tochter – auch hier würde man Dressurtalent vermuten. Wie auch immer Castlefield Rubinus sprang heute auf den zweiten Platz im Youngster Tour-Springen und bewies damit, dass er springen kann. Dritter wurde Marco Kutscher mit dem Hannoveraner C’est beau v. Calido-Grannus vor Marcus Ehning mit einer weiteren Hannoveraner Calido-Tochter: der siebenjährigen Calanda, die unter anderem im Februar in Göteborg mit zwei Siegen auf sich aufmerksam machte, blitzschnell ist und in der Art laut Pflegerin Kay Neatham Ähnlichkeit zu Küchengirl aufweist.

St.GEORG GRATIS LESEN!

Schnell, aktuell und auf einen Blick wissen, was Sache ist! Das bietet der
St.GEORG Newsletter. Jetzt abonnieren und Sie erhalten eine Ausgabe
St.GEORG als ePaper gratis - zum immer und überall lesen.