Die Oldenburger Landeschampions 2018 und Reitpferde fürs Bundeschampionat

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Zac Efron MT wurde Landeschampion der dreijährigen Hengste. (© EQUITARIS/Wegener)

Wenn der CHIO Aachen das Weltfest des Pferdesports ist, ist das Oldenburger Landesturnier in Rastede mindestens Niedersachsens Fest des Pferdesports. Für die Oldenburger Züchter ist es außerdem neben der Körung im Herbst der Jahreshöhepunkt, denn hier werden die Elitestuten gekrönt und die Landeschampions geehrt. Außerdem entscheidet sich in Rastede, wer Anfang September beim Bundeschampionat in Warendorf dabei sein darf.

Kurz nachdem Venecia Sch v. Van Vivaldi-Florencio (Z. u. B.: Bernd Schlüter) zur Oldenburger Siegerstute gekürt worden war, stellte sie ihre Qualitäten auch unter dem Sattel unter Beweis. Mit einer Gesamtnote von 9,0 (unter anderem Trab 8,5, Schritt und Galopp 9,5) ritt Pascal Kandziora sie zum Titel bei den dreijährigen Stuten und Wallachen.

Silber holte hier die von der Dänin Maria Falkner Hansen vorgestellte Fürst Romancier-Bordeaux-Tochter Best of Mount St. John mit 8,5. Die Stute hat nicht zufällig das „Mount St. John“ im Namen. Ihre Züchterin ist Emma Jane Blundell, der unter anderem auch Charlotte Dujardins wahrscheinliches WM-Pferd Mount St. John Freestyle gehört (die allerdings nicht von ihr gezogen wurde).

8,4 lautete die Note für zwei Pferde auf Rang drei: Medina v. Millennium-Pik Pavarottie (Z. u. B.: Heinrich Ramsbrock) unter David Leßnig und Feymar v. Fürstenball-Weltmeyer (Z: Matthias Böckermann, B.: Klaus Gustenberg), vorgestellt von Ariane Sander.

Bei den vierjährigen Stuten und Wallachen siegte der Bordeaux-Rubinstein-Sohn Bitcoin (Z. u. B.: Ullrich bzw. Hof Kasselmann) unter Frederic Wandres. Für seinen Trab gab es die Traumnote 10,0, insgesamt eine 9,0.

Knapp geschlagene Zweite (8,9) wurden zwei Pferde, zum einen eine weitere Bordeaux-Tochter, diesmal aus einer Don Romantic-Mutter: Brooker’s Girl unter Ann-Christin Wienkamp (Z. u. B.: Barbara Bettin-Schulze-Schleppinghoff), zum anderen eine weitere Vollschwester zu Sir Heinrich, Candy, Cindy & Co. aus dem Hause Wendeln: Caty v. Sir Donnerhall-Fürst Heinrich unter Hemann Gerdes. Auch sie erhielt eine 10,0 im Trab.

Ein glattes Sehr gut gab es für den Champion der dreijährigen Hengste, Zac Efron MT v. Zack-Don Larino unter Yvonne Henke. Züchter ist Hermann Schildt, Besitzer das Gestüt Vorwerk.

Silber holte mit 8,5 Q-Sieben v. Quantensprung-Fidertanz (Z.: ZG Zuchthof Up’n Sande, Burkhard Wahler, B.: Burkhard Wahler) unter Jose Pedro Baptista. Batton Rouge v. Bordeaux-Rotspon (Z. u. B.: Thore Kockerols) sicherte sich unter David Taylor mit 8,4 Bronze.

8,9 lautete die Wertnote für den Sieger bei den vierjährigen Hengsten, Dante Quando v. Dante Weltino-Fidertanz (Z.: Franz-Josef Bolte, B.: Ellanbrae Park Pty Ltd.) unter Eva Möller.

Silber ging mit 8,6 an den For Romance-Dormello-Sohn Fine Romance (Z.: Peter Baade, B.: Wilhelm Sieverding Jr.) mit Sandra Kötter im Sattel. Der Oldenburger Siegerhengst 2016, Fürst Fabrice v. Fürstenball-Sandro Hit (Z.: Arnold Wegbünder, B.: Adrian Gassner) erhielt eine 8,3 insgesamt – Bronze.

Nominierung fürs Bundeschampionat

Im Anschluss an das Landeschampionat hat der Oldenburger Verband bekannt gegeben, wer die Landesfarben beim Bundeschampionat in Warendorf vertreten darf.

Bei den dreijährigen Stuten und Wallachen sind fest nominiert: Feymar, Venecia Sch und Best of Mount St. John. Reservisten sind: Florenzia v. Florenz unter Rieke Schnieder (Platz fünf beim Landeschampionat) und Medina.

Bei den vierjährigen Stuten und Wallachen haben Brooker’s Girl, Bitcoin, Caty sowie der viertplatzierte Duca Germanio v. Dante Weltino unter Anna Neubauer (der eine 8,7 erhielt, eine 10 im Galopp) das Ticket in der Tasche. Reservisten sind Fürsten Fee M v. Fürstenball mit Jessica Süß und Geniale v. Grey Flanell unter Annika Korte.

