Zeitplan für die Europameisterschaften der Vielseitigkeit 2019 in Luhmühlen

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Europameisterschaften Vielseitigkeit, Luhmühlen, 28. August bis 1. September 2019. (© www.data.fei.org)

Der beschauliche Ort Luhmühlen in der Lüneburger Heide wird zum sechsten Mal zur Wettbewerbsstätte der Europameisterschaften in der Vielseitigkeit. Vom 28. August bis zum 1. September werden die Teilnehmer die Einzel- und Mannschaftstitel unter sich ausmachen.

Zeitplan für die EM Luhmühlen

Datum und UhrzeitWas?
Mittwoch, 28. August, 15 UhrErster Vet-Check
Mittwoch, 28. August, 18.30 – 20.30 UhrEröffnungszeremonie
Donnerstag, 29. August, 09:40 UhrVorreiter
Donnerstag, 29. August, 10 – 12.45 UhrDressur Teil 1
Donnerstag, 29. August, 13.45 – 16.10 UhrDressur Teil 2
Donnerstag, 29. August, im AnschlussFohlen Präsentation vom Pferdezucht- und Reitverein Luhmühlen e.V.
Freitag, 30. August, 10 – 12.45 UhrDressur Teil 3
Freitag, 30. August, 13 – 13.30 UhrShow: Gestüt Blue Hors (DK) und Daniel Bachmann Andersen (1. Teil)
Freitag, 30. August, 13.45 – 16.30 UhrDressur Teil 4
Freitag, 30. August, im AnschlussShow: Gestüt Blue Hors (2. Teil)
Samstag, 31. August, 10 – 15.30 UhrGelände
Samstag, 31. August, im AnschlussShow: Tierschule Anne Krüger-Degener
Sonntag, 1. September, 09 – 10.30 UhrZweiter Vet-Check
Sonntag, 1. September, 11.15 – 13 UhrSpringen Teil 1
Sonntag, 1. September, 13.15 – 13.35 UhrShow: Falkner präsentiert vom Wildpark Lüneburger Heide
Sonntag, 1. September, 13:55 – 15 UhrSpringen Teil 2
Sonntag, 1. September, 15 UhrSiegerehrung und Medaillenvergabe

 

Wer sich den Spitzensport lieber von zuhause aus ansehen möchte, kann das als deutscher Premium-Kunde bei ClipMyHorse.tv tun. Auch bei fei.tv kann man die Europameisterschaften verfolgen, hier ist ebenfalls ein Abonnement erforderlich.

Im Free-TV wird der Gelände-Teil der Vielseitigkeit in der ARD übertragen. Von circa 14.35 Uhr bis 15.30 Uhr meldet sich Reporter Carsten Sostmeier am Samstag, den 31. August live von der Geländestrecke in Luhmühlen.

Eine Zusammenfassung des abschließenden Springens liefert das ZDF. Am Sonntag, den 1. September wird Reporter Gert Herrmann von circa 15.45 Uhr bis 16.10 Uhr die Ereignisse zusammenfassen.

Natürlich werden wir vom St.GEORG aber auch vor Ort sein und Sie über alle Neuigkeiten auf dem Laufenden halten!

 

 

Am Mittwoch, den 28. August wird um 15 Uhr geht es los mit dem ersten Vet-Check. Danach müssen die Equipechefs ihre Teams benennen. Abends findet dann die Eröffnungszeremonie statt. Dort werden die Teilnehmer der Europameisterschaften in der Vielseitigkeit in feierlichem Rahmen vorgestellt. 17 Nationen bringen in diesem Jahr mindestens einen Reiter an den Start.

In den darauffolgenden vier Tagen werden die Reiter dann in der üblichen Reihenfolge, also Dressur, Gelände und Springen am Sonntag das Championat bestreiten. Täglich haben Reiter und Pferde eine Dreiviertelstunde Zeit, sich mit der Arena vertraut zu machen. Spannend wird es allemal, wenn die Briten als amtierende Welt- und Europameister versuchen, ihren Titel zu verteidigen. Für Deutschland gehen zwölf Reiter an den Start. Als Gastgeberland ist das Kontingent so groß. Es starten unter anderem Ingrid Klimke, Michael Jung und Andreas Dibowski und Kai Rüder (mit dem wir eine Training verlosen). Wir haben die Teilnehmerliste bereits hier für Sie zusammengefasst.

