Oliver Luze ab Januar Trainer für Baumgürtel-Töchter auf Freiberger Hof

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Oliver Luze, re., trainiert ab Januar 2021 die Schwestern Baumgürtel auf dem Freiberger Hof. (© Rau, von Hardenberg)

Ab 1. Januar werden Oliver und Katrin Luze auf dem Freiberger Hof tätig sein. Als neuer Chef-Trainer soll Luze die im Ponysport erfolgreichen Schwestern Lucie-Anouk und Lana-Pinou Baumgürtel auf ihrem weiteren Weg in den Sport begleiten. Dafür verlässt er das Gestüt Birkhof.

Oliver und Katrin Luze sind ab dem 1. Januar 2021 in Nordrhein-Westfalen zu Hause. Das Ehepaar verlässt nach sechs Jahren das Gestüt Birkhof in Baden-Württemberg, um in Haltern auf dem Freiberger Hof der Familie Baumgürtel tätig zu sein. Das Training der Schwestern Lucie-Anouk und Lana-Pinou Baumgürtel steht im Fokus des neuen Chef-Trainers.

Die Luzes, die in den vergangenen Jahren auf dem Gestüt Birkhof unter anderem auch das Training von Anna, Lisa und Pia Casper bis zur Teilnahme an Deutschen Meisterschaften begleiteten, sind schon lange mit Familie Baumgürtel befreundet, heißt es in einer Pressemitteilung. „Ich bin der Familie Caspar enorm dankbar für die tolle Zeit auf dem Birkhof. Besonders das Training der Töchter hat mir sehr viel Spaß gemacht. Gerade deswegen freuen wir uns jetzt auch auf die neue Aufgabe auf dem Freiberger Hof“.

Das Gestüt Birkhof dankt beiden für die lange gemeinsame Zeit, in der auch ein Aufgabenschwerpunkt auch in der weiterführenden Ausbildung der Berittpferde lag sowie der reiterlichen Förderung des Bereiter-Teams. Alle hätten von der langjährigen Erfahrung in der Dressurpferdeausbildung der beiden profitieren konnten, schreibt das Gestüt Birkhof. „Unzählige Erfolge konnten die Reiterinnen unter der Anleitung von Oliver Luze feiern, ob im Championatsviereck, in Jungpferdeprüfungen, auf den baden-württembergischen Meisterschaften oder auf den Deutschen Meisterschaften bei den Children, Junioren und Jungen Reitern. Wir blicken stolz auf diese überaus erfolgreichen Jahre zurück und sind froh und dankbar für diese tolle Zeit. Doch nun steht ein neues Kapitel  für das Ehepaar vor der Tür. Oliver und Kati zieht es zurück nach Norddeutschland. Wir wünschen Oliver und Kati alles erdenklich Gute für die weitere Zukunft und möchten uns für die erfolgreiche Zusammenarbeit  bedanken.“

Lucie-Anouk: Europameisterin 2020 und dann?

Nicht nur im Ponysattel sind die beiden Töchter der Familie Baumgürtel hoch erfolgreich. Neben Gold bei der Ponyeuropameisterschaft ist die ältere, Lucie Anouk, auch schon mit Großpferden gut unterwegs. Auch Lana-Pinou Baumgürte kann schon auf Platzierungen im Juniorenbereich verweisen. Hier soll die Arbeit von Oliver Luze anknüpfen.

Private Bande

Oliver und Katrin, „Kati“ Luze haben nicht nur früher bereits Pferde für den Freiberger Hof vorgestellt. Kati Luze ist auch die Patentante von Lana-Pinou. Reitmeister Wolfram Wittig hatte damals empfohlen, dass Oliver Luze einige Freiberger Hof Pferde, wie zum Beispiel den Trakehner Prämienhengst Schönglanz FH, Glenn Livit FH, oder auch die später im Finale des Nürnberger Burg-Pokal erfolgreiche Callas FH ausbilden könne.

„Es ist für uns ein absoluter Glücksfall, dass uns Oliver und Kati bei der weiteren Förderung unserer Töchter und auch unserer Bereiterin Anna Muster helfen werden. Es ist eine echte Win-Win Situation, so eine erfahrene und professionelle Unterstützung bei der Ausbildung unserer talentierten Reiterinnen und unserer Pferde zu haben“,  wird  Beatrice Baumgürtel in der Pressemitteilung zitiert.

Bislang war Marcus Hermes Chef-Trainer auf der Reitanlage. Er hatte vor ein paar Wochen bekannt gegeben, dass er auf eigenen Wunsch in die Selbstständigkeit wechselt. Ihn begleiten die besten Wünsche der Familie Baumgürtel heißt es weiter in der Pressemitteilung.

Oliver Luze: USA, Tannenhof, Derby

Oliver Luze stammt aus der Nähe von Hannover. Nach seiner Lehre war er unter anderem als Auktionsreiter beim Oldenburger Pferdezuchtverband in Vechta tätig. Er ritt dann unter anderem auch auf dem Grönwohldhof bevor er für eine längere Zeit in den USA lebte. Dort war er Leiter einer Hengstleistungsprüfung für Warmblüter aus Europa.

Nach seiner Rückkehr nach Deutschland war er unter anderem lange Zeit auf dem Gestüt Tannenhof beheimatet. Dort bildete er den Holsteiner Siegerhengst Carabas bis Grand Prix aus und siegte 2008 im Mediencup, dem Vorgänger des Louisdor-Preis. Kurz war das Paar nach dem Verkauf des Hengstes an Andreas Helgstrand getrennt, dann erwarb ihn der Helenenhof der Familie Schwiebert, wo das Ehepaar Luze dann einige Jahre tätig war. Es folgte eine Anstellung auf dem Gestüt Fohlenhof. Hier brachte Luze u.a. die Stute Fohlenhof’s Rock‘n Rose bis Klasse S. Die nächste Station war 2013 dann das Gestüt Birkhof zwischen Stuttgart und Ulm, wo Luze vermehrt als Trainer fungierte, aber auch einmal Baden-Württemberger Dressurmeister wurde.

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