WBFSH-Rankings: Niederlande führen in Ranglisten Zucht

Jessica von Bredow-Werndl und Zaire in München bei der Pferd International.

Jessica von Bredow-Werndl und Zaire in München bei der Pferd International. (© Schreiner)

Die niederländischen Pferdezüchter können zufrieden sein. In der Dressur und dem Springen haben Pferde des KWPN-Zuchtverbandes in den ersten Monaten des Jahres 2018 die Nase vorn. Die deutschen Verbände spielen mit, einige auch auf Podiumsplätzen.

In der Zucht Weltrangliste, die die World Breeding Federation for Sport Horses (WBFSH) veröffentlicht, hat das KWPN, der niederländische Warmblutzuchtverband, der Konkurrenz gezeigt, wo vorne ist. Sowohl im Springen als auch in der Dressur liegen die Pferdezüchter aus den Niederlanden vorne. Gewertet werden für die WBFSH-Rankings die jeweils sechs besten Pferde eines Zuchtgebiets.

Springen: Oldenburg International auf zwei, Westfalen drei

Für das KWPN war im Springen Zinius v. Nabab de Reve, unter dem Niederländer Harrie Smolders siegreich in Mechelen und Bordeaux, derjenige, der die meisten Zähler für das Erfolgskonto seines Zuchtverbandes gesammelt hat. Platz zwei hat als bestes deutsches Zuchtbuch der Springpferdezuchtverband Oldenburg International inne. Hier punktete Chacanno am eifrigsten, der seit April unter dem Brasilianer Rodrigo Lambre unterwegs ist. Vorher hatte der Hengst v. Chacco Blue unter Henrik von Eckermann viele internationale Erfolge, zuletzt in Abu Dhabi und Dubai gefeiert. Platz drei geht an Westfalen. Marcus Ehnings Weltcupfinalist, der Landbeschäler Cornado NRW v. Cornet Obolensky ist hier der Topscorer. Die Holsteiner springen auf Rang sechs im Ranking, Hannovers Springpferde landen auf Platz acht.

Dressur: Jessica von Bredow-Werndls Zaire punktet für das KWPN

Die niederländischen Dressurzüchter können einen Blumenstrauß nach Aubenhausen schicken, Adressatin: Jessica von Bredow-Werndl. Mit ihren Pferden Zaire und dem Weltcup-Dritten Unee BB hat sie gleich zwei Pferde aus den Niederlanden, die im Viereck Punkte gesammelt haben. Auch der für Dänemark startende Hengst Zack (Daniel Bachmann-Andersen), und die Weltcupfinalisten Cennin (Madeleine Witte-Vrees/NED) und Verdades (Laura Graves/USA) sind KWPN-Zuchtprodukte, die Platz eins der Niederländer auch in dieser Disziplin sichern.

Bester deutscher Zuchtverband in Sachen Viereck sind die Hannoveraner auf Platz zwei. Salvino v. Sandro Hit, der für die USA in Florida eine sehr gute Saison ging, ist hier der Punktebringer. Die Dänen freuen sich über Platz drei, vor allem dank Catrine Dufours Atterupgaards Cassidy. Vierte wird das Deutsche Sportpferd (DSP). Hier sind die Weltcup-Fünften Dorothee Schneider und Sammy Davis jr. v. San Remo (Bayern) die eifrigsten Punktesammler. Westfalen wird Fünfter, Vorzeigeprodukt ist hier der Weltranglistenzweite Emilio von Isabell Werth. Sechster sind die Oldenburger, Neunte die Trakehner.

Vielseitigkeit: Selle Français, KWPN und ISH

Ohne einen Podiumsplatz müssen die deutschen Zuchtgebiete in der Vielseitigkeit auskommen. Hier sind es die Pferde aus Frankreich, den Niederlanden und Irland, die Plätze eins bis drei für ihre Zuchtorganisationen erstritten haben. Bestes deutsches Zuchtgebiet ist hier der Verband der Oldenburger Züchter aus Platz fünf. Reve du Rouet v. Lilith ist Cross Country der eifrigste Punktesammler für die Oldenburger. Die Britin Sarah Bullimore wurde mit dem Wallach unter anderem  Zweite beim CCI4* in Pau.

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