Die Gewinngelder und das Rahmenprogramm

Wer die drei Teildisziplinen am besten bewältigt ist Einzel-Europameister und um 17.500 Euro reicher. Der Einzelwettbewerb ist mit insgesamt 70.000 Euro dotiert. Im Teamwettbewerb werden insgesamt 30.000 Euro ausgeschüttet. Die Gold-Equipe gewinnt 15.000 Euro. Das Team auf Platz zwei erhält 10.000 Euro, die Mannschaft mit der Bronzemedaille bekommt 5.000 Euro.

Die Ehrungen für die Medaillengewinner finden allesamt nach dem Springen am Sonntag, den 1. September statt. Für die Medaillen im Einzelwettbewerb müssen die Teilnehmer keine zusätzlichen Prüfungen reiten. Die Wertungen ergeben sich aus dem Mannschaftswettbewerb.

Rund um die Europameisterschaften wird es ein buntes Rahmenprogramm für die Besucher geben. Die Ausstellung sei umfangreich und auch Kindern werde mit zahlreichen Aktivitäten ein kurzweiliger Aufenthalt geboten, heißt es vom Veranstalter.Es gibt eine Fohlenpräsentation des Pferdezucht- und Reitvereins Luhmühlen e.V. am Donnerstag. Dann bekommen die Besucher mit zwei Auftritten des Dänen Daniel Bachmann Andersen, am vergangenen Wochenende Siebter in der Kür bei der Dressur-Europameisterschaft, am Freitag den Weg vom Fohlen zum Championatspferd veranschaulicht. Der Bereiter des Gestüts Blue Hors stellt ein Nachwuchspferd und ein Grand Prix Pferd vor und wird dabei von einem Überraschungs-Gastreiter begleitet. Samstag wird Anne Krüger-Degener mit ihrer Tierschule die Verbindung zwischen Mensch und Pferd demonstrieren. Ihr Credo: Für eine harmonische Beziehung ist die richtige Kommunikation unabdinglich.

Zeitplan für die EM Luhmühlen

Geländestrecke mit „höheren Anforderungen als in den Vorjahren“

Zum dritten Mal in Folge hat Mike Etherington-Smith das Vergnügen, den Parcours des Herzstücks einer Vielseitigkeit zu entwerfen: das Gelände. Mit insgesamt 26 Hindernissen, 40 Sprüngen und einer Länge von 5.800 Metern fordert die Geländestrecke so einiges von den besten Reiter-Pferd-Paaren Europas. Die Richtzeit liege bei circa zehn Minuten und zehn Sekunden. Details gibt es kurz vorm Start.

Traditionell sind die ersten drei Hindernisse zwar mit maximalen Abmessungen gebaut, sie sind aber dennoch einladend. Reitern und Pferden soll zunächst die anfängliche Anspannung genommen und genügend Rhythmus in den Cross Country-Kurs gebracht werden.

Hindernis 4 ist die erste Klippe des Kurses: Es geht per Tiefsprung in das erste Wasser. Der Einsprung hat die nahezu maximal erlaubte Tiefe. Die vierbeinigen Sportler treffen dort zum ersten Mal auf ein größeres Publikum. Atmosphäre, die Konzentration von den Pferden verlangt. Bestenfalls kommen sie nicht zu groß zum Einsprung, denn umso besser lassen sich laut dem Parcourschef die beiden folgenden Hindernisse bewältigen. Die kommen Schlag auf Schlag. Der direkte Weg führt nach dem Einsprung zu einer Bürste, vier Galoppsprünge später zu einem schrägen Boot im Wasser und dann auf drei Galoppsprüngen weiter zu einer schmalen Hecke auf der Anhöhe außerhalb des Wassers. Das Hindernis stellt das Team aus Reiter und Pferd zum ersten Mal im Parcours richtig auf die Probe. Es gibt jedoch auch eine Alternative, bei der ein Sprung zusätzlich zu bewältigen ist. Wie üblich bei den leichteren Alternativen, geht dafür wertvolle Zeit verloren.

