Stuttgart: Daniel Deußer siegreich zum German Masters-Auftakt, Jil-Marielle Becks im Piaff-Förderpreis

001 Frie jil-Marielle Becks – Damons Delorange-min

U25-Reiterin Jil-Marielle Becks und Damon's Delorange (© Frieler)

Es geht gut los für die deutschen Springreiter bei den Stuttgart German Masters – und das nicht nur, weil Daniel Deußer die Ehrenrunde im wichtigsten Springen des Tages anführte. Beim Piaff-Förderpreis sieht alles nach einer Titelverteidigung aus.

Der Donnerstag der German Masters begann um 8.15 Uhr in der Früh mit der Einlaufprüfung des Piaff-Förderpreises, der Nachwuchsserie für die U25-Dressurreiter auf Grand Prix Niveau. Auf den vorderen Plätzen dominieren die Mitglieder der Deutsche Bank Reitsport-Akademie.

Der erste Streich gelang der Titelverteidigerin, Jil-Marielle Becks im Sattel der ehemaligen Bundeschampionesse Damon’s Delorange. Mit 72,209 Prozent sicherte das Paar aus Westfalen sich den Sieg in dem Kurz-Grand Prix.

Allerdings waren die Richter sich recht uneinig in ihren Bewertungen. Von Platz fünf (Horst Eulich bei E) bis eins (Alice Schwab/AUT bei C und Monique Peutz-Vegter/NED bei B, also genau gegenüber von Horst Eulich) war alles dabei. Da kann sich im Finale also noch einiges tun.

Zumal die Isabell Werth-Schülerin Hannah Erbe der Siegerin recht dicht auf den Fersen war mit ihrem Carlos: 71,581 Prozent. Sie hatte allerdings keiner der fünf Unparteiischen an der Spitze.

Dafür war die drittplatzierte Bianca Nowag mit Sir Hohenstein v. Sir Donnerhall in den Augen von gleich drei Junioren die Beste: Horst Eulich, Dr. Dietrich Plewa (H) und Henning Lehrmann (M). Und auch in Prozentpunkten war sie dicht dran an der vor ihr liegenden Hannah Erbe: 71,349 Prozent.

Vierte wurde Ann-Kathrin Lindner auf Flatley (70,791), gefolgt von Anna-Christina Abbelen mit Henny Hennessy (69,302, Raphael Netz mit Lacoste (68,698), Nina Kudernak auf Dione (67,605), Katharina Hemmer mit Capo (65,279) und Hannah Cichos im Sattel von Dias de Rio (63,814).

Kianas nächster Streich

Frieler

Tag eins in Stuttgart verlief schon mal gut für Deutschlands Springreiter, vor allem für Daniel Deußer. (© Frieler)

Über seine Pferde kann sich Daniel Deußer derzeit wahrlich nicht beklagen! Erst vergangene Woche in Verona war er mit der neunjährigen Toulon-Tochter Kiana van het Herdershof beim Weltcup-Turnier in Verona top platziert gewesen. Heute setzte sie noch einen drauf. Mit fehlerfreien 66,34 Sekunden ließ sie im wichtigsten Springen des Tages über 1,50 Meter gegen die Uhr sogar Luciana Diniz (POR) und ihre Superstute Fit For Fun hinter sich (66,43). Dritte wurde die Britin Emily Moffitt im Sattel von Copain du Perchet (66,69).

Dahinter leuchtete es wieder schwarz-rot-gold, dank Christian Ahlmann auf der Chico’s Boy-Tochter Ailina, mit der er im Sommer in Paris siegreich gewesen war (67,32).

Hans-Dieter Dreher wurde im Sattel des Hannoveraner Perigueux-Sohnes Prinz Siebter, gefolgt von – Riesenerfolg für die beiden, für die Stuttgart das zweite Fünf-Sterne- und das erste Weltcup-Turnier ist! – Finja Bormann und A crazy son of Lavinia. Marcel Marschall und Fenia van Klapscheut schlossen sich direkt an. Michael Jung und Sportsmann S waren trotz eines Abwurfs als Elfte ebenfalls noch im Geld.

Zuvor hatte Felix Haßmann mit Brazonado das Erföffnungsspringen für sich entscheiden können. Max Kühner (AUT) war hier Zweiter mit Vancouver Dreams vor Gerrit Nieberg auf dem erst achtjährigen Ben, Patrick Stühlmeyer mit Quincy und Hans-Dieter Dreher auf Berlinda.

Daniel Deußer stellte in dieser Prüfung ein für ihn neues Pferd vor, das zuvor mit den anderen Stephex Stables-Reitern erfolgreich war: die achtjährige Zangersheider Stute Bellissima Ter Wilgen Z v. Bamako de Muze. Premiere geglückt! Bei ihrem ersten gemeinsamen Start blieben sie fehlerfrei und belegten Platz acht.

Alle Ergebnisse aus Stuttgart finden Sie hier.

 

St.GEORG NEWSLETTER

Schnell, aktuell und auf einen Blick wissen, was Sache ist!
Das bietet der St.GEORG Newsletter.