Bei den dreijährigen Hengsten ist Zac Efron MT fest nominiert und Q-Sieben wurde als Reservist auserkoren.

Bei den vierjährigen Hengsten ist der Vorjahreschampion Finest Selection v. Follow Me bereits automatisch nominiert. An seiner Seite gehen Dante Quando, Fine Romance und Fürst Fabrice. Reservisten gibt es hier keine.

Dressurpferde

Oldenburger Dressurpferdechampionesse der Vierjährigen wurde Ebony Clementine v. Everdale-De Niro (Z. u. B.: Dr. Stefan Tietje) unter Sandra Kötter mit einer 8,6. Der von Kira Wulferding vorgestellte und selbst gezogene Tom’s Diamond v. Tomahawk-Royal Dance wurde mit 8,3 Zweiter, gefolgt von DiCaprio v. Dimaggio-Sir Donnerhall (Z.: Constanze Fürste), der von seiner Besitzerin Anja Schoka für eine 8,2 vorgestellt wurde.

Bei den Fünfjährigen siegte der einstige Sattelkörungssieger MDM Zodiac v. Zonik-Donnerschwee (Z.: Bernd Huslage Sen., B.: Fam. Matti) mit David Taylor im Sattel und der Note 8,7. Silber ging an den Lodbergen-Hengst For Final v. For Romance-Dimaggio (Z.: Sarah Kohl) unter Stella Charlott Roth (8,4). Bronze sicherte sich Danubio v. Dante Weltino-Laudabilis unter Sandra Kötter (Z.: Esther Wagner, B.: Wilhelm Sieverding Sen.) mit 8,3.

Die einstige Siegerstute Fiesta Danza v. Fürstenball (Z.: Johannes Westendarp) war schon im Vorjahr Landeschampionesse gewesen und ließ sich auch 2018 die Butter nicht vom Brot nehmen, diesmal mit Bianca Nowag im Sattel: 8,4. Die Stute ist bereits verkauft an Andreas Helgstrand. Zweite wurde mit 8,0 Sossusvlei L v. Conen-Lordanos (Z. u. B.: Beate Lübbe) unter Anna-Lisa Theile. 7,7 lautete die Note für den Bronze-Gewinner Best for Me v. Bretton Woods-Latimer (Z.: Zuchthof Up’n Sande), den Patrick Kraft für das Dressurpferde Leistungszentrum Lodbergen präsentierte.

Springpferde

Bei den vierjährigen Springpferden setzte sich mit einer 8,6 der von Sara Hollenbeck vorgestellte Diamant de Semilly-Contendro-Sohn Doolin Bay durch. Er ist ein Familienpferd, wurde von Rolf Hollenbeck gezogen und gehört der Hollenbeck GmbH & Co. KG.

Silber sicherte sich Kendrick v. Kannan-Quattro B, gezogen und im Besitz von Rolf Moormann, vorgestellt von Kai Thomann für eine 8,5. Ebenfalls noch im Besitz des Züchters Paul Rode ist die drittplatzierte Ricona v. Viscount-Landor S. Unter dem Bulgaren Georgi Zheletchev erhielt sie eine 8,4.

Bei den fünfjährigen Springpferden siegte 18,10 Punkten der OS-Hengst Acontho PS v. Action-Breaker-Contender aus der Zucht und im Besitz des Gestüts Lewitz unter Sebastian Karshüning. Aus derselben Zucht und demselben Stall stammt die Silbermedaillengewinnerin, Dakkara PS v. Diarado-Stakkato unter dem einstigen Children-EM-Reiter Piet Menke. Sie erhielt 18,03 Punkte. Dritter wurde Vadimir v. Van Gogh-Corrado unter Joachim Heyer mit 17,53 Punkten.

Das Championat der sechsjährigen Springpferde wurde im Rahmen einer Spezialspringpferdeprüfung der Klasse M** mit Stechen ausgetragen. Wieder hatte ein Hengst aus dem Hause Schockemöhle die Nase vorn – und zwar ein sehr bekannter: Diaron v. Diarado-Come On (Z.:  Manuela Lachnit) unter Patrick Stühlmeyer, Bundeschampion des Jahres 2017. Seine Wertnote lag bei 9,0. Das ist hoch, war aber nicht die Bestnote. Entschieden wird ab sechs Jahren aber nicht mehr allein über die Manier des Springens, sondern auch die Effizienz. Und Diaron war mit Abstand der Schnellste im Stechen: fehlerfreie 30,91 Sekunden.

Damit ließen die beiden Herren ihre Stallkolleginnen Carquanta v. Cartoon-Cento und Daniela Theelen hinter sich, die eine 9,2 fürs Schönspringen erhalten hatten, aber 33,04 Sekunden im Stechen brauchten. Rein nach Noten hätte der Drittplatzierte gewonnen, Carl-Heinz B. v. Chacco Blue-Quality (Z.: Maik und Iris Bartelt), den die Südafrikanerin Alexa Stais vorstellte. Er kam auf eine 9,4. Im Stechen benötigte er dann 36,12 Sekunden.

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