Der folgende Sprung 6, die „Hof Sudermühlens Reiterbar“, ist laut dem Parcourschef ein Sprung zur Erholung, obwohl er maximale Abmessungen aufweise.
Es folgt das erste Hindernis, das in dem Parcours von Etherington-Smith mit dem MIM-System ausgestattet ist. Das vom Weltreiterverband (FEI) zugelassene Sicherheitssystem bei dem Teile des Sprungs zur Sicherheit von Pferd und Reiter bei starker Berührung umklappen können, um Verletzungen zu vermeiden, ist im „Manzke Tisch“ integriert. Er steht wie die folgenden zwei Hindernisse auf dem Stadionareal.
In einer Rechtswendung geht es bei Hindernis 8 über eine Ecke, weiter zu einem Hochweitsprung und wieder über eine Ecke. Auch hier steht eine Alternative zur Verfügung. Ein traditioneller Rennbahnsprung folgt auf die Kombination. Er fordert zumindest Respekt von Pferd und Reiter.
Kniffelig wird es danach bei dem Hannoveraner Gatter, dem Hindernis 10. Dabei haben die Reiter die Wahl zwischen dem direkten und somit schnellen Weg auf zwei Galoppsprüngen, die leicht bergab gehen. Oder aber sie entscheiden sich für drei Galoppsprünge. Auch diese Hindernisse verfügen über das MIM-System. Übrigens: Wenn es auslöst, landen 11 Strafpunkte auf dem Konto des Reiter-Pferd-Paares.
Über einen weiteren unkomplizierten Sprung geht es zum nächsten Wasserkomplex, dem „Meßmer Teich“, eine Kombination aus mächtigen Sprüngen und präzise anzureitenden Hindernissen. Das Hindernis ist eine weitere Klippe und Publikumsmagnet in dem anspruchsvollen Geländeparcours. Die Alternative zu wählen, nähme sehr viel Zeit in Anspruch. Das nächste Hindernis weist wieder einen normalen Schwierigkeitsgrad auf.
Der erste Sprung der folgenden „Wellenbahn“ ist mit einem Sicherheitssystem ausgestattet. Es ist ein Birkensteilsprung. Danach geht es nach drei Galoppsprüngen zu einer Hecke auf einer Mauer (14b), wieder drei Galoppsprünge später lauert die nächste Ecke (14c). Bei der Ecke können die Reiter selbst entscheiden, auf welcher Seite sie den Sprung bewältigen.
Nach einem hohen Steilsprung, vor dem ein Graben ist  (15), geht es weiter zu einer Kombination klassischer Geländesprünge aus Baumstämmen auf gebogener Linie. Dem ersten Steilsprung mit Sicherheitselement (16a) folgt auf nur einen Galoppsprung ein Graben (16b) und wieder einen Galoppsprung später ein schräger Baumstamm (16c). Über dem Graben könnten die Pferde dazu neigen, ein wenig zur Seite zu driften, weshalb es auch für diesen Hinderniskomplex eine Alternative zu springen gibt.
Nach einem weiteren Tisch folgt das dritte und vorletzte Wasserhindernis (18). Nach Sprung 18b müssen die Reiter schnell reagieren, je nachdem wie sie den Sprung mit ihrem Pferd überwunden haben. Danach ist nämlich eine schmale Blumenkiste (18c) zu bewältigen, die zu einem Vorbeiläufer nahezu einlädt. Für dieses Hindernis steht allerdings ebenso eine Alternative bereit.
Eine Schleife ist zu reiten, um wieder zurück zum gleichen Wasserkomplex zu gelangen, nur werden dieses Mal zwei Bootshäuser überwunden, gefolgt von einem Vogel (20b), der im Wasser sein Nest hat. Hier ist nochmal vollste Aufmerksamkeit von Reiter und Pferd gefordert. Für bereits etwas müde Paare gibt es wieder einen etwas einfacheren Weg.
Einzelne Sprünge folgen, ehe die Steinwälle (24/25) die letzte Kombination des Kurses bilden. Sie sind versetzt aufgestellt, sodass Pferde hier zum Vorbeilaufen neigen könnten. Das Schlusshindernis bildet ein auffällig in Form einer Schleife gestaltetes Hindernis, ehe die Reiter-Pferd-Paare nach knapp sechs Kilometern im Ziel ankommen.

Kann man die Europameisterschaft live erleben?

Es gibt noch Eintrittskarten, um die Geschehnisse vor Ort verfolgen zu können. Für Donnerstag und Freitag schlagen die Tickets für Erwachsene im Vorverkauf mit jeweils 13 Euro zu Buche. Sie ermäßigen zur freien Platzwahl, auch auf der Tribühne. Für Jugendliche beträgt der Preis acht Euro im Vorverkauf für die Dressurtage in Luhmühlen.

Nach wie vor sind Tickets für den Samstag erhältlich, wo es ins Gelände geht, dem Herzstück des Championats in der Lüneburger Heide. Für ein Samstagsticket sind 33 Euro im Vorverkauf zu zahlen. Die Tickets an der Tageskasse kosten jeweils zwei Euro mehr als im Vorverkauf. (Hier geht es direkt zu den Tickets).

Die Tageskarten für den Entscheidungstag Sonntag sind bereits ausverkauft. Auch die Dauerkarten, die zum Eintritt an allen Wettkampftagen ermächtigen, sind nicht mehr offiziell erhältlich.

 

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